Hallo zusammen,
Ich habe Mitte letzten Jahres Angebote eingeholt für Fenster.
jetzt habe ich diese Angebote erneuern lassen und die Preise sind deutlich höher.
ich frage mich, wie das sein kann?!
Fakt ist: es wird viel weniger gebaut und es werden auch viel weniger Häuser verkauft.
weiterhin sind die Zinsen viel höher und die Menschen geben weniger aus.
d.h. Der Bedarf ist viel geringer als vor einem Jahr.
darüber hinaus sind aber auch die Energiepreise viel niedriger als vor einem Jahr. Vor einem Jahr waren die am höchsten, war ja direkt nach dem Krieg.
D.h. Auch die Produktionskosten müssten niedriger sein.
Ergo: weniger bedarf, weniger Nachfrage und gleichzeitig niedrigere Produktionskosten.
aber dennoch viel höherer Preis?! Wie kann das sein?
gleicher Preis wäre ja ok, aber nicht +30-40%!
woran kann das liegen?
Ich vermute die Handwerker versuchen jetzt noch schnelle volle Kassen zu machen, die Auftragsbücher sind noch gut gefüllt, da ja noch Altaufträge drin sind. Ist ja immer alles zeitversetzt.
Ich denke so im Herbst wird es deutlich leerer werden und damit die Preise sinken.
Was denkt ihr?
Ich habe Mitte letzten Jahres Angebote eingeholt für Fenster.
jetzt habe ich diese Angebote erneuern lassen und die Preise sind deutlich höher.
ich frage mich, wie das sein kann?!
Fakt ist: es wird viel weniger gebaut und es werden auch viel weniger Häuser verkauft.
weiterhin sind die Zinsen viel höher und die Menschen geben weniger aus.
d.h. Der Bedarf ist viel geringer als vor einem Jahr.
darüber hinaus sind aber auch die Energiepreise viel niedriger als vor einem Jahr. Vor einem Jahr waren die am höchsten, war ja direkt nach dem Krieg.
D.h. Auch die Produktionskosten müssten niedriger sein.
Ergo: weniger bedarf, weniger Nachfrage und gleichzeitig niedrigere Produktionskosten.
aber dennoch viel höherer Preis?! Wie kann das sein?
gleicher Preis wäre ja ok, aber nicht +30-40%!
woran kann das liegen?
Ich vermute die Handwerker versuchen jetzt noch schnelle volle Kassen zu machen, die Auftragsbücher sind noch gut gefüllt, da ja noch Altaufträge drin sind. Ist ja immer alles zeitversetzt.
Ich denke so im Herbst wird es deutlich leerer werden und damit die Preise sinken.
Was denkt ihr?
In Summe eventuell weniger Jobs - aber nicht für unsere Generation(en).
Die nächsten Jahre werden nicht einfach aber der Arbeitsmarkt wird m.E. keinen großen Einbruch erleben, weil gerade die jungen MA gehalten werden müssen. Boomer sind bald weg und irgendwer muss im nächsten Aufschwung arbeiten.
Die nächsten Jahre werden nicht einfach aber der Arbeitsmarkt wird m.E. keinen großen Einbruch erleben, weil gerade die jungen MA gehalten werden müssen. Boomer sind bald weg und irgendwer muss im nächsten Aufschwung arbeiten.
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xMisterDx26.05.23 22:28Das ist die optimistische Variante. Die pessimistische Variante kennt keinen Aufschwung.
Und die Auffassung, Fachkräftemangel sei generell positiv für uns Fachkräfte, ist auch zu kurz gedacht.
Wir verlieren mlttlerweile viel Geschäft, weil wir die Leute nicht haben. Das Geschäft geht dann meist ins Ausland... und wenn die Kunden erstmal gemerkt haben, dass man im Ausland auch gute Arbeit bekommt, für weniger Geld...
Dann gute Nacht Standort Deutschland.
Denn wenn ich für meinen CarPort keine deutsche Firma finde, dann rufe ich mal in Polen an. Deutsche Handwerker arbeiten aktuell nach dem Motto "Der Kunde wird schon warten, was soll er tun..."
Er guckt sich im Ausland um... das Geschäft für den deutschen Handwerker ist nicht aufgeschoben... es ist aufgehoben...
