Hallo zusammen,
ich plane, das Ikea PAX Schrank-System in einem meiner Feuchträume aufzubauen - genauer gesagt im Badezimmer, das zwar keine direkte Dusche enthält, aber durch tägliches Baden und die daraus resultierende Luftfeuchtigkeit als Feuchtraum zu betrachten ist. Meine eigentliche Frage ist: Ist das Ikea PAX System auch für Feuchträume geeignet?
Ich habe gelesen, dass Möbel aus Holzwerkstoffen generell problematisch sein können, weil die Feuchtigkeit das Material angreift, aufquellen lässt oder Schimmel begünstigt. Allerdings gefallen mir die PAX-Schränke wegen der Flexibilität, dem modularen Aufbau und dem Preis-Leistungsverhältnis sehr gut.
Gibt es Erfahrungswerte, ob PAX mit geschützten Oberflächen – z.B. durch Lack oder Folie – auch dauerhaft in einem solchen Raum funktionieren kann?
Wie sieht es mit Lüftung, Abstand zur Wand oder speziellen Schutzmaßnahmen aus?
Danke für eure Einschätzungen!
ich plane, das Ikea PAX Schrank-System in einem meiner Feuchträume aufzubauen - genauer gesagt im Badezimmer, das zwar keine direkte Dusche enthält, aber durch tägliches Baden und die daraus resultierende Luftfeuchtigkeit als Feuchtraum zu betrachten ist. Meine eigentliche Frage ist: Ist das Ikea PAX System auch für Feuchträume geeignet?
Ich habe gelesen, dass Möbel aus Holzwerkstoffen generell problematisch sein können, weil die Feuchtigkeit das Material angreift, aufquellen lässt oder Schimmel begünstigt. Allerdings gefallen mir die PAX-Schränke wegen der Flexibilität, dem modularen Aufbau und dem Preis-Leistungsverhältnis sehr gut.
Gibt es Erfahrungswerte, ob PAX mit geschützten Oberflächen – z.B. durch Lack oder Folie – auch dauerhaft in einem solchen Raum funktionieren kann?
Wie sieht es mit Lüftung, Abstand zur Wand oder speziellen Schutzmaßnahmen aus?
Danke für eure Einschätzungen!
Hey tausnu,
coole Frage! Also das PAX-System ist zwar nicht explizit als Feuchtraum-Möbel definiert, aber ich hab’s selbst mal in einem Badezimmer benutzt – und das klappt, wenn man ein paar Dinge beachtet:
- Kein Wasser staut sich an, also nicht direkt unter der Dusche.
- Gute Lüftung ist Pflicht, sonst wird’s nix mit langlebig.
- Die Oberflächen sind melaminbeschichtet, da zieht sich das Holz zwar nicht voll Wasser, aber ganz unverwundbar sind sie auch nicht.
Kurzum: Ja, aber mit Umsicht. Ein bisschen wie ein Chamäleon, das sich anpasst, aber nicht schwimmen möchte 😄
coole Frage! Also das PAX-System ist zwar nicht explizit als Feuchtraum-Möbel definiert, aber ich hab’s selbst mal in einem Badezimmer benutzt – und das klappt, wenn man ein paar Dinge beachtet:
- Kein Wasser staut sich an, also nicht direkt unter der Dusche.
- Gute Lüftung ist Pflicht, sonst wird’s nix mit langlebig.
- Die Oberflächen sind melaminbeschichtet, da zieht sich das Holz zwar nicht voll Wasser, aber ganz unverwundbar sind sie auch nicht.
Kurzum: Ja, aber mit Umsicht. Ein bisschen wie ein Chamäleon, das sich anpasst, aber nicht schwimmen möchte 😄
Hallo tausnu,
ich möchte deine Frage gerne etwas detaillierter beantworten: Holzwerkstoffe wie bei PAX bestehen typischerweise aus mitteldichten Faserplatten (MDF) oder Spanplatten, die mit einer Melaminbeschichtung versehen sind. Diese Beschichtung schützt vor Feuchtigkeit, ist aber nicht wasserdicht oder dampfundurchlässig.
