ᐅ Altbau Dämmung via VHF Auslegung+Statik
Erstellt am: 01.04.26 10:17
J
Jan Hieber01.04.26 10:17Moin!
ich wohne in einem EFH von 1976, mit 30 cm Hochlochziegel gebaut. Jetzt wurde es geteilt und wird von 2 Familien bewohnt.
Dach und Fenster wurden bereits saniert, aber die Heizkosten sind immer noch hoch.
2 Stockwerke, 2 Parteien. +Keller
ca 250 m² Wohnfläche. ca 4000 € Gas / Jahr.
Jetzt möchte ich die Fassade in Eigenleistung (mit Helfern) dämmen.
Ich habe einen Energieberater an der Hand der mir sagt wo und wie sich das lohnen wird.
Ich habe hier aber fragen zur Umsetzung, zur Statik um genau zu sein.
Der Aufbau:

Z-Träger:
* Angelehnt an https://passipedia.de/_media/baulich/baulich/diy-anleitung_z-traeger.pdf
* Baue ich selbst, aus 70x45 Douglasie Konstruktionsholz + 5mm Hartfaserplatten oder OSB
Füllung: Zellulose eingeblasen
Die Zellulose wird durch 35mm STEICO universal dry Holzfaserplatten auf den Z-Trägern gehalten.
Vorhang mit 24mm Lärchebrettern.
Die Z-Träger werden vermutlich 16cm Stark. Zusammen mit den Holzfaserplatten komme ich auf einen finalen U-Wert von 0,19.
Ich weiß, man könnte/sollte vielleicht mehr machen. Aber ich will die Wand nicht zu dick machen wegen der Sicht aus den Fenstern und anderen baulichen Gegebenheiten.
Meine Frage zur Statik:
Wie soll ich die Z-Träger an der Mauer befestigen? Würde gerne durch das K-Holz in die Mauer bohren, also keine Winkel.
* mit Mauerwerkschrauben? Wenn ja, wie lang, was muss ich beachten?
* mit Dübeln? Wenn ja, welche wären geeignet?
Das muss ja nachher einiges an Gewicht tragen... Zellulose ca 7kg/m² bei 16cm. + Holzfaserplatten + Lärchebretter
Den Rest würde ich mit Spax verschraubt, also Holzfaserplatten und die Lattung.
* Holzfaserplatten mit Spax in Z-Träger fixieren
* Konterlattung (vertikal) durch die Holzfaser in die Z-Träger schrauben
* Querlattung (horizontal) durch die Holzfaser in die Z-Träger schrauben
Was ist eure Meinung dazu? Seid gnädig mit mir, ich bin zwar handwerklich begabt aber kein Bauphysiker...
Soll ich mir die Statik/Befestigung von einem Statiker oder Zimmermann berechnen/bestätigen lassen?
Grüße vom Bodensee
Jan
ich wohne in einem EFH von 1976, mit 30 cm Hochlochziegel gebaut. Jetzt wurde es geteilt und wird von 2 Familien bewohnt.
Dach und Fenster wurden bereits saniert, aber die Heizkosten sind immer noch hoch.
2 Stockwerke, 2 Parteien. +Keller
ca 250 m² Wohnfläche. ca 4000 € Gas / Jahr.
Jetzt möchte ich die Fassade in Eigenleistung (mit Helfern) dämmen.
Ich habe einen Energieberater an der Hand der mir sagt wo und wie sich das lohnen wird.
Ich habe hier aber fragen zur Umsetzung, zur Statik um genau zu sein.
Der Aufbau:
Z-Träger:
* Angelehnt an https://passipedia.de/_media/baulich/baulich/diy-anleitung_z-traeger.pdf
* Baue ich selbst, aus 70x45 Douglasie Konstruktionsholz + 5mm Hartfaserplatten oder OSB
Füllung: Zellulose eingeblasen
Die Zellulose wird durch 35mm STEICO universal dry Holzfaserplatten auf den Z-Trägern gehalten.
