Moin
Momentan stehe ich vor einem Problem. Ab dem 1.7.22 gilt das neue Klimaschutzgesetz in Schleswig Holstein.
Mein Haus wurde ende der 60er gebaut und bislang nur auf dem Dach gedämmt. Im moment habe ich eine gut 20 Jahre alte Ölheizung, die bestimmt noch 5 oder 10 Jahre laufen würde. Danach hätte ich auf Gas umgestellt. Aber dieses neue Gesetz ändert alles. Da ich nach dem 1.7 nicht ohne weiteres eine Gasheizung genehmigt bekomme. Es ist auch schwer Informationen oder Möglichkeiten zu finden, im Gesetz steht das 15% der Wärmenergie aus regenerativen Energien stammen muß. Und keine der Möglichkeiten scheint bei meiner Situation zu funktionieren. Hier mal eine Auflistung der Möglichkeiten und meinen Problemen damit.
Gasheizung mit einem Versorgervertrag mit Biomethananteil. / nicht möglich, da meine Warmwasserversorgung über einen Durchlauferhitzer funktioniert. Die Warmwasserversorgung muß in dem Fall auch zu 15% aus EE sein
Photothermie / Mein Dach ist schon voll mit einer Photovoltaikanlage
Wärmepumpe / dazu ist meine Dämmung zu schlecht (wobei ich im Schlafzimmer eine Klimaanlage hab, die auch heizen kann)
Zusätzlicher Pelletofen / Ich habe einen großen Pelletofen im Wohnzimmer aber es müssen damit 30% der Gesamtwohnfläche beheizt werden. Das würde heißen, das ich im Wohn und Schlafzimmer die Türen rausnehmen müsste.
Die Warmwasserversorgung mit Durchlauferhitzer ist bei mir schon die sinnvollste Lösung, da ich alleine wohne und viel im Außendienst bin. Somit ist der Warmwasserverbrauch sehr gering und wird auch von der Photovoltaikanlage erzeugt.
Wüsste vielleicht jemand noch eine Lösung wie man die 15% Forderung erfüllen kann?
Ich würde ungern jetzt in einer Hauruck Aktion die Heizung tauschen lassen. Wobei ich nichtmal weiß wie schnell der Gasanschluss ins Haus gelegt werden kann.
Ich bin für jede Antwort dankbar.
Gruß
Sebastian
Momentan stehe ich vor einem Problem. Ab dem 1.7.22 gilt das neue Klimaschutzgesetz in Schleswig Holstein.
Mein Haus wurde ende der 60er gebaut und bislang nur auf dem Dach gedämmt. Im moment habe ich eine gut 20 Jahre alte Ölheizung, die bestimmt noch 5 oder 10 Jahre laufen würde. Danach hätte ich auf Gas umgestellt. Aber dieses neue Gesetz ändert alles. Da ich nach dem 1.7 nicht ohne weiteres eine Gasheizung genehmigt bekomme. Es ist auch schwer Informationen oder Möglichkeiten zu finden, im Gesetz steht das 15% der Wärmenergie aus regenerativen Energien stammen muß. Und keine der Möglichkeiten scheint bei meiner Situation zu funktionieren. Hier mal eine Auflistung der Möglichkeiten und meinen Problemen damit.
Gasheizung mit einem Versorgervertrag mit Biomethananteil. / nicht möglich, da meine Warmwasserversorgung über einen Durchlauferhitzer funktioniert. Die Warmwasserversorgung muß in dem Fall auch zu 15% aus EE sein
Photothermie / Mein Dach ist schon voll mit einer Photovoltaikanlage
Wärmepumpe / dazu ist meine Dämmung zu schlecht (wobei ich im Schlafzimmer eine Klimaanlage hab, die auch heizen kann)
Zusätzlicher Pelletofen / Ich habe einen großen Pelletofen im Wohnzimmer aber es müssen damit 30% der Gesamtwohnfläche beheizt werden. Das würde heißen, das ich im Wohn und Schlafzimmer die Türen rausnehmen müsste.
Die Warmwasserversorgung mit Durchlauferhitzer ist bei mir schon die sinnvollste Lösung, da ich alleine wohne und viel im Außendienst bin. Somit ist der Warmwasserverbrauch sehr gering und wird auch von der Photovoltaikanlage erzeugt.
Wüsste vielleicht jemand noch eine Lösung wie man die 15% Forderung erfüllen kann?
Ich würde ungern jetzt in einer Hauruck Aktion die Heizung tauschen lassen. Wobei ich nichtmal weiß wie schnell der Gasanschluss ins Haus gelegt werden kann.
Ich bin für jede Antwort dankbar.
