ᐅ Bewertung Grünland mit Scheune
Erstellt am: 31.03.26 08:48
M
Musketier31.03.26 08:48Hi,
ich brauche mal Erfahrungswerte.
Wir haben gemeinsam mit unseren Nachbarn hinter unseren Grundstücken einen Grünstreifen, der nach § 5(5) sächsischen Bestattungsgesetz nicht mit Wohnbebauung bzw. gewerblicher Bebauung genutzt werden kann. Es gibt zwar einen Ausnahmetatbestand, dass niedrigere Abstände als 35m zulässig sind, wenn die Ruhe und Würde des Friedhofs nicht wesentlich beeinträchtigt ist.
Die anderen 4 Nachbarn haben schon länger Interesse an dem jeweiligen Teil des Grünsteifens gegenüber dem Eigentümer bekundet, was bisher durch teilweise Verpachtung gelöst wurde. Wir haben das bisher nicht großartig vorangetrieben, da auf dem Grundstücksteil hinter uns eine Holzscheune steht, die wir nicht unbedingt benötigen.
Die Scheune selbst wird aktuell zur Aufbewahrung von Heu und ein paar Monate im Jahr als Stall für 2-3 Schafe genutzt, wenn sie auf dem Grünstreifen weiden.
Jetzt hat der Vater des Eigentümers mir erzählt, dass ihm das mit den Schafen, dem Heu und dem Grundstück alles zu viel wird, da er älter als 85 Jahren ist.
Der Eigentümer selbst wohnt ein paar Dörfer weiter, wird also nicht jeden Tag wegen 2-3 Schafen vorbeikommen.
Ich habe nun die Befürchtung, dass entweder das Grundstück unbewirtschaftet bleibt, was dazu führt, dass sich die Unkräuter massiv vermehren, wenn nicht ab und zu die Schafe abweiden oder dass jemand anders das Grundstück übernimmt. Ich habe deshalb auch mein Interesse an dem Grundstücksteil bekundet, da wir das Grundstück gern gärtnerisch nutzen würden.
Der Vater wollte das nun an seinen Sohn herantragen.
Jetzt bin ich mir nicht sicher, was ein fairer Preis wäre, falls von uns ein Preisvorschlag kommen soll.
Der Grundstücksteil selbst ist zwar in BORIS (Bodenrichtwerte Sachsen) mit dem gleichen Preis wie unsere Baugrundstücke eingetragen. Das widerspricht aber dem, dass das Grundstück nicht bebaut werden kann. Auf der Bewertungsseite von den Finanzbehörden, welche auch für die Ermittlung der Grundsteuer herangezogen werden ist das Grundstück als Grünland mit knapp unter 9€ bewertet. Der Grundstücksteil selbst hinter unserem Haus wären irgendwas zwischen 550 und 600m². In Summe über alle Grundstücke ist der Grünstreifen also um die 3000m²
Hier könnte man sich bezüglich des Preises aber gemeinsam mit den Nachbarn abstimmen.
Gibt es dazu Erfahrungswerte, wie Grünland in der Praxis bewertet wird.
Noch weniger weiß ich, was die Scheune wert sein könnte. Ich war vor Jahren mal drin, habe aber keine Bilder.
Die Holzscheune (geschätzte 50-60m²) hat ein Ziegeldach (vermutlich auch dicht), steht auf der Erde ohne Boden und hat soweit ich mich erinnern kann einen Teil, der als Zwischenboden für die Heulagerung genutzt wird. Da ich keine Bilder ohne Erlaubnis einstellen möchte, verweise ich mal auf das erste Bild in Wikipedia unter dem Begriff Scheune. So könnte man sich das ganze vorstellen. Die Scheune selbst ist angeblich aus Resten von anderen Gebäuden entstanden (Holz, Dachziegel, Dachrinne), macht aber einen soliden Eindruck. Strom/Wasser liegen aktuell nicht an.
Einen Verwendungszweck für die Scheune (außer vielleicht als Abstellfläche und zum Regenwasser sammeln) hätte ich aktuell nicht.
Trotzdem wird die sicherlich einen Wert für den Verkäufer haben.
Gibt es dazu Erfahrungswerte?
Für etwas Streuobst, eine paar Gemüse- und Staudenbeete wollen wir natürlich auch keine Unsummen ausgeben.
ich brauche mal Erfahrungswerte.
Wir haben gemeinsam mit unseren Nachbarn hinter unseren Grundstücken einen Grünstreifen, der nach § 5(5) sächsischen Bestattungsgesetz nicht mit Wohnbebauung bzw. gewerblicher Bebauung genutzt werden kann. Es gibt zwar einen Ausnahmetatbestand, dass niedrigere Abstände als 35m zulässig sind, wenn die Ruhe und Würde des Friedhofs nicht wesentlich beeinträchtigt ist.
Die anderen 4 Nachbarn haben schon länger Interesse an dem jeweiligen Teil des Grünsteifens gegenüber dem Eigentümer bekundet, was bisher durch teilweise Verpachtung gelöst wurde. Wir haben das bisher nicht großartig vorangetrieben, da auf dem Grundstücksteil hinter uns eine Holzscheune steht, die wir nicht unbedingt benötigen.
Die Scheune selbst wird aktuell zur Aufbewahrung von Heu und ein paar Monate im Jahr als Stall für 2-3 Schafe genutzt, wenn sie auf dem Grünstreifen weiden.
Jetzt hat der Vater des Eigentümers mir erzählt, dass ihm das mit den Schafen, dem Heu und dem Grundstück alles zu viel wird, da er älter als 85 Jahren ist.
Der Eigentümer selbst wohnt ein paar Dörfer weiter, wird also nicht jeden Tag wegen 2-3 Schafen vorbeikommen.
