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ᐅ Hausangebot mit Beigeschmack


Erstellt am: 01.12.20 19:18

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Winniefred
04.12.20 13:40
Ich sehe da auch keinen Mangel. In einem Haus kann jemand sterben, ebenso jemand geboren werden. In Häusern passiert vieles, was schlimm ist, auch hinter den besten Fassaden. Das sind alles schlimme Dinge (abgesehen von der Geburt), aber ich wüsste auch nicht welchen Einfluss das auf das Haus nehmen könnte, abgesehen von Verbrechen, die beispielsweise in den Medien große Beachtung finden und bei denen dadurch das Haus mehrfach in den Nachrichten gezeigt wird.

Ich habe schon bei vielen Leichenschauen assistiert. Unzählige. Ich habe auch schon viele "ungewöhnliche Auffindsituationen" von Leichen erlebt und gesehen. Vllt habe ich auch genau deshalb damit keine Berührungsängste. Für mich gehört das alles zum Leben. Wir werden geboren, wir leben, wir sterben. Sicher gibt es schöneres als zu wissen, dass sich in einem Raum jemand erschossen hat oder jemand qualvolle letzte Wochen oder Monate im Sterbebett hinter sich gebracht hat. Aber ich bleibe dabei; mit dem Haus hat das für mich nichts zu tun.
L
lastdrop
04.12.20 14:32
So ist es. Ich sitze gerade am Schreibtisch, vor meinem Fenster der Friedhof, eine Beerdigung läuft (wir praktisch jeden Tag).

Habe beim Hauskauf auch kurz überlegt, aber eben doch gekauft. War nie mehr ein Thema. Im Gegenteil, sehr ruhige Nachbarn und unverbaubarer Blick...
1
11ant
04.12.20 15:15
lastdrop schrieb:

sehr ruhige Nachbarn und unverbaubarer Blick...
Ja, gegenüber einem Friedhof habe ich aus denselben Gründen auch eine Ewigkeit sehr gerne gewohnt. Leider wurde die Ruhe erheblich geschmälert, als die Hausbesitzerin selber ins Erdgeschoss zog (und man den anfänglich noch durch einen großen Baum verbauten Blick auf ihren schlechten Geschmack hatte). Nachdem sie alles abgeholzt hatte, zog ich dann weiter.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
P
Pinkiponk
04.12.20 19:52
Hannes34 schrieb:

...
Ich weiß nicht, ob Ihr religiös seid oder der Verstorbene es war, aber vielleicht könnt Ihr Euch mit dem Gedanken anfreunden, dass er jetzt in einer für ihn besseren Welt ist und den Weg dorthin zulässigerweise abgekürzt hat.
Oder, Ihr findet weitere Nachteile an dem Haus und könnt Euch somit leichter für das Grundstück und den Neubau entscheiden.
H
Hannes34
04.12.20 20:04
So, wir haben uns das Haus heute nochmal sehr genau angesehen und waren auch über eine Stunde drin. Die Verkäuferin hatte von sich aus ein recht großes Mitteilungsbedürfnis, so dass wir zum Geschehenen zum Glück selbst gar nicht groß nachbohren mussten.
Sie konnte ihren Vater im Sommer zwei Tage nicht erreichen und hatte schon die düstere Vorahnung, dass da etwas passiert sein muss, als sie den vollen Briefkasten sah, daher ist sie mit einem Bekannten von der Feuerwehr hin und er dann zunächst alleine ins Haus. Der kam dann zwei Minuten später wieder raus und hatte auch schon die Polizei informiert und die Verkäuferin dann gar nicht mehr ins Haus gelassen. Der Anblick ist ihr also selbst erspart geblieben.
Wir bekommen jetzt das Wochenende Zeit, uns nochmal Gedanken zu machen und ggf. unsere Preisvorstellung zu definieren. Von denen, die vor uns da waren, haben bereits alle abgesagt. Es sind jetzt nur noch wir und ein anderes Paar im Rennen. Sollte das Haus am Wochenende nicht weggehen, dann kriegt es der Makler, da es sie emotional doch zu sehr mitnimmt, dort ständig wieder durchgehen zu müssen.
Jetzt überlegen wir, ob wir (falls wir bieten) das Risiko eingehen und weniger als die geforderten 330.000,- Volksbank bieten sollen und entweder wir haben Glück und kriegen dafür den Zuschlag oder wir nehmen den uns bereits sicheren Bauplatz.
So ist der Stand der Dinge heute Abend.
A
apokolok
04.12.20 20:41
Ganz ehrlich: Jackpot.
Sag ihr 280K und sie muss die Hütte nie wieder sehen.
Spätestens bei 300K schlägt sie ein.