In Feuchträumen, also Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit, sind Möbel, die nicht speziell für diese Bedingungen hergestellt wurden, stets einem gewissen Risiko ausgesetzt:
- Aufquellen der Platten bei längerer Feuchtebelastung
- Verfärbungen oder Ablösung der Beschichtung
- Schimmelbildung an schlecht belüfteten Stellen
Wenn du dich für PAX entscheidest, solltest du darauf achten, dass der Schrank nicht direkt mit feuchten Wänden oder Wasser in Berührung kommt. Ebenso empfehle ich eine gute Lüftungsmöglichkeit im Raum.
Manche Nutzer berichten, dass sie mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen, wie z.B. transparenter Versiegelung an Kanten oder Dichtungsmaßnahmen, gute Erfahrungen gemacht haben.
Was die Frage nach „geeignet“ angeht: Ikea gibt keine Garantien für Feuchtraum-Eignung, aber mit Vorsicht kann es funktionieren.
ich möchte deine Frage gerne etwas detaillierter beantworten: Holzwerkstoffe wie bei PAX bestehen typischerweise aus mitteldichten Faserplatten (MDF) oder Spanplatten, die mit einer Melaminbeschichtung versehen sind. Diese Beschichtung schützt vor Feuchtigkeit, ist aber nicht wasserdicht oder dampfundurchlässig.
In Feuchträumen, also Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit, sind Möbel, die nicht speziell für diese Bedingungen hergestellt wurden, stets einem gewissen Risiko ausgesetzt:
- Aufquellen der Platten bei längerer Feuchtebelastung
- Verfärbungen oder Ablösung der Beschichtung
- Schimmelbildung an schlecht belüfteten Stellen
Wenn du dich für PAX entscheidest, solltest du darauf achten, dass der Schrank nicht direkt mit feuchten Wänden oder Wasser in Berührung kommt. Ebenso empfehle ich eine gute Lüftungsmöglichkeit im Raum.
Manche Nutzer berichten, dass sie mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen, wie z.B. transparenter Versiegelung an Kanten oder Dichtungsmaßnahmen, gute Erfahrungen gemacht haben.
Was die Frage nach „geeignet“ angeht: Ikea gibt keine Garantien für Feuchtraum-Eignung, aber mit Vorsicht kann es funktionieren.
L
LuMarcel4318.03.15 10:21Interessant, dass hier viele das Thema relativ locker angehen.
Das trifft es ganz gut. Melaminbeschichtungen sind von Haus aus nicht wasserdicht, vor allem nicht an den Kanten, an denen das Material offen ist. Hier greift die Feuchtigkeit zuerst an – und zwar im inneren Plattenkern.
Ich würde sogar sagen: Von der „Eignung“ kann kaum gesprochen werden. Es gibt zwar Wege der Improvisation, aber die Grundsubstanz ist nicht für Feuchträume ausgelegt.
Das halte ich für den einzigen praktikablen Weg, aber dann verliert man natürlich den Vorteil eines günstigen Systems, was ja auch seine Grenzen in der Haltbarkeit hat.
Jackson schrieb:
Die Oberflächen sind melaminbeschichtet, da zieht sich das Holz zwar nicht voll Wasser, aber ganz unverwundbar sind sie auch nicht.
Das trifft es ganz gut. Melaminbeschichtungen sind von Haus aus nicht wasserdicht, vor allem nicht an den Kanten, an denen das Material offen ist. Hier greift die Feuchtigkeit zuerst an – und zwar im inneren Plattenkern.
Ich würde sogar sagen: Von der „Eignung“ kann kaum gesprochen werden. Es gibt zwar Wege der Improvisation, aber die Grundsubstanz ist nicht für Feuchträume ausgelegt.
Ianlau schrieb:
Manche Nutzer berichten, dass sie mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen, wie z.B. transparenter Versiegelung an Kanten oder Dichtungsmaßnahmen, gute Erfahrungen gemacht haben.
