ᐅ Sehr unsaubere Parkettleger-Arbeit - Nachbesserung nicht möglich?
Erstellt am: 19.01.23 10:55
P
pim1985
Hallo,
leider haben wir erneut ein Problem mit unserem Parkettleger (kleines Familienunternehmen in NRW). Die Arbeiten an den Übergängen und den Fußleisten wurden grauenhaft ausgeführt.
Kurz zum Sachverhalt. Nach langem Warten aufgrund Restfeuchtigkeit im Estrich wurde das Parkett verlegt (Eiche, 18,5 cm breit, vollflächige Verklebung).
Wie man auf den Fotos sieht, sind die Fugen bei den Übergängen ca. 1 cm breit und mit einer farblich unpassenden Korkmasse gefüllt.
Die Fußleisten (1,8 cm breit, ca. 5,8 cm hoch) bei den bodentiefen Fenstern sehen nicht gut aus, die kleineren Fußleisten/ Profile sind komisch und es wurde sehr unsauber gearbeitet. Grund für die komischen kleinen Fußleisten / Profile: die Fensterlaibungen sei zu schmal (1 cm breite Fußleisten würden passen, bei unseren Nachbarn ist das der Fall, identische Doppelhaushälfte). Hierbei gibt es schönere Lösungen, es gab aber keine Kommunikation, dass die Fußleisten nicht passen. Der Parkettleger ist kritikunfähig und altmodisch, einfach machen wie man es vor 30 Jahren gelernt hat. Eine Nachbesserung schließt er aus.
Bezüglich der Korkfüllung haben wir wahrscheinlich rechtlich keine Chancen auf Nachbesserung, obwohl die Dielen an den Übergängen schief abschnitten sind. (Ich habe bei anderen Anbietern gesehen (leider zu spät) und mit Fachleuten von einem großen Parkettunternehmen (Parkett Dietrich) darüber gesprochen, dass die Übergänge ohne Fugen bzw. mit sehr kleinen Fugen ca. 4 mm möglich sind. Diese könnte mit Parkettfugenmasse in einer ähnlichen Farbe gefüllt werden und es wird 1000 Mal besser aussehen). Fußleiste vor dem Stoßtritt im Treppenbereich???
Die kleinen Fußleisten im Fensterbereich sind aber unmöglich. Ich bin Mitglied beim Bauherren-Schutzbund (Rechtsschutzversicherung auch vorhanden) und überlege mit einem Fachanwalt und Bauberater rechtlich vorzugehen, obwohl ich das sehr ungern machen würde. Aber der Auftrag hat sehr viel Geld gekostet und jetzt muss ich wahrscheinlich eine zweite Firma zum Ausbessern beauftragen.
Über Tipps, wie man das Eine oder Andere retten könnte, bin ich dankbar.




leider haben wir erneut ein Problem mit unserem Parkettleger (kleines Familienunternehmen in NRW). Die Arbeiten an den Übergängen und den Fußleisten wurden grauenhaft ausgeführt.
Kurz zum Sachverhalt. Nach langem Warten aufgrund Restfeuchtigkeit im Estrich wurde das Parkett verlegt (Eiche, 18,5 cm breit, vollflächige Verklebung).
Wie man auf den Fotos sieht, sind die Fugen bei den Übergängen ca. 1 cm breit und mit einer farblich unpassenden Korkmasse gefüllt.
Die Fußleisten (1,8 cm breit, ca. 5,8 cm hoch) bei den bodentiefen Fenstern sehen nicht gut aus, die kleineren Fußleisten/ Profile sind komisch und es wurde sehr unsauber gearbeitet. Grund für die komischen kleinen Fußleisten / Profile: die Fensterlaibungen sei zu schmal (1 cm breite Fußleisten würden passen, bei unseren Nachbarn ist das der Fall, identische Doppelhaushälfte). Hierbei gibt es schönere Lösungen, es gab aber keine Kommunikation, dass die Fußleisten nicht passen. Der Parkettleger ist kritikunfähig und altmodisch, einfach machen wie man es vor 30 Jahren gelernt hat. Eine Nachbesserung schließt er aus.
Bezüglich der Korkfüllung haben wir wahrscheinlich rechtlich keine Chancen auf Nachbesserung, obwohl die Dielen an den Übergängen schief abschnitten sind. (Ich habe bei anderen Anbietern gesehen (leider zu spät) und mit Fachleuten von einem großen Parkettunternehmen (Parkett Dietrich) darüber gesprochen, dass die Übergänge ohne Fugen bzw. mit sehr kleinen Fugen ca. 4 mm möglich sind. Diese könnte mit Parkettfugenmasse in einer ähnlichen Farbe gefüllt werden und es wird 1000 Mal besser aussehen). Fußleiste vor dem Stoßtritt im Treppenbereich???
Die kleinen Fußleisten im Fensterbereich sind aber unmöglich. Ich bin Mitglied beim Bauherren-Schutzbund (Rechtsschutzversicherung auch vorhanden) und überlege mit einem Fachanwalt und Bauberater rechtlich vorzugehen, obwohl ich das sehr ungern machen würde. Aber der Auftrag hat sehr viel Geld gekostet und jetzt muss ich wahrscheinlich eine zweite Firma zum Ausbessern beauftragen.
Über Tipps, wie man das Eine oder Andere retten könnte, bin ich dankbar.
