ᐅ Geht meine Rechnung der Kosten auf oder bin ich weit entfernt?
Erstellt am: 11.02.26 23:45
T
TakaOtaku11.02.26 23:45Hallo zusammen!
Ich und meine Verlobte würden gerne den Hausbau in Angriff nehmen und sind hier noch sehr unerfahren.
Unser Plan ist ein Grundstück im Großraum Nürnberg zu kaufen und dann dort ein Fertighaus zu bauen um etwas die Kosten ertragbar zu halten.
Wir haben bisher nur einen Termin mit Interhyp gehabt um zu klären, welche Finanzierung realistisch und gut machbar für uns wäre und mit einen Fertighausbauer (Allkauf Haus) um dort ein Angebot zu bekommen (Das sollten wir am Ende des Monats bekommen).
Ich habe versucht in Google Sheets mal alles aufzulisten, was mir so einfällt und würde euch bitten, ob diese Einschätzung realistisch ist oder komplett falsch.
Kostenübersicht Bauvorhaben
Gesamtbudget: 600.000 € Gesamtkosten (Plan): 602.262 € (Spanne: 529.000 € bis 635.762 €)
1. Grundstückserwerb
Gesamt: 250.762 € (Min: 211.000 € / Max: 278.625 €)
Kaufpreis: 225.000 €
Makler (5,95%): 13.387 € (Wir haben auch ein paar Grundstucke im Blick ohne Provision)
Grunderwerbsteuer (3,5%): 7.875 €
Notar & Grundbuch (~2,0%): 4.500 €
2. Baunebenkosten (Vorbereitung)
Gesamt: 71.500 € (Min: 58.000 € / Max: 85.000 €)
Erdarbeiten & Bodenplatte: 45.000 €
Hausanschlüsse & Vermessung: 12.500 €
Baugenehmigung & Gutachten: 4.000 €
Puffer für Unvorhergesehenes: 10.000 €
3. Hausbau (Baukosten)
Gesamt: 280.000 € (Min: 260.000 € / Max: 300.000 €)
Hauspreis (Leistungsumfang): 220.000 €
Innenausbau (Eigenleistung/Ausstattung): 60.000 €

Ich und meine Verlobte würden gerne den Hausbau in Angriff nehmen und sind hier noch sehr unerfahren.
Unser Plan ist ein Grundstück im Großraum Nürnberg zu kaufen und dann dort ein Fertighaus zu bauen um etwas die Kosten ertragbar zu halten.
Wir haben bisher nur einen Termin mit Interhyp gehabt um zu klären, welche Finanzierung realistisch und gut machbar für uns wäre und mit einen Fertighausbauer (Allkauf Haus) um dort ein Angebot zu bekommen (Das sollten wir am Ende des Monats bekommen).
Ich habe versucht in Google Sheets mal alles aufzulisten, was mir so einfällt und würde euch bitten, ob diese Einschätzung realistisch ist oder komplett falsch.
Kostenübersicht Bauvorhaben
Gesamtbudget: 600.000 € Gesamtkosten (Plan): 602.262 € (Spanne: 529.000 € bis 635.762 €)
1. Grundstückserwerb
Gesamt: 250.762 € (Min: 211.000 € / Max: 278.625 €)
Kaufpreis: 225.000 €
Makler (5,95%): 13.387 € (Wir haben auch ein paar Grundstucke im Blick ohne Provision)
Grunderwerbsteuer (3,5%): 7.875 €
Notar & Grundbuch (~2,0%): 4.500 €
2. Baunebenkosten (Vorbereitung)
Gesamt: 71.500 € (Min: 58.000 € / Max: 85.000 €)
Erdarbeiten & Bodenplatte: 45.000 €
Hausanschlüsse & Vermessung: 12.500 €
Baugenehmigung & Gutachten: 4.000 €
Puffer für Unvorhergesehenes: 10.000 €
3. Hausbau (Baukosten)
Gesamt: 280.000 € (Min: 260.000 € / Max: 300.000 €)
Hauspreis (Leistungsumfang): 220.000 €
Innenausbau (Eigenleistung/Ausstattung): 60.000 €
TakaOtaku schrieb:
Ich und meine Verlobte würden gerne den Hausbau in Angriff nehmen und sind hier noch sehr unerfahren.Deine nachfolgenden Worte bezeugen diese Unerfahrenheit vortrefflichst.
TakaOtaku schrieb:
Unser Plan ist ein Grundstück im Großraum Nürnberg zu kaufen und dann dort ein Fertighaus zu bauen um etwas die Kosten ertragbar zu halten.
Wir haben bisher nur einen Termin mit Interhyp gehabt um zu klären, welche Finanzierung realistisch und gut machbar für uns wäre und mit einen Fertighausbauer (Allkauf Haus) um dort ein Angebot zu bekommen (Das sollten wir am Ende des Monats bekommen).
