ᐅ Anschlussfinanzierung 2030 Jetzt vorsorgen Bausparvertrag/Sondertilgung/Festgeld
Erstellt am: 05.11.22 21:07
C
chrishh
Hallo zusammen, meine Zinsbindung läuft Juni 2030 aus, also in 7.5 Jahren.
Mein derzeitiger Kredit (1,6% Zins) hat dann noch 140.000 offen und er muss weiter finanziert werden.
Seit kurzem habe ich einen neuen Job und kann 300-400 Euro im Monat zusätzlich locker machen und zur Seite legen.
Nun stellt sich für mich die Frage, was am effektivsten ist.
- Bausparvertrag eröffnen mit 80.000 Euro? 350 * 7,5 * 12 = 31.500 Euro + 8500 (hab ich übrig in 8 Jahren) = 40.000 Euro Abzahlung + 40.000 finanzieren zu unter 2% Zins
- Jetzt 15.000 Euro als Festgeld anlegen mit 2,5 % immer für 3 Jahre und das, was ich jetzt habe, versuchen zu vermehren
- Ich kann im Jahr 12.000 Euro Sondertilgen... Ich tilge jetzt schon 300 moantlich... Möglich wären 600 Euro.
Aus irgendeinem Grund tendiere ich zum Bausparvertrag, damit ich günstige Zinsen sichern kann. Im Moment gehen die Zinsen rauf ohne Limit und das Niveau, was wir vor 1 Jahr hatten mit unter 1%, werden wir nie wieder erreichen. Also würde ich 2030 40.000 mit unter 2 finanzieren und 60.000 mit einem dann vorhandenen Marktzins... Könnten 2% sein aber auch 5-6% :-/
Die Bausparverträge verlieren langsam auch den guten Finanzierungszins, mit dem finanziert werden kann, bekommen aber wieder eine Verzinsung des eingebrachten Kapitals...
Sind meine Überlegungen richtig? Habe ich einen Denkfehler? Gibt es noch andere gescheite Lösungen, die ich in Betracht ziehen könnte?
Freue mich über konstruktives Feedback 🙂
Mein derzeitiger Kredit (1,6% Zins) hat dann noch 140.000 offen und er muss weiter finanziert werden.
Seit kurzem habe ich einen neuen Job und kann 300-400 Euro im Monat zusätzlich locker machen und zur Seite legen.
Nun stellt sich für mich die Frage, was am effektivsten ist.
- Bausparvertrag eröffnen mit 80.000 Euro? 350 * 7,5 * 12 = 31.500 Euro + 8500 (hab ich übrig in 8 Jahren) = 40.000 Euro Abzahlung + 40.000 finanzieren zu unter 2% Zins
- Jetzt 15.000 Euro als Festgeld anlegen mit 2,5 % immer für 3 Jahre und das, was ich jetzt habe, versuchen zu vermehren
- Ich kann im Jahr 12.000 Euro Sondertilgen... Ich tilge jetzt schon 300 moantlich... Möglich wären 600 Euro.
Aus irgendeinem Grund tendiere ich zum Bausparvertrag, damit ich günstige Zinsen sichern kann. Im Moment gehen die Zinsen rauf ohne Limit und das Niveau, was wir vor 1 Jahr hatten mit unter 1%, werden wir nie wieder erreichen. Also würde ich 2030 40.000 mit unter 2 finanzieren und 60.000 mit einem dann vorhandenen Marktzins... Könnten 2% sein aber auch 5-6% :-/
Die Bausparverträge verlieren langsam auch den guten Finanzierungszins, mit dem finanziert werden kann, bekommen aber wieder eine Verzinsung des eingebrachten Kapitals...
Sind meine Überlegungen richtig? Habe ich einen Denkfehler? Gibt es noch andere gescheite Lösungen, die ich in Betracht ziehen könnte?
