ᐅ Einfahrt - Bettung mit Sand oder Splitt?
Erstellt am: 13.05.26 13:05
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SandmanHallo Zusammen,
ich möchte unsere Einfahrt erneuern. Diese wurde damals (vor ca. 10 Jahren) von einem Unternehmen gebaut. Sie haben die Fläche ausgekoffert, dann Betonrecycling eingebracht (schichtweise verdichtet) und darauf eine Schicht Sand (ca. 5 - 6cm) gebracht. Darauf lag ein Rechteckpflaster (20 x 10 x 8cm), welches ich schon ausgebaut habe. Es gab in den ca. 10 Jahren keine Versackungen oder Fahrspuren. Das Pflaster hat vorne, links und rechts eine Einfassung mit Borden und nach hinten die Bodenplatte der Garage.
Auf die Fläche fahren PKW und gelegentlich Transporter der Paketlieferanten.
Nun möchte ich ein neues Pflaster einbringen (ebenfalls 8cm dick). Ich weiß aber nicht so richtig ob ich den einfach weg bestreiten sollte und die 5-6cm Schicht Sand (ich schätze 0-5mm - Bild siehe Anhang) drinnen lasse oder den Sand durch Splitt ersetzen sollte.
Der einfache Weg...
Im Internet steht ja auch vielfach man soll Splitt verwenden (2-8mm). Andere schreiben Sand (0-5mm).
Der Aufwändige Weg:
Meine Gedankenn:
Viele Grüße
ich möchte unsere Einfahrt erneuern. Diese wurde damals (vor ca. 10 Jahren) von einem Unternehmen gebaut. Sie haben die Fläche ausgekoffert, dann Betonrecycling eingebracht (schichtweise verdichtet) und darauf eine Schicht Sand (ca. 5 - 6cm) gebracht. Darauf lag ein Rechteckpflaster (20 x 10 x 8cm), welches ich schon ausgebaut habe. Es gab in den ca. 10 Jahren keine Versackungen oder Fahrspuren. Das Pflaster hat vorne, links und rechts eine Einfassung mit Borden und nach hinten die Bodenplatte der Garage.
Auf die Fläche fahren PKW und gelegentlich Transporter der Paketlieferanten.
Nun möchte ich ein neues Pflaster einbringen (ebenfalls 8cm dick). Ich weiß aber nicht so richtig ob ich den einfach weg bestreiten sollte und die 5-6cm Schicht Sand (ich schätze 0-5mm - Bild siehe Anhang) drinnen lasse oder den Sand durch Splitt ersetzen sollte.
Der einfache Weg...
- die schmutzige Schicht Sand abtragen,
- mit einem Rechen den Sand aufharken,
- fehlenden Sand einbringen,
- und dann den Sand glatt abziehen.
Im Internet steht ja auch vielfach man soll Splitt verwenden (2-8mm). Andere schreiben Sand (0-5mm).
Der Aufwändige Weg:
- Sand komplett abtragen,
- Splitt 2-8mm einbringen,
- und dann den Splitt glatt abziehen.
Meine Gedankenn:
- Ich würde das Pflaster wieder in Sand (0-5mm) verlegen weil es ja über 10 Jahre keine Probleme gab.
- Es gab kein Ameisenproblem...
- Lag es womöglich daran, dass das Rechteckpflater ohne große Fugen verlegt wurde? Die Fuge war so ca. 2mm, es lagen nur die Wöbungen für den Transport aneinander.
- Oder lag es daran, dass es die Nordseite ist.
- Das neue Pflaster würde ich mit 3mm Fuge verlegen wollen.
- Welchen Weg sollte ich beschreiten?
Viele Grüße
Hi,
ich würde den vorhandenen Aufbau ehrlich gesagt nicht unnötig zerlegen. Wenn die Fläche mit Recyclingtragschicht plus Sandbett 10Jahre ohne Spurrinnen oder Absackungen funktioniert hat, dann war das damals offenbar sauber gemacht, passiert ja leider selten genug. Genau deswegen wäre mir der komplette Austausch gegen Splitt fast schon zu viel Aktionismus aus dem Internet heraus. Da wird oft so getan als würde ein Pflaster auf Sand sofort im Erdkern verschwinden.
Den verschmutzten oberen Bereich abziehen, leicht aufharken und neu abziehen klingt hier eig. sinnvoller. Wichtig ist eher, dass du keine weichen Stellen drin hast und die Bettung nachher gleichmäßig bleibt. Viele unterschätzen wie empfindlich 1cm Unterschied später optisch wirkt, gerade bei 3mm Fuge. Würde mich eher interessieren ob dein neuer Stein eine gefaste Kante hat oder eher scharfkantig ist? Das macht bei schmalen Fugen später mehr aus als viele denken.
