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ᐅ Budget 600-800k bei ca. 10k Netto-Haushaltseinkommen?


Erstellt am: 30.08.25 00:42

Marvinius201622.09.25 22:59
Pablo84 schrieb:

Vielen Dank für die klasse Antwort. Das sind viele meiner Gedanken und es motiviert, dass du ähnliche Gedanken hast/hattest.

Hier ein allgemeines Update:

Hallo Leute,

Ich bin etwas abgetaucht. Aber nicht, weil das Thema mich nicht beschäftigt. Im Gegenteil, bin nochmal etwas tiefer in die Zahlen gegangen und habe mir auch „hochpreisiger“ Immobilien angesehen.
Ich muss auch nochmal klarstellen, dass die aufgezeigten Beispiele und Summen meist die „Outlier“ im Immobilienangebot waren und meist einen Haken hatten. Also, 600k in der B Lage ist dann quasi unteres Ende der B Lage (vielleicht nicht so schöne Straße, sehr kleiner Garten etc) und 800k in der A Lage ebenso. Was ich sagen will: Man kann vielleicht mit viel Glück für 600 oder 800k in den gewünschten Lagen etwas finden. Wenn ich aber „aus der Hüfte“ kaufen möchte, dann muss ich mindestens 100 bis 150k drauflegen.

Nun habe ich mal ein Objekt bzw. Neubau gefunden, welcher für uns eigentlich fast alles abdeckt (insbesodnere „Großlage“ und „Microlage“, etc.) Ich versuche mal zusammenzufassen:
  • Toller Stadtteil (kleines Stück weiter raus aber sehr beliebt bei Familien)
  • (Für uns) tolle Lage da sehr großes Neubaugebiet. Ich würde mir davon erhoffen, dass die Kinder dort auf der Straße spielen mit dem Fahrrad fahren und viele Kinder zum spielen finden
  • Viele Vereine etc. in unmittelbarer Nähe
  • Neubau (Fertigstellung Ende 2026)
Nicht ideal:
  • Reihenendehaus (grundsätzlich gar kein Thema aber bei der Summe, siehe unten, wieder doch fraglich)
  • Kein Keller
  • Über dem Budget und es kommen noch Kosten (Garten etc)

Hier die (finanziellen) Eckdaten:
  • Kaufpreis: 880k, ohne Maler und Bodenbelagsarbeiten, ohne Garten (aber Terrasse etc)
  • Ca. 130 qm Wohnfläche
  • Schlüsselfertig, KFW 40 QNG (Photovoltaik, Wärmepumpe etc)
  • Förderfähig: Circa 2,8% über KFW 297 und NRW.Bank „Nachhaltig Wohnen“
  • Lage = Wären sehr happy und sicher ein tolle Grundlage für unsere langfristige „Familienzukunft“
  • Wir sind nicht scharf auf das KFW 40 und QNG Thema. Der Treiber wäre die Lage.
Habe mal grob versucht zu rechnen:

Finanzierung:
(Ausgehend von einem Gesamtbedarf von ca. 960.000 € inkl. Nebenkosten)

• Eigenkapital: 250.000 €

Darlehen (insgesamt 710.000 €):

• KfW 297: 150.000 € zu 2,8% (35 Jahre Laufzeit) -> Rate: ca. 760 €/Monat
• NRW.Bank: 260.000 € (maximale Fördersumme, 35 Jahre Laufzeit) -> Rate: ca. 992 €/Monat
• Bankdarlehen: 300.000 € (angenommen 3,7–4,0%) -> Rate: ca. 1.535 €/Monat

• Gesamtrate: ca. 3.287 €/Monat

Das wäre zu stemmen. Auch hat man 1-2 Jahre tilgungsfreie Zeit bei den geförderten Krediten. Gleichzeitig darf langfristig nix schiefgehen.Es ist sehr viel Geld ist und man hat nach 10 Jahren einfach mal weiterhin 400-500k Schulden.

Meine Überlegung war, mal optimistisch gerechnet:

Monatlich Sparen/Anlegen (für Tilgung nach X Jahren): 3000 EUR
Bonuszahlungen pro Jahr anlegen/sparen/sondertilgen: 10000 EUR

Meine Berechnungen sind bestimmt falsch oder zu optimistisch. Ich mache gerade vieles nachts und da würde es mich nicht wundern, dass ich etwas übersehe.

Was den Eigenkapital angeht sind wir dann aber relativ „blank“. Klar, in 2026 kann ich ggf. etwas sparen und zumindest einen Notgroschen aufbauenund gehe auch davon aus, dass ich einen guten Bonus in 2026 bekomme. Eventuell kann ich noch einen (kleinen) Privatkredit von der Familie bekommen. Vielleicht 50k aus dem Bauch. Wenn das überhaupt etwas bringt. Würde ich aber gerne vermeiden.

