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ᐅ Elektroplanung zukunftssicher planen

Erstellt am: 02.11.21 12:37
E
exto1791
Hallo zusammen,

in ca. 3 Wochen sollten wir unsere Elektroplanung vor Ort final festlegen. Leider ist unser Elektriker eher etwas "altbacken" wodurch es mir schwer fällt hier fundiert eine Elektroplanung für die Zukunft gemeinsam mit ihm zu planen - somit bin ich aktuell dran mir selbst hierzu etwas Wissen anzueignen, so dass die Vernetzung in unserem Einfamilienhaus grundsätzlich zukunftssicher ist.

Prinzipiell geht es um die LAN-Vernetzung... LAN-Anschlussdosen sind relativ preisintensiv, wodurch sicherlich eine ordentliche Planung noch wichtiger ist.

Zu uns:

- Mitte/Ende 20 - Paar ohne Kinder. Geplant: 2 Kinder in naher Zukunft.
- Einfamilienhaus mit Nutz-Keller, 2 Vollgeschosse und komplett mit Betondecken ausgestattet
- Technikraum im Keller mit Luft-Wasser-Wärmepumpe, Lüftungsanlage, Photovoltaikanlage
- im EG soll planmäßig im Büro der Router stehen
- im OG befinden sich Bad / Schlafzimmer / 2 Kinderzimmer
- keine SAT-Schüssel und kein Kabelfernsehen ---> wir werden ausschließlich Internet-TV nutzen!


Nun tue ich mir schwer unser Einfamilienhaus sinnvoll aber möglichst kostengünstig optimal zu vernetzen.

Folgende Fragen habe ich:

1. etwas "am Thema vorbei": im Wohnzimmer würde ich gerne einen Unterputzkanal an der Wand des TV's legen lassen (TV soll an die Wand kommen), so dass keine Kabel sichtbar sind. Ist dies sinnvoll und bezahlbar? Die genauen Preise werde ich dann noch von meinem Elektriker einholen lassen, sofern dies überhaupt Sinn macht. Macht es dann auch Sinn evtl. Steckdosen in Höhe des TV's anzubringen? Wie plant ihr die Anschlüsse an eurer Wohnwand sinnvoll? Was ist zu beachten?

Da wir eine Magenta TV-Box planen und somit IP-TV nutzen werden, sind sicherlich insgesamt 4 LAN-Steckplätze im Wohnwandbereich sinnvoll, oder?

2. Wie viel LAN-Dosen und vor allem wo sollten LAN-Dosen eingesetzt werden? Vor allem: welches Kabel? CAT6 ausreichend?
--> Solch eine Doppel-Lan-Dose liegt sicherlich bei knappen 200,00€, wodurch auch wirklich sinnvoll geplant werden soll.
Ist es wirklich notwendig in Kinderzimmern 2x 2 Doppel-LAN-Dosen direkt zu installieren? Ich frage mich immer: Was soll denn dort alles eingestöpselt werden??
1 Steckplatz für TV und 1 Steckplatz für ein Multimediagerät sollte doch ausreichend sein? Somit sind doch sicherlich 4 Anschlüsse überdimensioniert, korrekt?

Fakt ist: Bis unsere Kinder diese Dosen mal nutzen werden dauert es sicherlich Jahre / Jahrzehnte... Wer weiß was sich hier noch alles verändern wird? Deswegen könnten wir sicherlich auch kostengünstig in Form von Leerrohren arbeiten oder nicht?

Gibt es eventuell auch die Möglichkeit an einer vorhandenen Doppeldose im Nachhinein noch "abzuzweigen", so dass ich weitere Anschlüsse für den Raum erreichen kann? Worauf sollte hier geachtet werden? Oder sollte man sich überlegen an einer anderen Stelle im Zimmer ein Leerrohr hierfür vorbereiten zu lassen, so dass hier im Nachgang noch eine Dose installiert werden kann?

3. Wie löst man das "Problem" mit dem Router? 1 Router im Büro (EG) unterbringen, LAN-Dosen in den vorhandenen Schlafräumen im OG anbringen, so dass ich hier eine stabile LAN-Verbindung habe? Oder ist zwingend ein Router im OG notwendig?

4. Wie wichtig sind LAN-Anschlüsse im Technikraum? Sollte nicht eventuell sogar der Router zwingend im Technikraum stehen? Durch die Betondecke zum EG benötigt man aber somit sicher noch einen weiteren Router? Wie sollte man die Siutation mit einem Keller handhaben?