Gruß
Sebastian
B
Benutzer20013.02.22 15:46sebikiel schrieb:
Ist jetzt eine Pelletheizung für 25k€ im Gegensatz zu einer Gasheizung für 6k€ schon unverhälnismäßig, oder doch für den Klimaschutz verhältnismäßig?sebikiel schrieb:
Zwischen Heizung und möglichen Lagerraum liegt noch ein anderes Zimmer. Dadurch wäre eine aufwändige Fördertechnik notwendig.Damit hast Du die Antwort schon gegeben. Ist unverhältnismäßig.sebikiel schrieb:
Ein Warmwasser-Wärmepumpe würde sich nicht lohnen, da mein Warmwasserverbrauch extrem gering ist.Wäre auch unverhältnismäßig, da Du dafür dann neue Leitungen legen musst. Bisher hast Du ja nur Durchlauferhitzer.Noch einmal: Sei ganz entspannt.
sebikiel schrieb:
Aber bringt die ergänzende Wärmepumpe genug Temperatur um Standardheizkörper zu betreiben?60 Grad? Reicht Dir das?Ansonsten mal mit einem Energieberater über einen Umstieg auf Wärmepumpe reden. Ggf. reichen ja schon richtige Wärmepumpe-Heizkörper bei Deinem Haus aus. Dann noch eine Heizkurze 40/34 und es könnte effizient laufen.
D
Deliverer14.02.22 10:34sebikiel schrieb:
Im Prinzip nutze ich das ja schon im Schlafzimmer, mit der Klimaanlage, wo ich während der Übergangszeit mit zuheize. Zum einen wurden (ggf. auch werden, bin nicht ganz aktuell) auch Luft-luftwärmepumpe (Klimaanlagen) schon von der Bafa gefördert, wenn sie "hauptsächlich zum Heizen" angeschafft werden. Also ich würde den Weg durchaus nochmal abklären.Zum anderen sind die Dinger ja nicht so dermaßen teuer, dass es sich in einigen Altbauten durchaus lohnt, sie auch ohne Förderung einzubauen und sie zum Heizen zu verwenden, bis es halt mal -5° und kälter hat. Es gibt auch Modelle, die bis -20° laufen, irgendwann wird aber die Gasheizung wahrscheinlich günstiger sein.
sebikiel schrieb:
Aber bringt die ergänzende Wärmepumpe genug Temperatur um Standardheizkörper zu betreiben?Ja. In vielen Fällen klappt sogar der komplette Umstieg. Wenn die Wärmemengen nicht ausreichen, kann man auch einzelne Heizkörper tauschen.Wichtig ist es, ordentlich Durchfluss auf die HK zu bringen und sie immer voll geöffnet zu haben. Keine Nachtabsenkung oder dergleichen. Dadurch kann die Vorlauftemperatur dauerhaft niedrig gehalten werden.
Hab erst kürzlich eine Studie gelesen, die erst oberhalb von 55° Vorlauftemperatur (bei NAT) starke Effizienzeinbußen festgestellt hat. 55° braucht nur 13° mehr Strom als 35° Vorlauftemperatur. Man sollte sich da also nicht verrückt machen.
Aktuelle Wärmepumpe gehen außerdem bis 70° hoch, wenn sie Propan als Kältemittel verwenden. Diese Modelle sind also ganz speziell für Altbauten geeignet und nicht gleich am Limit, wenn man halt doch mal die 50° braucht.
Pellets würde ich auch nicht weiter verfolgen - dem Klima ist es reichlich wurschd, ob das CO2 jetzt aus Gas oder aus Holz kommt. In der Luft ist in der Luft.
Ansonsten würde ich mich auch @Benutzer200 anschließen und erstmal Gelassenheit empfehlen. Nichts überstürzen, in Ruhe planen - es gibt gute Möglichkeiten.
D
Deliverer14.02.22 10:49Deliverer schrieb:
55° braucht nur 13° mehr Strom als 35° Vorlauftemperatur. Das sollte natürlich "13% mehr Strom" heißen.Danke für eure Antworten. Gut dann bin ich etwas beruhigt und werde mir nicht unnötig Sorgen machen.
Aber ich hab heute schonmal einen Antrag auf einen Gasanschluss gestellt. Und hoffentlich gibt es eine Firma die rechtzeitig eine Gasheizung liefern und installieren kann. Ich hatte in letzter Zeit schon öfters Probleme mit dem Handwerkermangel.
Aber ich hab heute schonmal einen Antrag auf einen Gasanschluss gestellt. Und hoffentlich gibt es eine Firma die rechtzeitig eine Gasheizung liefern und installieren kann. Ich hatte in letzter Zeit schon öfters Probleme mit dem Handwerkermangel.
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