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ᐅ Kauf eines Fertighauses - Machbarkeit

Erstellt am: 12.05.26 10:12
H
Hausweg
Hallo zusammen,

meine Frau und ich beschäftigen uns aktuell intensiv mit dem Thema Hauskauf und würden gerne ein paar Meinungen bzw. Erfahrungen hören, da wir etwas zwischen Vernunft und „jetzt oder nie“-Gefühl hängen.

Zu uns:

 ich 43 meine Frau 40   1 gemeinsames Kind 4 Jahre alt 
gemeinsames Nettoeinkommen ich 2500 Euro meine Frau hängt ein bißchen von den zuschlägen ab aber so ca. 2450 Euro damit rechnen wir jetzt erstmal
ich arbeite im öffentlichen Dienst
meine Frau ist examinierte Altenpflegerin, aktuell noch befristet hat den Job gewechselt 01/26 war vorher WG Leitung, ihr wurde vom neuen Arbeitgeber gesagt es hat nix mit ihrer Qualifizierung zutun jeder bekommt erstmal 1 Jahr befristet wenn man sich dann beschnuppert hat gibt es unbefristet.

Da mach ich mir auch keine Sorgen sie war in den letzten 15 Jahren in der Branche nicht einen Tag arbeitslos.

Eigenkapital ist leider kaum vorhanden. Wenn wir alles zusammenkratzen, kommen wir vielleicht auf ca. 11.000 €

Wir haben inzwischen bereits ein erstes Finanzierungsgespräch bei der LBS gehabt und grundsätzlich positives Feedback bekommen. 

Zitat:

Die Rate beträgt ca. 1570 EUR pro Monat
Die Finanzierung besteht aus folgenden Bausteinen:

a) Annuitätendarlehen der Bank über ca. 163.000 EUR
b) Tilgungsausgesetztes Darlehen der KFW über 100.000 EUR
c) Bausparvertrag als Tilgungsersatzprodukt für das KFW Darlehen, der dafür sorgt, dass Sie hier keinerlei Zinsänderungsrisiken nach Auslauf der Sollzinsbindung in 10 Jahren haben.

Zum Haus : 

Fertighaus von Streif Haus
Kaufpreis 249k   Inkl. Nebenkosten ca. 275K
Wohnfläche 117 m2
Eigentumsgrundstück ca. 751 m2
Baujahr 1980er
Energieklasse F
Ölheizung von 1997
trockener Keller
Sauna im Keller
allerdings wohl Asbest unter der Außenfassade bzw. hinter der Verkleidung. Fassade aber nicht Brüchig oder beschädigt. 

Mein großes Problem:
Ich bin absolut kein Handwerker
Ich suche kein Luxushaus, aber auch keine komplette Baustelle, die mich finanziell oder nervlich auffrisst.

Andererseits habe ich mit Anfang 40 auch das Gefühl, dass die Zeit langsam davon läuft und gute Häuser in unserer Gegend inzwischen eher Richtung 350k+ gehen.

Aktuell wohnen wir zur Miete in einem Reihenendhaus seit 7 Jahren mit einer Miete + Betriebskosten 930 Euro einmal im Jahr dann noch Heizöl Tanken + Strom und Wasser an die Stadtwerke 200 Euro. 

Mich würden ehrliche Einschätzungen interessieren:

Wie kritisch seht ihr das Asbest-Thema? Uns wurde von der LBS geraten eine Einschätzung eines Baugutachters einzuholen. 
Wie hoch würdet ihr die monatliche Gesamtbelastung realistisch ansetzen?
Würdet ihr bei unserer Situation eher noch warten oder sagen: wenn das Haus passt, machen? Oder gar davon abraten?

Danke euch
J
Joedreck
15.05.26 16:02
Bei dem Haus liegen genau jetzt (eigentlich vor 10 Jahren) einige Arbeiten an. Ich gehe mal davon aus, dass die Wasserleitungen aus Kupfer sind. Die Elektrik hoffentlich 3 adrig.
Aber es geht weiter: Heizung alt, Haus mit wenig Dämmung, Fenster sollten unbedingt gemacht werden, die Elektrik wahrscheinlich ein wenig erweitert werden. Fertighäuser sind oft belastet - eine Messung ist mindestens erforderlich. Warum die Kredite da waren wäre auch noch wichtig. Jugendsünden? Für Urlaube? 
Auch ich sehe es wirklich kritisch. Mein Haus selbst im Antrag kostet unter 900€. Die echten monatlichen Kosten sind bei fast 1500€. Und das bei besserer Dämmung und keinen Sanierungsstau.