Ich habe versucht in Google Sheets mal alles aufzulisten, was mir so einfällt und würde euch bitten, ob diese Einschätzung realistisch ist oder komplett falsch.Gugel Schiet, ich hätte es nicht schöner sagen können. Die Einschätzung ist realistisch, daß Du für 280k ein Haus bauen kannst. Da reden wir dann allerdings von einem Haus für drei Personen, denn für das Geld gibt es rund 90 qm Wohn- und Nutzfläche, und da sind Anschlussraum & Co inklusive.
Die Realität sind nämlich 3k/qm, die für alle Wege gleichermaßen gelten. Wenigstens, wenn Du Dir nicht in die Tasche lügst, und für Deine Eigenleistungen den (Über)stundenlohn Deines Brotberufes ansetzst.
Lasse alle Hoffnungen fahren, daß
- ein "Fertig"haus (was für ein lustiger Begriff, wenn ein Ausbauhaus damit gemeint ist) Kosten kalkulierbarer oder gar niedriger machte als ein "Stein auf Stein" Haus;
- ein Ausbauhaus der Beginn einer wunderbaren Sparerfolgsgeschichte wäre.
Schaue Dich bei Anbietern beider Bauweisen nach "Aktionshäusern" um und bitte dabei um ein Angebot für die Ausbaustufe "wetterdichter Rohbau" (wenn Du handwerklich umfassend begabt bist). Achte bei der Grundstücksauswahl darauf, daß die Topographie ein Bodenplattenhaus ermöglicht (denn ein "vermiedener", aber vom Grundstück geforderter Keller kostet nicht weniger als wenn man ihn bauen würde, Grund sind die kostspieligen Ersatzmaßnahmen).
Noch besser / passender ist angesichts Deiner Budgetvorstellungen, Du suchtest gleich nach einem Angebot einer Doppelhaushälfte oder eines Reihenhauses; damit kommst Du Deinem Traum am nächsten. Wenn Du (obwohl der Großraum Nürnberg dafür leidlich gute Aussichten bietet) kein Angebot eines der üblichen Verdächtigen findest, dann suche Mitstreiter für den gemeinsamen Bau eines Doppelhauses; am besten auf einem jungfräulichen oder bereits beräumten Grundstück.
Die Doppelhaushälfte-Angebote passend zu Deinen Budgetvorstellungen gibt es, allerdings müßtest Du um Nürnberg herum das Umland schon sehr weiträumig ländlich fassen, in meiner Region KO/MT geht das schon eher auf.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
Ich halte die Kosten für das Haus auch für sehr optimistisch kalkuliert. Zudem ist es schwierig, ein Haus zu kalkulieren, wenn man das Grundstück nicht kennt. Man baut ja nicht einfach so ein Haus, sondern ein Haus auf einem bestimmten Grundstück. Daher halte ich die 3000€/m2 als ersten Ansatzpunkt auch für sinnvoller.
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass das Angebot der großen Hausanbieter selten der Preis aus dem Katalog bleibt (weshalb wir auch mit einem kleineren GU aus der Region bauen).
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass das Angebot der großen Hausanbieter selten der Preis aus dem Katalog bleibt (weshalb wir auch mit einem kleineren GU aus der Region bauen).
F
familie_s12.02.26 08:46Hauspreis (Leistungsumfang): 220.000 €
Innenausbau (Eigenleistung/Ausstattung): 60.000 €Was ist denn im Leistungsumfang enthalten und was soll als Innenausbau gemacht werden?
Fertighäuser sind nicht günstiger wie Massivhäuser. Sie waren vor 10/15 Jahren sogar erheblich teurer als massive Häuser. Die Massivhäuser mussten vor allen wegen der Gebäudeenergiegesetz in Höhe der Kosten angepasst werden, sodass sie sich in nichts geben.
Zu den Kosten: die Baunebenkosten sind nicht zu niedrig. Das passt für eine Kalkulation.
Erdarbeiten sind abhängig vom Grundstück und seiner Beschaffenheit.
Was definitiv fehlt, ist die Bodenplatte. Die ist bei einem Fertighaus meist nicht drin, da es ein Fremdgewerk (Beton) ist.
Zum Hauspreis: Allkauf Haus macht auf seiner Homepage Ab-Preise und schreibt auch, dass Pakete (Technik, Dämm, Sanitär, Türen usw) mit im Preis sind.
Und da liegt das nicht kalkulierbare Problem: wer macht das wann? Das kann man selbst in kostenloser Eigenleistung (Muskelhypothek) gar nicht zu zweit stemmen. Und wer vielleicht sogar im Freundeskreis oder Verwandtschaft Fachleute hat, der muss bedenken, dass die auch einen Job haben und nicht tagsüber für Euch für lau arbeiten können.
Dazu kommt, wenn man nicht selbst Handwerker ist, sondern im Büro seinen Job hat, dann zerrt der Baustellenjob am Wochenende am Körper. Also muss irgendwann die Arbeit fremd vergeben werden.
Wenn man aber fit und aktiv ist und Arbeit am Wochenende leisten kann, der wird irgendwann in die soziale Spirale kommen: da muss abgewogen werden, ob man an seinem eigenen Haus werkelt oder zu einer geladenen Hochzeit geht. Die Partnerin muss außerdem als Arbeitskraft mit einbezogen werden. Fahrten zum Baumarkt, Werkzeug holen, zweite Hand für die Gipskartons.. da macht nicht jeder gern oder freiwillig über eine unvorhergesehene Dauer. Das können dann auch gern mal zwei Jahre werden, ohne Urlaub und Amüsement. Da steht nicht selten dann eine Trennung bevor, weil man sich das Leben anders vorgestellt hat.