OWLer schrieb:
Wenn dein Schreibstil sich in deinem Umgang mit Handwerkern widerspiegelt, landest du vermutlich auf deren "schwarzer Liste" und darst es selbst oder für viel höheres Schmerzensgeld machen. Meine Meinung.Und was stört dich daran? Du bist wahrscheinlich selbst Handwerker und hast eventuell massive Probleme, wenn sich die Kunden bei Schlechtleistung beschweren. Der Kunde ist König. Ansonsten gibt es genug Berufe ohne Kundenkontakt.
Myrna_Loy schrieb:
Das kannst Du ihm gerne in Rechnung stellen, aber er darf die Rechnung dann auch ignorieren. Für Mängelfeststellung und Beseitigung gibt es entsprechende Regeln. Bevor Du Dich verrennst, würde ich mich erstmal in der Richtung beraten lassen. Was sagst denn der Baugutachter? Ist der sachverständig?Alles was er getan hat, war mit mir nicht abgesprochen. Außerdem widerspricht er sich selbst, es wurde ein Zimmer ohne Korkfugen durchgängig verlegt. Und ja, ich habe schon mit anderen Fachleuten gesprochen.M
Myrna_Loy23.01.23 16:57pim1985 schrieb:
Alles was er getan hat, war mit mir nicht abgesprochen. Außerdem widerspricht er sich selbst, es wurde ein Zimmer ohne Korkfugen durchgängig verlegt. Und ja, ich habe schon mit anderen Fachleuten gesprochen.Noch einmal, Du kannst nicht einfach ein anderes Unternehmen auf seine Rechnung beauftragen oder die Rechnung kürzen. Du hast doch geschrieben, dass du im Bauherren-Schutzbund bist, dann wende Dich doch erst einmal an die.Myrna_Loy schrieb:
Noch einmal, Du kannst nicht einfach ein anderes Unternehmen auf seine Rechnung beauftragen oder die Rechnung kürzen. Du hast doch geschrieben, dass du im Bauherren-Schutzbund bist, dann wende Dich doch erst einmal an die.Es versteht sich, dass ich vorher alles rechtlich und fachlich absichere und nicht einfach zu einem anderen Unternehmen gehe. Aber ich kenne schon seinen Standpunkt und weiß genau, dass er mit Händen und Füßen dagegen kämpft. Wie gesagt, er kann es nicht anders, er verwendet eine veraltete Methode.M
Myrna_Loy23.01.23 17:38pim1985 schrieb:
Es versteht sich, dass ich vorher alles rechtlich und fachlich absichere und nicht einfach zu einem anderen Unternehmen gehe. Aber ich kenne schon seinen Standpunkt und weiß genau, dass er mit Händen und Füßen dagegen kämpft. Wie gesagt, er kann es nicht anders, er verwendet eine veraltete Methode.Ich versteh nicht, wie Du darauf kommst, dass der Parkettleger eine veraltete Methode benutzt. Die generelle Empfehlung für verklebtes Echtholzparkett ist mindestens 2 mm pro verlegtem Meter Boden. Sind Deine Räume alle kleiner als 4 Meter? Und Kork entspricht auch definitiv dem Stand der Technik für Dehnungsfugen. Acryl löst sich zB viel leichter an den Kanten. Ich versteh ja, dass Du unzufrieden bist, weil Du Dir etwas anderes vorgestellt hast und Dir von anderer Seite erzählt wird, dass es auch anders geht - aber es ist halt nur anders und nicht der neueste Goldstandard.
Lass Dich rechtlich beraten und nimm mal den Dampf raus.
Ich habe in den letzten Jahren mehrere Dutzend Fußböden im Auftrag und in Bauherrenvertretung nach Neuverlegung abgenommen, aber das was Du da als allerschlimmsten Pfusch beschreibst ist (abgesehen von den Fußleisten) der normale Standard. Ich muss sogar sagen, dass die Verarbeitung der Korkfuge selber erstaunlich sauber ist. Da habe ich schon ganz anderes gesehen, was noch als akzeptabel durchging.
pim1985 schrieb:
Und was stört dich daran? Du bist wahrscheinlich selbst Handwerker und hast eventuell massive Probleme, wenn sich die Kunden bei Schlechtleistung beschweren. Die ganze Art der Kommunikation, die hier an den Tag gelegt wird. Ich fühle mich z.B. persönlich angegriffen, dass ich Korkfugen schön finde, wenn ich mir diesen Thread durchlese. Ich möchte keine Acrylfugen (besonders keine schmalen) haben, da der cm zum Wandabschluss technisch so vorgesehen ist und ich mich damit sicherer fühle, dass das Parkett auch liegen bleibt.
Lösungsorientiertheit würde dem Sachverhalt gut tun. Wenn man die Ausführung nicht spezifiziert bekommt man den Stand der Technik. Der Stand der Technik ist höchstens an der übergepinselten Fußleiste nicht erfüllt. Wenn vor Beauftragung für mehrere tausende Euro man sich nicht über die Details mit dem Handwerker austauscht, dann weiß ich auch nicht mehr. Selbst Pinterest-Fotos hätten doch schon zur Klärung beigetragen.
Aber ja nu, wenn das jetzt das größte Problem am Bau ist, ist doch alles super. Das mal Klagen auf höchstem Niveau.
pim1985 schrieb:
Der Kunde ist König. Ansonsten gibt es genug Berufe ohne Kundenkontakt.Erstmal sind wir alle nur Menschen und selbst die Monarchie muss sich heute Gesetzen und (gesellschaftlichen) Normen beugen. Und tatsächlich habe ich keinen Kundenkontakt und kann anscheinend ziemlich froh drüber sein.
Ähnliche Themen