5. Was haltet ihr davon Leerrohre für CAT-Kabel in der Küche / Diele etc. verlegen zu lassen um im Nachgang nachrüsten zu können? Ist dies im Neubau relativ kostengünstig möglich?


Ich würde mich über jegliche Resonanz freuen, so dass wir unsere Planung bestmöglich machen können 🙂
H
hampshire
03.11.21 08:42
Wenn es Dir nicht wichtig ist, dass die WLAN Geräte über alle Etagen miteinander kommunizieren, kannst Du eine erheblich billigere Lösung als die Unify Ufos an der Decke einsetzen. Wir haben das so gemacht und neben einer Fritzbox, die unseren Bereich mit WLAN abdeckt noch je einen <20€ TP-Link WLAN Router für jedes Kinderappartment und eines für den Hausanschlussraum gekauf, welches dort in einer LAN Dose steckt. Nun haben wir zwar 4 verschiedene WLAN aber in der Anwendung keinen nennenswerten Nachteil, da wir nicht netzübergreifende Anwendungen fahren und in den wenigen Momenten Daten eben alternativ transferieren. Vorteil: Die Kinder (20 und 22) administrieren ihr WLAN selbst und lassen ihren Besuch (so wie es in deren Kreisen üblich ist) rein wie sie wollen und für mein Netz habe ich eine kleine Absicherung eingebaut. Ich mag nicht jeden in mein WLAN lassen, auch nicht als "Gast".
OWLer03.11.21 09:26
MBPassion schrieb:

Zu den Access Points kann ich Dir auch nur raten, für diese direkt in die Decken Verlegekabel verlegen zu lassen. Das sieht dann gut (bzw. unauffällig) aus und bietet eine gute Abdeckung. Du solltest dem Elektriker mit auf den Weg geben, dass dafür eine tiefe Unterputzdose gewählt werden soll, weil man das terminierte Verlegekabel dann noch mit einem kurzen Patchkabel zum Access Point führen muss.




Genau so würde ich es jetzt auch machen! 🙄 Hinterher ist man immer schlauer. Dumm läuft das jetzt so, wie bei mir:

Weiße runde Decken-Einheit mit blauem Ring-Licht; Kabel führt von Gerät zur Wandsteckdose.


Also: z.B. Kaiserdose mittig in die Decken legen lassen und dann CAT-Kabel PoE-ready ziehen lassen. Tipp wäre auch noch im OG 2 Dosen vorzusehen, diagonal gegenüber gesetzt.
Ich habe nämlich mit dem LR Wifi6-Accesspoint im OG im Taiwan-Modus schon Empfangsprobleme in den OG-Gebäudeecken.
Im Keller habe ich eigentlich trotz Accesspoint fast nirgendwo empfang außer in den direkten Nachbarräumen.

Evtl. muss ich aber auch mal den 5Ghz-Zwang für die Performance-Geräte abschalten.
B
Benutzer200
03.11.21 09:43
OWLer schrieb:

Genau so würde ich es jetzt auch machen! 🙄 Hinterher ist man immer schlauer. Dumm läuft das jetzt so, wie bei mir:
Du weißt aber auch, dass es extra Wandlösungen von Unifi gibt?
OWLer03.11.21 09:47
Benutzer200 schrieb:

Du weißt aber auch, dass es extra Wandlösungen von Unifi gibt?
Ja weiß ich. Das Internet war der Meinung, dass die Decken-APs eine bessere Abdeckung/Reichweite haben. Und Decken-Accesspoint an die Wand hat eine einseitige Abstrahlung zur Folge.
opalau03.11.21 09:49
RotorMotor schrieb:

Sind die UFOs nicht genauso Wand geeignet?

Klar, aber es wird nicht so gut funktionieren wie an der Decke. Aber bevor ich so eine Häßlichkeit sehen muss, würde ich das Ufo an die Wand montieren.

Dazu kommt, dass das Ufo auch so wandnah auch nicht optimal ist und eher mittig in den Raum gehört.
B
Benutzer200
03.11.21 09:50
OWLer schrieb:

dass die Decken-APs eine bessere Abdeckung/Reichweite haben.
Das stimmt. Lässt sich aber online berechnen, ob und wie es klappt. Am Ende wahrscheinlich ähnlich der Frage, ob das Auto 250km/h oder 270km/h schafft.
accesspointwlan