ᐅ Schwarze engobierte Dachziegel/Schnellere starke Erwärmung/OG?
Erstellt am: 13.05.13 09:25
B
Bauqualle12.06.13 10:39Philiboy83 schrieb:
Aber wie sieht es eigentlich mit dem Thema Hitze im Sommer aus? .. dann bitte erstell doch mal eine Langzeittabelle, wann es in Deutschland wirklich so enorm heiß ist und wann wir hier in Deutschland gemäßigte und kalte Tage haben ...K.Brodbeck schrieb:
Hallo Philiboy83,
Ich denke auch, dass die Farbe des Ziegels erst zweitrangig ist.
Die Glaswolle hat eine geringe Wärmespeicherfähigkeit, dass heisst, sie leitet die wärme relativ schnell weiter. Zellulose und/ oder Weichfaserplatten haben eine deutlich bessere Wärmespeicherfähigkeit. Dies bedeutet, dass sich der Wohnraum dahinter erst später erhitzt. Das versteht man unter Sommerlicher Wärmeschutz.
Wenn etwas der Abkühlung entgegen wirkt gibt es eine einfache Lösung: Lüften! Hier in Konstanz ist es ein Vermögen, was man mit einem unbewohnten Dachraum verschenkt.
lg
K.BrodbeckMoin!
Interessante Verbindung - dürfte aber falsch sein. Wärmespeicherung ist eine Frage der Masse. Viel Masse speichert viel Wärme - mit der Weiterleitung sieht das anders aus. Halte einmal eine (massereiche) Metallstange in ein Lagerfeuer .
Und Vakuumdämmplatten leiten tendenziell keine Wärme weiter, speichern aber auch keine.
Und was das Lüften betrifft: Die alte Wohnung war direkt an der Autobahn 1 - und offene Schallschutzfenster bringen´s nicht wirklich .
LG,
Tomtom.
K
K.Brodbeck12.06.13 20:50TomTom1 schrieb:
Moin!
Interessante Verbindung - dürfte aber falsch sein. Wärmespeicherung ist eine Frage der Masse. Viel Masse speichert viel Wärme - mit der Weiterleitung sieht das anders aus. Halte einmal eine (massereiche) Metallstange in ein Lagerfeuer .
Tomtom.Das sehen aber einige Fachleute anders! Les dich mal schlau wenn dich das Thema interessiert. Stichwort Sommerlicher Wärmeschutz.
TomTom1 schrieb:
Moin!
Und Vakuumdämmplatten leiten tendenziell keine Wärme weiter, speichern aber auch keine.
LG,
Tomtom.Vakuum hat ja auch keine Masse oder? Würde ich eh niemenadem empfehlen.
U
TomTom1 schrieb:
Moin!
nd was das Lüften betrifft: Die alte Wohnung war direkt an der Autobahn 1 - und offene Schallschutzfenster bringen´s nicht wirklich .
LG,
Tomtom.Lüften heisst nicht die ganze Zeit die Fenster offen zu lassen, sondern gezielt Stosszulüften. In der Hitzeperiode ist dies meist Nachts oder früh morgens möglich. Ich bin Luftlinie 100m von einer damals 4-spurigen Autobahn aufgewachsen. Wir konnten noch lüften
B
Bauqualle12.06.13 21:09K.Brodbeck schrieb:
Das sehen aber einige Fachleute anders! .. dann sind es keine Fachleute und haben keine Ahnung ..K.Brodbeck schrieb:
Die Glaswolle hat eine geringe Wärmespeicherfähigkeit, dass heisst, sie leitet die wärme relativ schnell weiter. Zellulose und/ oder Weichfaserplatten haben eine deutlich bessere Wärmespeicherfähigkeit. Dies bedeutet, dass sich der Wohnraum dahinter erst später erhitzt. .. falsch .... du solltest dich mal mit einem Bauphysiker unterhaltenB
Bauexperte12.06.13 22:16Hallo,
Bauqualle schrieb:Nein, Du liegst falsch ...
