ᐅ Ringanker mit Aussparung oder Auflager für Trägerbalken
Erstellt am: 05.05.26 17:18
M
MarkusbaHallo Experten,
ich habe eine Frage wie man solch ein Problem am besten löst:
Der Ringanker (24x24cm) geht an Oberkante-Wand ums Haus und nimmt die Zugkräfte auf, sollte daher geschlossen sein und mit Bewehrung betoniert werden (z.b. 4x10 Eisen).
Aufgrund der Dachkonstruktion muss ein Holzträgerbalken (B/H: 20x28cm) auf der Wand aufgelagert (ca. 20cm Tiefe) werden, daher der Ringanker unterbrochen werden (Wandstärke 24cm)
Daher die Überlegung, dass man solche Ankerplatten (Ankerplatte APL | www.pfeifer.info) zur Zugübertragung einbetoniert bzw. in den Ringanker einlegt --> es müsste allerdings ca. 1m lang sein, auf beiden Seiten des Balkens ca. 40cm.
Die Auflagerlast lisgt bei ca. 30kN vom Dach.
Was haltet ihr davon oder kennt ihr andere Lösungen?
Cool wäre auch, wenn es eine Konsole gibt so ähnlich wie von Halfen (https://www.halfen.com/de_CH/produktbereiche/beton/bewehrungssysteme/stahlbauanschluesse-und-stahlkonsolen, https://www.halfen.com/PDF-Dateien/Druckschriften/Technische%20Produktinformationen/HUC_Leviat_16-1.pdf) allerdings als "Schuh".
Oder gibt es auch eine Lösung mittels Gewindestangenauflager?
Besten Dank euch schon mal
Markus
ich habe eine Frage wie man solch ein Problem am besten löst:
Der Ringanker (24x24cm) geht an Oberkante-Wand ums Haus und nimmt die Zugkräfte auf, sollte daher geschlossen sein und mit Bewehrung betoniert werden (z.b. 4x10 Eisen).
Aufgrund der Dachkonstruktion muss ein Holzträgerbalken (B/H: 20x28cm) auf der Wand aufgelagert (ca. 20cm Tiefe) werden, daher der Ringanker unterbrochen werden (Wandstärke 24cm)
Daher die Überlegung, dass man solche Ankerplatten (Ankerplatte APL | www.pfeifer.info) zur Zugübertragung einbetoniert bzw. in den Ringanker einlegt --> es müsste allerdings ca. 1m lang sein, auf beiden Seiten des Balkens ca. 40cm.
Die Auflagerlast lisgt bei ca. 30kN vom Dach.
Was haltet ihr davon oder kennt ihr andere Lösungen?
Cool wäre auch, wenn es eine Konsole gibt so ähnlich wie von Halfen (https://www.halfen.com/de_CH/produktbereiche/beton/bewehrungssysteme/stahlbauanschluesse-und-stahlkonsolen, https://www.halfen.com/PDF-Dateien/Druckschriften/Technische%20Produktinformationen/HUC_Leviat_16-1.pdf) allerdings als "Schuh".
Oder gibt es auch eine Lösung mittels Gewindestangenauflager?
Besten Dank euch schon mal
Markus
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Hallo Markusba,
schau mal hier: Ringanker mit Aussparung oder Auflager für Trägerbalken. Da wird jeder fündig!
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N
Nichtganz05.05.26 22:20Die Unterbrechung des Ringankers ist statisch gesehen tatsächlich kritisch, auch wenn die 30kN erstmal überschaubar wirken. Die Idee mit den Ankerplatten kann funktionieren, setzt aber eine saubere Bemessung und vor allem eine sichere Verankerungslänge voraus, sonst verlierst du genau die durchlaufende Zugwirkung, die der Ringanker leisten soll. In der Praxis wird das oft unterschätzt, gerade bei nur 24cm Wandstärke.
Naheliegender wäre aus meiner Sicht, die Bewehrung seitlich am Auflager vorbeizuführen und ausreichend zu übergreifen, sodass die Zugkräfte weiterhin geschlossen umlaufen können. Das ist konstruktiv meist einfacher und reduziert Fehler beim Einbau, auch wenn es auf den ersten Blick weniger „massiv“ wirkt.
Gewindestangenlösungen sehe ich eher kritisch, weil sie zu konzentrierten Lastabtragungen führen, die in Mauerwerk nicht ideal sind. Eine Konsole kann funktionieren, muss aber exakt auf die Lasten und Randbedingungen abgestimmt werden, wirtschaftlich ist das im Wohnbau oft grenzwertig.
Naheliegender wäre aus meiner Sicht, die Bewehrung seitlich am Auflager vorbeizuführen und ausreichend zu übergreifen, sodass die Zugkräfte weiterhin geschlossen umlaufen können. Das ist konstruktiv meist einfacher und reduziert Fehler beim Einbau, auch wenn es auf den ersten Blick weniger „massiv“ wirkt.
Gewindestangenlösungen sehe ich eher kritisch, weil sie zu konzentrierten Lastabtragungen führen, die in Mauerwerk nicht ideal sind. Eine Konsole kann funktionieren, muss aber exakt auf die Lasten und Randbedingungen abgestimmt werden, wirtschaftlich ist das im Wohnbau oft grenzwertig.