Und die Auffassung, Fachkräftemangel sei generell positiv für uns Fachkräfte, ist auch zu kurz gedacht.
Wir verlieren mlttlerweile viel Geschäft, weil wir die Leute nicht haben. Das Geschäft geht dann meist ins Ausland... und wenn die Kunden erstmal gemerkt haben, dass man im Ausland auch gute Arbeit bekommt, für weniger Geld...
Dann gute Nacht Standort Deutschland.
Denn wenn ich für meinen CarPort keine deutsche Firma finde, dann rufe ich mal in Polen an. Deutsche Handwerker arbeiten aktuell nach dem Motto "Der Kunde wird schon warten, was soll er tun..."
Er guckt sich im Ausland um... das Geschäft für den deutschen Handwerker ist nicht aufgeschoben... es ist aufgehoben...
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xMisterDx26.05.23 22:33PS:
Es kann auch den Extremfall geben, dass eine komplette Abteilung die Arbeit einstellen muss, weil genau eine Spezialkraft fehlt.
Wenn zum Beispiel dem Metallbauer der Fallnahtschweißer wegläuft, der essentiell ist... dann kann er den entweder absurd teuer extern einkaufen... oder er schließt den Betrieb...
Es kann auch den Extremfall geben, dass eine komplette Abteilung die Arbeit einstellen muss, weil genau eine Spezialkraft fehlt.
Wenn zum Beispiel dem Metallbauer der Fallnahtschweißer wegläuft, der essentiell ist... dann kann er den entweder absurd teuer extern einkaufen... oder er schließt den Betrieb...
Und wenn nächstes Jahr die Zinsen wieder anfangen zu fallen geht die Preisspirale wieder von vorne los!
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xMisterDx27.05.23 13:36so schnell wird es nicht gehen. Die Inflation wird auch im nächsten Jahr noch bei 2, 3% liegen. Und die Zinsen sinken ja nicht sofort, wenn das Ziel von 2% erreicht ist...
Aber selbst wenn. Die Leute haben viel weniger Geld in der Tasche als 2019. Und die Baupreise haben nochmal mächtig angezogen.
Viele werden sich den Schritt ins Eigenheim entweder gar nicht mehr oder nur noch sehr viel kleiner und mit mehr Eigenleistung erlauben können.
Zumal es dazu auch noch so aussieht, dass die deutsche Automobilindustrie mächtige Konkurrenz aus Asien bekommt und das Elektroauto generell viel weniger Fertigungsschritte und auch Entwicklungsaufwand benötigt, als ein Verbrenner.
Da fallen zehntausende, äußerst gut bezahlte Arbeitsplätze weg in den nächsten Jahren...
Aber selbst wenn. Die Leute haben viel weniger Geld in der Tasche als 2019. Und die Baupreise haben nochmal mächtig angezogen.
Viele werden sich den Schritt ins Eigenheim entweder gar nicht mehr oder nur noch sehr viel kleiner und mit mehr Eigenleistung erlauben können.
Zumal es dazu auch noch so aussieht, dass die deutsche Automobilindustrie mächtige Konkurrenz aus Asien bekommt und das Elektroauto generell viel weniger Fertigungsschritte und auch Entwicklungsaufwand benötigt, als ein Verbrenner.
Da fallen zehntausende, äußerst gut bezahlte Arbeitsplätze weg in den nächsten Jahren...
xMisterDx schrieb:
so schnell wird es nicht gehen. Die Inflation wird auch im nächsten Jahr noch bei 2, 3% liegen. Und die Zinsen sinken ja nicht sofort, wenn das Ziel von 2% erreicht ist...Selbst wenn die Inflation nur noch bei 3% y/y liegt, bleibt das neue Preisniveau "für immer". Die Preise dürfen per Definition nicht mehr auf z.B. 2020er Niveau sinken - das wäre Deflation und bevor das kommt, wird die Gelddruckmaschine wieder angeworfen. Was vorher 9% hoch gegangen ist - zum Beispiel von 100 auf 109 Euro wird nun 112 € kosten (3% Inflation).
Bauen wird in Detailbereichen ggf. wieder günstiger werden, aber nie wieder die alten Niveaus erreichen. Der Rest Wohlstandsverlust muss über Jahre durch Lohnzuwächse aufgeholt werden. Sonst bleibt die Kaufkraft dauerhaft reduziert.
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