Ich habe nun die Befürchtung, dass entweder das Grundstück unbewirtschaftet bleibt, was dazu führt, dass sich die Unkräuter massiv vermehren, wenn nicht ab und zu die Schafe abweiden oder dass jemand anders das Grundstück übernimmt. Ich habe deshalb auch mein Interesse an dem Grundstücksteil bekundet, da wir das Grundstück gern gärtnerisch nutzen würden.
Der Vater wollte das nun an seinen Sohn herantragen.
Jetzt bin ich mir nicht sicher, was ein fairer Preis wäre, falls von uns ein Preisvorschlag kommen soll.
Der Grundstücksteil selbst ist zwar in BORIS (Bodenrichtwerte Sachsen) mit dem gleichen Preis wie unsere Baugrundstücke eingetragen. Das widerspricht aber dem, dass das Grundstück nicht bebaut werden kann. Auf der Bewertungsseite von den Finanzbehörden, welche auch für die Ermittlung der Grundsteuer herangezogen werden ist das Grundstück als Grünland mit knapp unter 9€ bewertet. Der Grundstücksteil selbst hinter unserem Haus wären irgendwas zwischen 550 und 600m². In Summe über alle Grundstücke ist der Grünstreifen also um die 3000m²
Hier könnte man sich bezüglich des Preises aber gemeinsam mit den Nachbarn abstimmen.
Gibt es dazu Erfahrungswerte, wie Grünland in der Praxis bewertet wird.
Noch weniger weiß ich, was die Scheune wert sein könnte. Ich war vor Jahren mal drin, habe aber keine Bilder.
Die Holzscheune (geschätzte 50-60m²) hat ein Ziegeldach (vermutlich auch dicht), steht auf der Erde ohne Boden und hat soweit ich mich erinnern kann einen Teil, der als Zwischenboden für die Heulagerung genutzt wird. Da ich keine Bilder ohne Erlaubnis einstellen möchte, verweise ich mal auf das erste Bild in Wikipedia unter dem Begriff Scheune. So könnte man sich das ganze vorstellen. Die Scheune selbst ist angeblich aus Resten von anderen Gebäuden entstanden (Holz, Dachziegel, Dachrinne), macht aber einen soliden Eindruck. Strom/Wasser liegen aktuell nicht an.
Einen Verwendungszweck für die Scheune (außer vielleicht als Abstellfläche und zum Regenwasser sammeln) hätte ich aktuell nicht.
Trotzdem wird die sicherlich einen Wert für den Verkäufer haben.
Gibt es dazu Erfahrungswerte?
Für etwas Streuobst, eine paar Gemüse- und Staudenbeete wollen wir natürlich auch keine Unsummen ausgeben.
Bei manchen Grundstücken muss man bei Boris BW auswählen ob es Bauland, Grünland oder beispielsweise Wald ist.
Dann ist das Land das Wert, was jemand bereit ist zu zahlen.. Grünland nahe am Innenbereich wurde bei den letzten Verkäufen hier die ich mitbekommen habe etwa 50% über dem Grünlandpreis verhandelt. Bei uns sind das aber auch nur 3€ pro Quadratmeter.
Dann ist das Land das Wert, was jemand bereit ist zu zahlen.. Grünland nahe am Innenbereich wurde bei den letzten Verkäufen hier die ich mitbekommen habe etwa 50% über dem Grünlandpreis verhandelt. Bei uns sind das aber auch nur 3€ pro Quadratmeter.
H
hanghaus202331.03.26 11:13Erst mal fragen was der Eigentümer haben will. Eventuell will der gar nicht verkaufen. Dann ein Angebot machen. 30k ist angemessen. Du kannst natuerlich auch sagen BRW 9 Euro und Abriss 10k dann sind es 17k.
N
nordanney31.03.26 11:33Musketier schrieb:
Gibt es dazu Erfahrungswerte, wie Grünland in der Praxis bewertet wird.Angebot und Nachfrage.
Wenn man aber ehrlich ist, ist der Preis fast egal. Ob es 6€, 9€ oder 15€ sind. Ihr WOLLT doch das Grundstück haben aus verschiedenen Gründen.
Also schaut bei Boris nach dem Preis für Nicht-Bauland (je nachdem, was bei euch ausgewiesen wird)
M
Musketier31.03.26 11:45Erst mal fragen was der Eigentümer haben will. Eventuell will der gar nicht verkaufen. Dann ein Angebot machen. 30k ist angemessen. Du kannst natuerlich auch sagen BRW 9 Euro und Abriss 10k dann sind es 17k.Du hast recht. Ob er überhaupt verkaufen würde ist ja noch fraglich. Ich möchte nur nicht unvorbereitet sein.
Bisher wollte er nur Teile verpachten und hat das Restgrundstück mit Wiese und Scheune für sich behalten und der Vater hats bewirtschaftet.
Deswegen hab ich da auch bisher kein Interesse gehabt, eine Grundstück mit Scheune zu pachten für die ich keine Verwendung habe und wo ich für deren Erhaltung ggf. aufkommen müsste.
Jetzt stellt sich die Situation etwas anders dar, wenn der Vater das Grundstück nicht mehr bewirtschaften kann. Dann wird es ggf. Aufwand für den Eigentümer.
Ich vermute du hast in der Berechnung die 3000m² x9 €/m² gerechnet und 10k abgezogen?
Der Grundstücksteil, den wir kaufen würden, wären nur ca. 600m². Den Rest müssten unsere jeweiligen Nachbarn kaufen.
H
hanghaus202331.03.26 11:51Musketier schrieb:
Ich vermute du hast in der Berechnung die 3000m² x9 €/m² gerechnet und 10k abgezogen?Nein, ich habe 3000*9 und dann aufgerundet 3k für die alte Scheune. Wie alt ist die denn?