Ich bin leider absolut unbedarft was das Thema Neubau angeht. Wir sind immer vom Kauf einer Bestandsimmobilie ausgegangen (und das war schon viel für mch, da es nie eingroßes Thema für unswar). Was übersehe ich? Wie sieht ihr das? Zu teuer? Wie läuft eigentlich der Abruf und Einsatz des Eigenkapital? Rufe ich die Kredite/Summen entsprechend der Fertigstellung des Hauses ab und erst ab dann läuft der Kredit? Oder wahrscheinlich ist hierfür die tilgungsfreie Zeit? Muss ich alles nochmal recherchieren. Aber ich frage mich natürlich primär, verrenne ich mich hier gerade und wir sind bei der o.g. Summe über das Ziel hinausgeschossen?
Ich glaube Du hast die Kosten für Maler und Bodenbeläge "vergessen" Addiere mindestens 40k, dann bist Du bei 1 Mio. Und das fûr ein Reihenhaus?
hauskauf198724.09.25 20:18
Marvinius2016 schrieb:

Ich glaube Du hast die Kosten für Maler und Bodenbeläge "vergessen" Addiere mindestens 40k, dann bist Du bei 1 Mio. Und das fûr ein Reihenhaus?
Völlig normal bei uns in Stuttgart...
Pablo8425.09.25 12:33
Leider bei uns auch. Passende Angebote sind rar und die meisten Bestandsimmobilien sind m.E. stark überteuert. Da wird, dneke ich, noch darauf spekuliert einen "Dummen" zu finden. Da man keine Angebote posten darf, hier mal ein Beispiel. Die Lage ist sehr interessant für uns (Speckgürtel einer Großstadt) aber der Kaufpreis zieht einem die Socken aus, (aus dem Gedächtnis):

Doppelhaushalte Bungalow ,Baujahr 197x, ca. 80qm Wohnfläche im EG und ca. 70qm in Souterain (vermietet für 500 Euro kalt), Ölheizung, alter Bäder, ansonsten ein akzeptabler Zustand aber doch einige Modernisierungen nötig. Ich will es nicht zu lang machen. Kaufpreis 845 tEUR! Mit Nebenkosten bin ich hier bei fast 1 Million und man muss sicherlich nochmal mindestens 100 tEUR reinstecken.

Wir suchen weiter....
Papierturm25.09.25 17:12
Pablo84 schrieb:

Leider bei uns auch. Passende Angebote sind rar und die meisten Bestandsimmobilien sind m.E. stark überteuert. Da wird, dneke ich, noch darauf spekuliert einen "Dummen" zu finden.
Bis 2022 durch die niedrigen Zinsen konnten sich viele noch Immobilien leisten, die es heute nicht mehr können. Größere Käuferbasis, mehr Wettbewerb, Angebot und Nachfrage und so weiter und so fort. Die niedrigen Zinsen waren quasi "eingepreist".

Jetzt plötzlich die höheren Zinsen reinzupreisen tut weh. Das machen viele nicht. Habe da durchaus schon mehr als einmal gehört "lieber nicht verkaufen als günstiger zu verkaufen".

Ich lebe auf dem Land. Grund ist hier günstig. Wir haben 2023 auch lange nach einem Bestandshaus gesucht und uns dann aufgrund der hohen Preise für Bestandsimmobilien mit Sanierungsstau dafür entschlossen lieber ein Grundstück zu kaufen und zu bauen.

Klar, Immobilien sind hier auch günstiger als in den Metropolregionen. Aber: Wenn ich da für 300k ein Haus kaufe und dann nochmal lt. Sachverständigen mind. 300k in die Sanierung stecken darf, dann kann ich auch schon fast selbst bauen. )
MachsSelbst25.09.25 20:24
Pablo84 schrieb:

Leider bei uns auch. Passende Angebote sind rar und die meisten Bestandsimmobilien sind m.E. stark überteuert. (...)

Das widerspricht jedem Prinzip einer Marktwirtschaft.
Wenn Immobilien rar und(!) gefragt sind, dann übersteigen die Marktpreise selbstverständlich die objektive Bewertung einer Vergleichsimmobilie in einem weniger gefragten Bereich.

Habt ihr schonmal einen Makler oder die Verkäufer angefragt, wie das mit dem Preis aussieht? Ob da was zu machen ist, wenn man sofort, heute, kauft?

Und letztlich. Wenn der Verkäufer jemanden findet, der bereit ist den aufgerufenen Preis zu bezahlen... dann ist das Marktwirtschaft. Alle jubeln, das ist doch was wir alle seit 80 Jahren toll finden?
Der Preis bildet sich am Markt. Das ist unser Prinzip...
HuppelHuppel25.09.25 22:06
Da hat er leider Recht. Wenn die Preise gezahlt werden, sind sie nicht überteuert sondern marktgerecht.