Mit 3 mm Fuge bist du übrigens schon in einem Bereich wo sauber gearbeitet werden muss, sonst wanderst du beim Verlegen schnell weg. Bei den alten Rechteckpflastern mit quasi Kontaktverlegung war das toleranter. Und ja, die fehlenden Ameisen lagen vermutlich tatsächlich eher an der engen Fuge plus Nordseite. Trockene Südseiten mit Splittfugen sehen nach 2 Sommern teilweise aus wie kleine Biotope, leicht überspitzt gesagt.
Splitt hat schon Vorteile bei Wasserdurchlässigkeit und Formstabilität, aber bei bestehenden funktionierenden Flächen wird oft vergessen, dass ein neuer Splittbelag auf altem Unterbau manchmal mehr Unruhe reinbringt als man wollte. Gerade wenn unten seit Jahren alles gesetzt ist. Außerdem zieht Splitt beim Abziehen schneller kleine Wellen rein wenn man nicht aufpasst, Sand verzeiht da etwas mehr. Dafür darf Sand halt nicht zu fein und lehmig sein, sonst wirds irgendwann weich bei Dauerregen.
Was viele auch falsch machen, sie rütteln direkt ohne genug Fugenmaterial drin zu haben. Dann scheuern sich die Kanten schon beim ersten Abrütteln aneinander und nach 3 Monaten wundert man sich über abgeplatzte Ecken. Klingt banal, sieht man aber ständig.
Ich würde also eher beim einfachen Weg bleiben und nur die obere Schicht sauber neu herstellen. Komplett raus würde ich nur gehen wenn du jetzt schon weiche Stellen, Pfützenbildung oder deutliche Höhenunterschiede hättest.
ich würde den vorhandenen Aufbau ehrlich gesagt nicht unnötig zerlegen. Wenn die Fläche mit Recyclingtragschicht plus Sandbett 10Jahre ohne Spurrinnen oder Absackungen funktioniert hat, dann war das damals offenbar sauber gemacht, passiert ja leider selten genug. Genau deswegen wäre mir der komplette Austausch gegen Splitt fast schon zu viel Aktionismus aus dem Internet heraus. Da wird oft so getan als würde ein Pflaster auf Sand sofort im Erdkern verschwinden.
Den verschmutzten oberen Bereich abziehen, leicht aufharken und neu abziehen klingt hier eig. sinnvoller. Wichtig ist eher, dass du keine weichen Stellen drin hast und die Bettung nachher gleichmäßig bleibt. Viele unterschätzen wie empfindlich 1cm Unterschied später optisch wirkt, gerade bei 3mm Fuge. Würde mich eher interessieren ob dein neuer Stein eine gefaste Kante hat oder eher scharfkantig ist? Das macht bei schmalen Fugen später mehr aus als viele denken.
Mit 3 mm Fuge bist du übrigens schon in einem Bereich wo sauber gearbeitet werden muss, sonst wanderst du beim Verlegen schnell weg. Bei den alten Rechteckpflastern mit quasi Kontaktverlegung war das toleranter. Und ja, die fehlenden Ameisen lagen vermutlich tatsächlich eher an der engen Fuge plus Nordseite. Trockene Südseiten mit Splittfugen sehen nach 2 Sommern teilweise aus wie kleine Biotope, leicht überspitzt gesagt.
Splitt hat schon Vorteile bei Wasserdurchlässigkeit und Formstabilität, aber bei bestehenden funktionierenden Flächen wird oft vergessen, dass ein neuer Splittbelag auf altem Unterbau manchmal mehr Unruhe reinbringt als man wollte. Gerade wenn unten seit Jahren alles gesetzt ist. Außerdem zieht Splitt beim Abziehen schneller kleine Wellen rein wenn man nicht aufpasst, Sand verzeiht da etwas mehr. Dafür darf Sand halt nicht zu fein und lehmig sein, sonst wirds irgendwann weich bei Dauerregen.
Was viele auch falsch machen, sie rütteln direkt ohne genug Fugenmaterial drin zu haben. Dann scheuern sich die Kanten schon beim ersten Abrütteln aneinander und nach 3 Monaten wundert man sich über abgeplatzte Ecken. Klingt banal, sieht man aber ständig.
Ich würde also eher beim einfachen Weg bleiben und nur die obere Schicht sauber neu herstellen. Komplett raus würde ich nur gehen wenn du jetzt schon weiche Stellen, Pfützenbildung oder deutliche Höhenunterschiede hättest.
M
MachsSelbst13.05.26 21:29Wer rüttelt denn ohne die Fugen zu füllen?