.. dann sind es keine Fachleute und haben keine Ahnung .... falsch .... du solltest dich mal mit einem Bauphysiker unterhalten
| Wärmedämmwirkung: | XXXX0 | Sommerlicher Hitzeschutz: | 00000 | Wasserdampfdurchlässigkeit: | hoch |
Zur Physik, falls es dich interessiert:
Mit Stoffen, die gut dämmen, aber keine Wärmekapazität haben, passiert bei z.B. Sonneneinstrahlung/großem einseitigen Hitzeertrag einfach folgendes: Sie werden sehr, sehr heiß (niedrige Wärmekapazität - Erhitzung pro Energie ist sehr groß). Wenn dann noch ein geringes spezifisches Gewicht hinzukommt (siehe Bauexperte`s Beitrag), spitzt sich das noch mal zu. Die Energiemenge (wichtig!), die durch eine Schicht transportiert wird, hängt nicht nur von der Wärmeleitfähigkeit ab, sondern insbesondere von dem Temperaturgradienten zwischen den beiden Seiten der Schicht! Somit passiert es bei vielen guten Dämmmaterialien mit geringer Dichte und geringer Wärmeleitfähigkeit, dass die sonnenbeschienene Schicht schnell auf hohe Temperaturen schellt (Fass mal eine Dämmfassade im Sommer an.. oder besser, halte deine Hand davor.....) - Folge: Es wird viel Energie transportiert und im inneren wird es auch schnell warm.
Ein Stoff mit hoher Wärmekapazität speichert die Wärmeenergie nicht nur, sondern er erhitzt sich dabei sehr, sehr viel weniger. Dadurch ist der Temperaturgradient klein, und es wird wenig Energie transportiert. Eine einfache (dicke, monolitische) Mauer schafft es dabei sogar, den Energiefluss soweit zu verzögern (>12 Stunden), dass es dann draußen schon wieder kälter ist, die Energie wieder zurück fließt und im inneren des Hauses nur zu sehr, sehr kleinen Anteilen ankommt (oft fälschlicherweise auf Wärmebild-Aufnahmen als "Energieverlust" tituliert, obwohl es Umsonst-Sonnenenergie war).
Beim Dach stelle ich mir das ähnlich vor, die Dachpfannen bekommen unheimlich viel Energie, und Material mit höherer Wärmekapazität wirkt der Erhitzung entgegen, schafft einen wesentlich kleineren Temperaturgradienten und schützt damit besser vor der Wärme.
Mit Stoffen, die gut dämmen, aber keine Wärmekapazität haben, passiert bei z.B. Sonneneinstrahlung/großem einseitigen Hitzeertrag einfach folgendes: Sie werden sehr, sehr heiß (niedrige Wärmekapazität - Erhitzung pro Energie ist sehr groß). Wenn dann noch ein geringes spezifisches Gewicht hinzukommt (siehe Bauexperte`s Beitrag), spitzt sich das noch mal zu. Die Energiemenge (wichtig!), die durch eine Schicht transportiert wird, hängt nicht nur von der Wärmeleitfähigkeit ab, sondern insbesondere von dem Temperaturgradienten zwischen den beiden Seiten der Schicht! Somit passiert es bei vielen guten Dämmmaterialien mit geringer Dichte und geringer Wärmeleitfähigkeit, dass die sonnenbeschienene Schicht schnell auf hohe Temperaturen schellt (Fass mal eine Dämmfassade im Sommer an.. oder besser, halte deine Hand davor.....) - Folge: Es wird viel Energie transportiert und im inneren wird es auch schnell warm.
Ein Stoff mit hoher Wärmekapazität speichert die Wärmeenergie nicht nur, sondern er erhitzt sich dabei sehr, sehr viel weniger. Dadurch ist der Temperaturgradient klein, und es wird wenig Energie transportiert. Eine einfache (dicke, monolitische) Mauer schafft es dabei sogar, den Energiefluss soweit zu verzögern (>12 Stunden), dass es dann draußen schon wieder kälter ist, die Energie wieder zurück fließt und im inneren des Hauses nur zu sehr, sehr kleinen Anteilen ankommt (oft fälschlicherweise auf Wärmebild-Aufnahmen als "Energieverlust" tituliert, obwohl es Umsonst-Sonnenenergie war).
Beim Dach stelle ich mir das ähnlich vor, die Dachpfannen bekommen unheimlich viel Energie, und Material mit höherer Wärmekapazität wirkt der Erhitzung entgegen, schafft einen wesentlich kleineren Temperaturgradienten und schützt damit besser vor der Wärme.
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