Das halte ich für den einzigen praktikablen Weg, aber dann verliert man natürlich den Vorteil eines günstigen Systems, was ja auch seine Grenzen in der Haltbarkeit hat.
Hallo zusammen,
ich möchte hier gern etwas stärker ins technische Detail gehen, da das Thema Feuchtraumnutzung von PAX durchaus mehr Aufmerksamkeit verdient.
PAX basiert größtenteils auf Span- oder MDF-Platten mit Melaminharzbeschichtung. Diese Schichten sind spritzwassergeschützt und rein physikalisch recht resistent gegenüber kurzen Feuchtigkeitskontakten.
Allerdings ist die mechanische Verbindung der Bauteile - meistens mittels Dübel- und Schraubenverbindungen - anfällig bei konstanter Feuchtigkeit. Durch die Ausdehnung des Holzwerkstoffs bei Feuchtigkeitsaufnahme verlieren die Verbindungen an Festigkeit, was zu verzogenen Türen oder gar strukturellen Schäden führen kann.
Außerdem ist die Luftfeuchte in Bädern oft über 60-70%. Das reicht aus, dass die Oberflächen im Lauf der Zeit „schwitzen“ können, was in kleinen Poren und Mikrospalten zu unerkannter Feuchtigkeit führt und Schimmel begünstigt.
Solltest du dich dennoch für PAX im Badezimmer entscheiden, empfehle ich mehrere Vorkehrungen:
- Versiegelung der Kanten mit wasserabweisenden Lacken oder Silikon, speziell an der Unterseite der Böden
- ausreichender Abstand von Wandflächen mit Kondenswasserbildung (mindestens 2-3 cm)
- unbedingt eine wirksame Lüftung mit Luftaustausch (Fenster oder Abluft)
- keine Installation in Duschnähe, wo direkte Wasserspritzer auftreten können
Für sehr feuchte Bereiche empfehle ich jedoch zumindest Möbel, die aus Kunststoff, Aluminium oder anderen feuchtigkeitsresistenten Materialien bestehen.
Wie lautet eigentlich der genaue Feuchtegrad deines Badezimmers und sind dort Heizkörper oder Lüfter verbaut?
ich möchte hier gern etwas stärker ins technische Detail gehen, da das Thema Feuchtraumnutzung von PAX durchaus mehr Aufmerksamkeit verdient.
PAX basiert größtenteils auf Span- oder MDF-Platten mit Melaminharzbeschichtung. Diese Schichten sind spritzwassergeschützt und rein physikalisch recht resistent gegenüber kurzen Feuchtigkeitskontakten.
Allerdings ist die mechanische Verbindung der Bauteile - meistens mittels Dübel- und Schraubenverbindungen - anfällig bei konstanter Feuchtigkeit. Durch die Ausdehnung des Holzwerkstoffs bei Feuchtigkeitsaufnahme verlieren die Verbindungen an Festigkeit, was zu verzogenen Türen oder gar strukturellen Schäden führen kann.
Außerdem ist die Luftfeuchte in Bädern oft über 60-70%. Das reicht aus, dass die Oberflächen im Lauf der Zeit „schwitzen“ können, was in kleinen Poren und Mikrospalten zu unerkannter Feuchtigkeit führt und Schimmel begünstigt.
Solltest du dich dennoch für PAX im Badezimmer entscheiden, empfehle ich mehrere Vorkehrungen:
- Versiegelung der Kanten mit wasserabweisenden Lacken oder Silikon, speziell an der Unterseite der Böden
- ausreichender Abstand von Wandflächen mit Kondenswasserbildung (mindestens 2-3 cm)
- unbedingt eine wirksame Lüftung mit Luftaustausch (Fenster oder Abluft)
- keine Installation in Duschnähe, wo direkte Wasserspritzer auftreten können
Für sehr feuchte Bereiche empfehle ich jedoch zumindest Möbel, die aus Kunststoff, Aluminium oder anderen feuchtigkeitsresistenten Materialien bestehen.
Wie lautet eigentlich der genaue Feuchtegrad deines Badezimmers und sind dort Heizkörper oder Lüfter verbaut?