Vorhang mit 24mm Lärchebrettern.
Die Z-Träger werden vermutlich 16cm Stark. Zusammen mit den Holzfaserplatten komme ich auf einen finalen U-Wert von 0,19.
Ich weiß, man könnte/sollte vielleicht mehr machen. Aber ich will die Wand nicht zu dick machen wegen der Sicht aus den Fenstern und anderen baulichen Gegebenheiten.
Meine Frage zur Statik:
Wie soll ich die Z-Träger an der Mauer befestigen? Würde gerne durch das K-Holz in die Mauer bohren, also keine Winkel.
* mit Mauerwerkschrauben? Wenn ja, wie lang, was muss ich beachten?
* mit Dübeln? Wenn ja, welche wären geeignet?
Das muss ja nachher einiges an Gewicht tragen... Zellulose ca 7kg/m² bei 16cm. + Holzfaserplatten + Lärchebretter
Den Rest würde ich mit Spax verschraubt, also Holzfaserplatten und die Lattung.
* Holzfaserplatten mit Spax in Z-Träger fixieren
* Konterlattung (vertikal) durch die Holzfaser in die Z-Träger schrauben
* Querlattung (horizontal) durch die Holzfaser in die Z-Träger schrauben
Was ist eure Meinung dazu? Seid gnädig mit mir, ich bin zwar handwerklich begabt aber kein Bauphysiker...
Soll ich mir die Statik/Befestigung von einem Statiker oder Zimmermann berechnen/bestätigen lassen?
Grüße vom Bodensee
Jan
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Hi Jan,
ich sehe schon, du bist auf einem guten Weg und hast dir schon einiges überlegt. 30 cm Hochlochziegel sind jetzt nicht gerade das beste, wenn es um Wärmespeicherung und Dämmeigenschaften geht, da kann die Außendämmung schon einiges an Potenzial heben. Aber klar, die 4000 € Gaskosten pro Jahr sprechen Bände. Wobei du bei der Dämmung natürlich immer die richtige Balance zwischen Dämmleistung und der baulichen Optik finden musst.
Zur Statik und vor allem der Befestigung der Z-Träger an der Wand: Bei 16 cm Stärke der Z-Träger und der späteren Last mit Zellulose und Holzfaserplatten solltest du schon etwas stabiler arbeiten. Mauerwerkschrauben sind eine gute Wahl, aber du musst sicherstellen, dass sie tief genug im Mauerwerk verankert sind. Da würde ich Dir auch keine Standard-Dübel empfehlen. Stattdessen solltest du speziell für diese Art von Wand (also Hochlochziegel) Schwerlastdübel verwenden – am besten Dübel, die auch bei weniger tragfähigen Mauerwerken gut halten, wie z.B. der Fischer Duopower oder Sormat RBS Dübel. Diese Dübel haben eine sehr gute Lastenverteilung und bieten eine hohe Haltekraft, auch bei der Wandbeschaffenheit wie bei Hochlochziegeln.
Wenn du keine Dübel nehmen möchtest, könnte die Option mit den Mauerwerkschrauben eine gute Alternative sein, solange du mit der richtigen Schraubentiefe und -länge arbeitest. Achte darauf, dass die Schrauben mindestens 80–100 mm in das Mauerwerk eindringen, um genug Zugkraft zu bekommen. Ich würde dir auch empfehlen, mit einem Statiker oder der Firma, die dir die Z-Träger liefert, nochmal die genaue Tragfähigkeit abzuklären, um sicherzustellen, dass du mit deiner Konstruktion auf der sicheren Seite bist.
Die Holzfaserplatten und die Zellulosefülle wirken ja auch ein bisschen wie eine „Riegel“ und verteilen die Last, aber wenn du die Wand nicht zu dick machen möchtest, solltest du bei der Z-Träger-Befestigung wirklich auf Qualität setzen. Schließlich muss das Ganze über Jahre hinweg halten und auch bei starker Feuchtigkeit oder Temperaturunterschieden stabil bleiben.
