Ich schmöker gerade etwas in Bebauungsplänen von Neubaugebieten die wir interessant fanden (auch wenn sie ggf zum Teil schon durch sind).
Dabei bin ich gerade über folgende Passage gestolpert:

(Quelle: Bebauungsplan 900 der Stadt Bochum)
Das scheint mir auf den ersten Blick jetzt sehr restriktiv (1,50m Abstand zu allen Dachseiten und maximal 50%). Zumal ich bisher immer gehört hatte, wenn du dir schon ne Photovoltaik anschaffst, pack dir so viel wie möglich aufs Dach und hier wär dann plötzlich sehr viel weniger möglich oder ist das eh im Rahmen was man sonst so tut? Gefühlt sehe ich sonst auch öfter mal Dächer mit nur nem 50cm Abstand drumrum...
Sind so Angaben üblich? Ist der Sinn bei sowas rein optisch oder gibt es da noch andere Gründe für? Versuch nur gerade irgendwie zu verstehen, wo das herkommt.
Dabei bin ich gerade über folgende Passage gestolpert:
(Quelle: Bebauungsplan 900 der Stadt Bochum)
Das scheint mir auf den ersten Blick jetzt sehr restriktiv (1,50m Abstand zu allen Dachseiten und maximal 50%). Zumal ich bisher immer gehört hatte, wenn du dir schon ne Photovoltaik anschaffst, pack dir so viel wie möglich aufs Dach und hier wär dann plötzlich sehr viel weniger möglich oder ist das eh im Rahmen was man sonst so tut? Gefühlt sehe ich sonst auch öfter mal Dächer mit nur nem 50cm Abstand drumrum...
Sind so Angaben üblich? Ist der Sinn bei sowas rein optisch oder gibt es da noch andere Gründe für? Versuch nur gerade irgendwie zu verstehen, wo das herkommt.
Danke für den Hinweis mit den Vorgaben aus BaWü. Das hilft ja schonmal als ein Einordnung und verstärkt den Eindruck, dass das hier übermäßig restriktiv ist.
Ich vermute da gibts in der Nachbarschaft noch nicht großartige Gegenbeispiele, das ist ja alles noch recht frisches Neubaugebiet. Kann natürlich sein, dass da wer ne Ausnahme beantragt hat und die wegen besagtem "Klimanotstand" dann auch durchkam, das weiß ich nicht. Könnte mir durchaus vorstellen, dass sowas klappt.
Wir sind aktuell nicht akut betroffen, aber das ganze ist Teil eines größeren Neubaugebiets, wo noch einige weitere Bebauungspläne neu aufgestellt wurden und werden und da beobachten wir durchaus die Entwicklungen. Es gibt auch gerade einen weiteren Bebauungsplan ausgelegt, da ist so nen Absatz auch drin 🙄 Für uns ist das glaube ich kein Weltuntergang, aber ich war schon am überlegen, dass als Anmerkung einzusenden. (selbst wenn sie das da nich ändern, lasst das doch bitte in zukünftigen Plänen weg, bitte, danke)
An sich haben sie schon einige grüne Belange in die Pläne dort einfließen lassen. Gerade darum war ich so verwirrt als ich das gelesen habe und wollte erstmal grob nen Eindruck gewinnen, ob das so üblich ist. Wenn ihr mir jetzt erzählt hättet "mehr als 55% willst du eh nie belegen, weil (Begründung hier)" dann wär das ja anders einzuordnen. Aber wenn BaWü gerade dabei ist mindestens 60% vorzuschreiben, dann wirken maximal 50% in ner Siedlung, die durchaus versucht sich möglichst ökologisch zu präsentieren doch recht unsinnig.
Ich vermute da gibts in der Nachbarschaft noch nicht großartige Gegenbeispiele, das ist ja alles noch recht frisches Neubaugebiet. Kann natürlich sein, dass da wer ne Ausnahme beantragt hat und die wegen besagtem "Klimanotstand" dann auch durchkam, das weiß ich nicht. Könnte mir durchaus vorstellen, dass sowas klappt.
Wir sind aktuell nicht akut betroffen, aber das ganze ist Teil eines größeren Neubaugebiets, wo noch einige weitere Bebauungspläne neu aufgestellt wurden und werden und da beobachten wir durchaus die Entwicklungen. Es gibt auch gerade einen weiteren Bebauungsplan ausgelegt, da ist so nen Absatz auch drin 🙄 Für uns ist das glaube ich kein Weltuntergang, aber ich war schon am überlegen, dass als Anmerkung einzusenden. (selbst wenn sie das da nich ändern, lasst das doch bitte in zukünftigen Plänen weg, bitte, danke)
An sich haben sie schon einige grüne Belange in die Pläne dort einfließen lassen. Gerade darum war ich so verwirrt als ich das gelesen habe und wollte erstmal grob nen Eindruck gewinnen, ob das so üblich ist. Wenn ihr mir jetzt erzählt hättet "mehr als 55% willst du eh nie belegen, weil (Begründung hier)" dann wär das ja anders einzuordnen. Aber wenn BaWü gerade dabei ist mindestens 60% vorzuschreiben, dann wirken maximal 50% in ner Siedlung, die durchaus versucht sich möglichst ökologisch zu präsentieren doch recht unsinnig.
Ich finde es nach mehreren Jahrzehnten Solar- und Photovoltaik-Modul-Bestückung eine legitime Erwartung an die Hersteller von dem Zeug, daß man es mittlerweile unauffällig mit der Dacheindeckung bündig oder sogar diese ersetzend einbauen kann. Selbst daß die Dinger aus Sonneneinfallrichtung blau und von der Straße betrachtet rot aussehen, sollte heute keinen Hersteller mehr überfordern (auch wenn ich es nicht von Economy-Modellen erwarte).
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
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D.h. du meinst mit den Vorgaben (da sie vorwiegend "Aufbauten" beschränkt) wären ggf. größere "in Dach" -Anlagen oder Solarziegel möglich? Klingt aber auch nach absichtlich Beschränkungen umgehen :p Hab ich mich ein bisschen bei der Vorgabe aber auch gefragt.
Wobei das auch nicht für die Flachdächer ginge (da bleibt Begrünungspflicht und etwaige Solaranlagen sind darauf aufgefächert anzulegen oder so)
Wobei das auch nicht für die Flachdächer ginge (da bleibt Begrünungspflicht und etwaige Solaranlagen sind darauf aufgefächert anzulegen oder so)
D
Deliverer15.04.22 10:41Das würde ich ignorieren und die Dächer komplett voll machen. Wenn wirklich jemand so verbort sein sollte, dass die Gemeinde klagt, wird sie im PR-Desaster dermaßen untergehen, dass der Plan ganz fix angepasst wird. Sowas kann sich keine Gemeinde mehr leisten.
Die Klage scheitert am Erneuerbare-Energien-Gesetz und am GG.
Die Klage scheitert am Erneuerbare-Energien-Gesetz und am GG.