Und da kneift gehörig auch die finanzielle Doppelbelastung: Finanzierung läuft und dennoch muss man Miete zahlen.
Wenn man dann irgendwann tatsächlich gezwungen wird, die Aufträge zu vergeben, ist es nicht selten, dass man für nur Fliesenlegen für die paar Qm mehrere Tausende zahlen muss.
Das ist auch keine Schwarzmalerei, sondern Realität.
Zu den Kosten: die Baunebenkosten sind nicht zu niedrig. Das passt für eine Kalkulation.
Erdarbeiten sind abhängig vom Grundstück und seiner Beschaffenheit.
Was definitiv fehlt, ist die Bodenplatte. Die ist bei einem Fertighaus meist nicht drin, da es ein Fremdgewerk (Beton) ist.
Zum Hauspreis: Allkauf Haus macht auf seiner Homepage Ab-Preise und schreibt auch, dass Pakete (Technik, Dämm, Sanitär, Türen usw) mit im Preis sind.
Und da liegt das nicht kalkulierbare Problem: wer macht das wann? Das kann man selbst in kostenloser Eigenleistung (Muskelhypothek) gar nicht zu zweit stemmen. Und wer vielleicht sogar im Freundeskreis oder Verwandtschaft Fachleute hat, der muss bedenken, dass die auch einen Job haben und nicht tagsüber für Euch für lau arbeiten können.
Dazu kommt, wenn man nicht selbst Handwerker ist, sondern im Büro seinen Job hat, dann zerrt der Baustellenjob am Wochenende am Körper. Also muss irgendwann die Arbeit fremd vergeben werden.
Wenn man aber fit und aktiv ist und Arbeit am Wochenende leisten kann, der wird irgendwann in die soziale Spirale kommen: da muss abgewogen werden, ob man an seinem eigenen Haus werkelt oder zu einer geladenen Hochzeit geht. Die Partnerin muss außerdem als Arbeitskraft mit einbezogen werden. Fahrten zum Baumarkt, Werkzeug holen, zweite Hand für die Gipskartons.. da macht nicht jeder gern oder freiwillig über eine unvorhergesehene Dauer. Das können dann auch gern mal zwei Jahre werden, ohne Urlaub und Amüsement. Da steht nicht selten dann eine Trennung bevor, weil man sich das Leben anders vorgestellt hat.
Und da kneift gehörig auch die finanzielle Doppelbelastung: Finanzierung läuft und dennoch muss man Miete zahlen.
Wenn man dann irgendwann tatsächlich gezwungen wird, die Aufträge zu vergeben, ist es nicht selten, dass man für nur Fliesenlegen für die paar Qm mehrere Tausende zahlen muss.
Das ist auch keine Schwarzmalerei, sondern Realität.
T
TakaOtaku12.02.26 10:11Danke für die Antworten, das gibt mir schon einen guten Einblick.
Vom Haus habe ich aktuell die wenigsten Informationen, da ich da erst bei vielen Angefragt habe aber aktuell noch kein Angebot habe.
Der Hauspreis (220k) bei Allkauf Haus war die erste Ausbaustufe, wo noch sehr viel gemacht werden muss. Wie viel das jedoch alles kostet habe ich aktuell keinen Anhaltspunkt, wir würden gerne Einziehen können aber würden erstmal keine weiteren Möbel kaufen.
Die Richtlinie mit 3k/qm gibt mir jetzt zumindest eine Richtung, auch wenn ich dann auf jeden Fall bei den Grundstucken eines finden muss was unter 200k ist um eine Chance zu haben.
Ich habe mich auch beim Hauskauf für ein Reihenhaus bzw. einer Doppelhaushälfte umgeschaut, jedoch sind die meisten sehr renovierungsbedürftig, so dass ich dort auch die Renovierungskosten sehr schwer einschätzen kann.
Vom Haus habe ich aktuell die wenigsten Informationen, da ich da erst bei vielen Angefragt habe aber aktuell noch kein Angebot habe.
Der Hauspreis (220k) bei Allkauf Haus war die erste Ausbaustufe, wo noch sehr viel gemacht werden muss. Wie viel das jedoch alles kostet habe ich aktuell keinen Anhaltspunkt, wir würden gerne Einziehen können aber würden erstmal keine weiteren Möbel kaufen.
Die Richtlinie mit 3k/qm gibt mir jetzt zumindest eine Richtung, auch wenn ich dann auf jeden Fall bei den Grundstucken eines finden muss was unter 200k ist um eine Chance zu haben.
Ich habe mich auch beim Hauskauf für ein Reihenhaus bzw. einer Doppelhaushälfte umgeschaut, jedoch sind die meisten sehr renovierungsbedürftig, so dass ich dort auch die Renovierungskosten sehr schwer einschätzen kann.
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