Noch ein Punkt, der mir wichtig erscheint: Die Verbindung zwischen Z-Träger und Wand ist entscheidend. Wenn da eine unzureichende Tragfähigkeit vorhanden ist, kann es langfristig zu Setzungen kommen, und das möchtest du natürlich vermeiden. Daher würde ich in diesem Fall eher mit den Schwerlastdübel arbeiten und nicht nur auf Schrauben setzen.
Dein Ansatz mit der Spax-Schraubtechnik für die Holzfaserplatten und die Lattung ist in Ordnung, solange die Dämmelemente gut fixiert sind. Aber bei der Befestigung an der Wand, wie gesagt, lieber auf Nummer sicher gehen.
ich sehe schon, du bist auf einem guten Weg und hast dir schon einiges überlegt. 30 cm Hochlochziegel sind jetzt nicht gerade das beste, wenn es um Wärmespeicherung und Dämmeigenschaften geht, da kann die Außendämmung schon einiges an Potenzial heben. Aber klar, die 4000 € Gaskosten pro Jahr sprechen Bände. Wobei du bei der Dämmung natürlich immer die richtige Balance zwischen Dämmleistung und der baulichen Optik finden musst.
Zur Statik und vor allem der Befestigung der Z-Träger an der Wand: Bei 16 cm Stärke der Z-Träger und der späteren Last mit Zellulose und Holzfaserplatten solltest du schon etwas stabiler arbeiten. Mauerwerkschrauben sind eine gute Wahl, aber du musst sicherstellen, dass sie tief genug im Mauerwerk verankert sind. Da würde ich Dir auch keine Standard-Dübel empfehlen. Stattdessen solltest du speziell für diese Art von Wand (also Hochlochziegel) Schwerlastdübel verwenden – am besten Dübel, die auch bei weniger tragfähigen Mauerwerken gut halten, wie z.B. der Fischer Duopower oder Sormat RBS Dübel. Diese Dübel haben eine sehr gute Lastenverteilung und bieten eine hohe Haltekraft, auch bei der Wandbeschaffenheit wie bei Hochlochziegeln.
Wenn du keine Dübel nehmen möchtest, könnte die Option mit den Mauerwerkschrauben eine gute Alternative sein, solange du mit der richtigen Schraubentiefe und -länge arbeitest. Achte darauf, dass die Schrauben mindestens 80–100 mm in das Mauerwerk eindringen, um genug Zugkraft zu bekommen. Ich würde dir auch empfehlen, mit einem Statiker oder der Firma, die dir die Z-Träger liefert, nochmal die genaue Tragfähigkeit abzuklären, um sicherzustellen, dass du mit deiner Konstruktion auf der sicheren Seite bist.
Die Holzfaserplatten und die Zellulosefülle wirken ja auch ein bisschen wie eine „Riegel“ und verteilen die Last, aber wenn du die Wand nicht zu dick machen möchtest, solltest du bei der Z-Träger-Befestigung wirklich auf Qualität setzen. Schließlich muss das Ganze über Jahre hinweg halten und auch bei starker Feuchtigkeit oder Temperaturunterschieden stabil bleiben.
Noch ein Punkt, der mir wichtig erscheint: Die Verbindung zwischen Z-Träger und Wand ist entscheidend. Wenn da eine unzureichende Tragfähigkeit vorhanden ist, kann es langfristig zu Setzungen kommen, und das möchtest du natürlich vermeiden. Daher würde ich in diesem Fall eher mit den Schwerlastdübel arbeiten und nicht nur auf Schrauben setzen.
Dein Ansatz mit der Spax-Schraubtechnik für die Holzfaserplatten und die Lattung ist in Ordnung, solange die Dämmelemente gut fixiert sind. Aber bei der Befestigung an der Wand, wie gesagt, lieber auf Nummer sicher gehen.