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ᐅ KALLAX mit Magneten verschließen – wie funktioniert das?

Erstellt am: 11.07.22 08:37
J
JOKATO
J
JOKATO
11.07.22 08:37
Hallo zusammen, ich beschäftige mich gerade mit einer Idee, wie man die KALLAX Regale von IKEA mittels Magneten verschließen kann. Meine Frage dazu ist: Wie funktioniert das Prinzip des magnetischen Verschlusses bei KALLAX-Schränken konkret? Konkret interessieren mich dabei vor allem die Art und Stärke der Magnete, die Montage an den Türen oder den Fächern und ob es spezielle Einbaulösungen oder Zubehör gibt, das man für diesen Zweck empfehlen kann. Auch wäre interessant zu wissen, welche Vor- und Nachteile diese Methode gegenüber klassischen Verschlussmechanismen wie Riegeln oder Griffen bietet. Ich würde mich über fachkundige Tipps und Erfahrungen freuen, damit ich mir eine realistische Einschätzung für mein Projekt machen kann. Danke im Voraus!
N
naujon
11.07.22 09:05
Hallo JOKATO,

zum Verschließen von KALLAX-Regalen mit Magneten gibt es einige praktikable Ansätze. Grundsätzlich werden starke Neodym-Magnete verwendet, weil sie trotz ihrer kleinen Größe genügend Haftkraft zum zuverlässigen Schließen bieten.

Die Montage erfolgt meist durch das Aufkleben oder Verschrauben der Magnete an den Türinnenseiten und an der entsprechenden Gegenfläche im Regal. Dabei ist es wichtig, dass die Magnete so positioniert werden, dass sie exakt aufeinander treffen, um die volle Kraft zu entfalten. Verbindendes Material wie kleine Metallplatten oder Gegenstücke aus Stahl sorgen für den magnetischen Abschluss.

Typischerweise verwendet man Scheibenmagnete mit einem Durchmesser von 10-15 mm und einer Stärke von 2-5 kg Haltekraft, je nachdem, wie schwer die Tür ist.

Vorteil dieser Lösung ist, dass die Türen bündig bleiben, ohne sichtbare Riegel oder Knöpfe, was optisch schön wirkt. Nachteil ist jedoch, dass starke Magnete selten eine Kindersicherung bieten, da sie nicht abschließen, sondern nur halten.

Mein Tipp: vor der Montage unbedingt ausprobieren, ob die Magnetstärke ausreicht, sonst besteht die Gefahr, dass die Türen von selbst aufgehen.
F
faso31
11.07.22 09:38
naujon schrieb:
Typischerweise verwendet man Scheibenmagnete mit einem Durchmesser von 10-15 mm und einer Stärke von 2-5 kg Haltekraft

Das ist ein interessanter Ansatz, aber ich frage mich, ob diese Angaben wirklich praxisrelevant sind? Bei meinen bisherigen Tests mit Magneten in Möbelserien musste ich feststellen, dass selbst stärkere Neodym-Magnete oft nicht die notwendige Haltekraft bieten, wenn die Tür häufiger bewegt wird oder wenn das Möbelstück leicht wackelt.

Weiterhin ist zu bedenken, dass Magnete anfällig für Verschleiß sind, wenn die Oberflächen nicht optimal geglättet sind. Ich würde also empfehlen, neben der Magnetstärke auch die Materialbeschaffenheit und die Anbringungsweise sehr sorgfältig zu prüfen.

Gibt es denn vielleicht Erfahrungen mit winkelbaren oder federnden Halterungen, die die Magnetkraft zusätzlich unterstützen? Oder eine sichere Kombi von Magneten und mechanischen Verriegelungen?
G
gilen
11.07.22 10:07
Hallo zusammen,

ich hatte selbst vor einiger Zeit versucht, mein KALLAX mit Magneten zu verschließen. Wichtig ist dabei, die Magnete auf MDF- oder Spanplatten gezielt zu platzieren, da das Material selbst wenig Flair für Magnetismus bietet.

Ich empfehle, zusätzlich kleine Stahlplatten zu montieren, die genau gegenüber den Magneten angebracht werden. Andernfalls wirkt der Magnet nur auf Holz oder Kunststoff – das schwächt die Haltekraft erheblich.

Für die Montage habe ich dünne selbstklebende Neodym-Scheibenmagnete verwendet (ca. 12 mm Durchmesser, 3 mm Höhe), diese halten meine Türen gut zu, ohne dass ich Gewalt aufwenden muss. Jedoch habe ich die Magnete zusätzlich mit winzigen Schrauben fixiert, weil der Kleber über Zeit nachlässt.

Falls man die Türen häufig öffnet, sollte man die Magnetteile genau entgraten, um Kratzer zu vermeiden.

Wenn es um Kindersicherheit geht, sind Magnetverschlüsse wie erwähnt ungeeignet, da Kinder sie recht leicht öffnen können.
K
KNUTGI
11.07.22 11:50
Magnetische Verschlüsse für KALLAX, das klingt spannend! 🙂

Ich habe es selber mal mit kleinen Einbausetzungen probiert, die im Prinzip aus Magneten und Metallplättchen bestehen. Funktioniert super, hat aber einen kleinen Haken – die Türen klicken manchmal etwas laut beim Zuschlagen. Das finde ich je nach Situation charmant oder störend.

Was ich besonders cool finde: Du kannst die Magnetsysteme ziemlich unsichtbar anbringen, also ordentlich für’s Auge und praktisch für kleine Hände, weil man keine Griffe zum Drücken braucht.

Wer's gerne noch eleganter will, kann auch auf "Magnetschnäpper" zugreifen – kleine mechanische Bauteile mit integrierten Magneten, die mehr Halt bieten, dafür aber minimal auftragen.

Mein Tipp: Vor der finalen Montage erst mal probeweise mit dem Magnetekeil ausprobieren und die richtige Stelle suchen – nicht dass’s hinterher kracht oder g'schmeidig knallt 😉
V
Victor54
11.07.22 16:20
naujon schrieb:
Vorteil dieser Lösung ist, dass die Türen bündig bleiben, ohne sichtbare Riegel oder Knöpfe

Interessante Beobachtung, jedoch sehe ich das etwas kritischer. Wenn die Türen wirklich bündig sein sollen, erfordert das eine sehr exakte Montage der Magnete und Gegenplatten. Das ist in der Praxis oft ein nennenswerter Aufwand, besonders bei den preisgünstigen KALLAX-Möbeln, die mit Fertigungstoleranzen ausgestattet sind.

Zudem frage ich mich, ob nicht langfristige Materialermüdung oder Verschiebungen durch Belastung die exakte Passform beeinträchtigen.

Was mich noch verwundert: Wie sieht's mit der Rückwirkung auf elektronische Geräte aus? Viele Nutzer platzieren im KALLAX-Technik oder kleine Boxen – gibt es da Bedenken bezüglich Magnetfeldern?

Würde mich über fundierte Einschätzungen freuen, die diesen Punkt adressieren.