Freue mich über konstruktives Feedback 🙂
W
WilderSueden09.11.22 13:10Sunshine387 schrieb:
Es ist aber klar zu sagen, dass die Chance für einen Kursgewinn bei Aktien genauso hoch wie ein Verlust des Kurses ist (50%/50%).Das ist Quatsch, denn die Verteilung ist nicht 50/50 sondern eher so 3:1 für den S&P 500, sprich 3 positiven Jahren steht ein negatives gegenüber Und selbst wenn die Chancem 50/50 wären, sagt das noch lange nichts über Risiko und Auszahlung aus. Mal ein plakatives Beispiel. Du spielst russisch Roulette. In 5 Fällen bekommst du 10 Millionen, in einem Fall bist du unter der Erde. Mit halbseidener Mathematik bist du sehr wahrscheinlich Multimillionär und solltest das Spiel machen.Auf eine Einzelaktie hast du tatsächlich das Problem, dass du im schlimmsten Fall das Spiel verlässt. Durch Diversifikation ist aber zum einen der mögliche Verlust jeder Position begrenzt und es wirft dich nicht aus dem Spiel. Und das ist die eigentliche Magie hinter Ergebnissen wie diesem hier (S&P500, 1926-2017):
Ich will da auch nichts beschönigen, 50% Minus in einem Jahr sind sicherlich kein Spaß, die 20% dieses Jahr sind es schon nicht. Aber in der Summe ist das doch deutlich besser als 50/50 oder sich Zinserträge weit unter der Inflationsrate festzuschreiben
PS: es empfiehlt sich auch die gleichen Argumente pro/contra Aktien bei Immobilien anzuwenden
Sunshine387 schrieb:
Ja, du kannst auch 90% deines Vermögens verlieren, aber auch 90% hinzugewinnen. Doch du kannst nun mal nicht sicher sein, dass deine Aktien im Kurs steigen, diese können genauso gut fallen… Und wer jetzt vor einem Jahr eine gebrauchte schlecht gedämmte überteuerte Immobilie gekauft hat, die er jetzt für die Hälfte kriegen würde ärgert sich auch bestimmt total. Aber so ist das im Leben. Was ist schon sicher, um sein Geld anzulegen? Gar nichts. Jeder muss selbst wissen, was seine persönliche Risikoabwägung in dem Fall ist. Es ist aber klar zu sagen, dass die Chance für einen Kursgewinn bei Aktien genauso hoch wie ein Verlust des Kurses ist (50%/50%).Falsch. Da Kurse dauerhaft immer steigen ist die Wahrscheinlichkeit deutlich größer. Schau dir mal das Renditedreieck vom Dax an. In 50 Jahren gab es nur 2-5 Zeiträume, wo es tatsächlich bei 7-8 Jahren Anlagedauer eine negative Rendite gegeben hat. Es tendiert also eher zu 90:10.
Das ist zwar nicht ganz sauber, weil es unterjährig tendenziell etwas mehr Zeiträume mit negativen Renditen gegeben hat, aber am 90:10 dürfte das nicht viel ändern.
Sunshine387 schrieb:
Es ist aber klar zu sagen, dass die Chance für einen Kursgewinn bei Aktien genauso hoch wie ein Verlust des Kurses ist (50%/50%).So pauschal ohne Voraussage über wieviel Anstieg und verlust wir jjetzt reden,mag das vielleicht sogar stimmen (wobei ich mir sicher bin, dass es empirisch nicht gestützt wird), aber realistisch ist das nicht so.1. ist unser ganzes System auf Wachstum ausgelegt. D.h. alleine das System der Kreditvergabe sorgt ja dafür, dass Unternehmungen wachsen müssen -> steigende Kurse
2. Legt man ja nicht sein ganzes Geld in eine Aktie. Hat @WilderSueden schon geschrieben...
3. legst du ja genau deswegen über einen längeren Zeitraum an. Gemeinhin wird 15 Jahre als ein guter Zeitraum benannt.
S
stefan_baut09.11.22 13:33Sunshine387 schrieb:
Es ist aber klar zu sagen, dass die Chance für einen Kursgewinn bei Aktien genauso hoch wie ein Verlust des Kurses ist (50%/50%).Ich präzisiere die Rechnung und sage, ich kann am Ende auch exakt den gleichen Betrag rausbekommen.
Das ist der dritte mögliche Ausgang. Damit liegt die Wahrscheinlichkeit jeweils bei einem Drittel oder 33,3%.
😉
Ich glaube Sunshine fehlt hier etwas die differenzierung zwischen einzelner Aktie und ETF / Fonds.
Wobei selbst bei einzelnen Aktien eine pauschale Aussage wie "die Chance ist 50/50" Quatsch ist. Wir reden hier über wirtschaftliche Entwicklung bei börsennotierten Unternehmen, nicht um eine Roulette-Kugel die auf schwarz oder rot landen kann.
Wobei selbst bei einzelnen Aktien eine pauschale Aussage wie "die Chance ist 50/50" Quatsch ist. Wir reden hier über wirtschaftliche Entwicklung bei börsennotierten Unternehmen, nicht um eine Roulette-Kugel die auf schwarz oder rot landen kann.
S
Sunshine38709.11.22 18:14Es ist aber auch einfach falsch zusagen, dass man im Schnitt eine höhere Gewinnchance hat als etwas zu verlieren. Man muss auch einfach Glück haben, dass man in die richtigen Aktien angelegt hat. Denn sag mal den Anlegern von wirecard, dass du nur so ein geringes Verlustrisiko hast. Bei Wirecard haben die Anleger sogar -99,9 % Ihres Vermögens verloren. Hat ja gut geklappt…