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ᐅ Grundstück als Eigenkapital - Das Warten wert?


Erstellt am: 10.03.20 09:52

snibaut10.03.20 09:52
Hallo,

zwei kurze , aber konkrete Fragen.

1. Wir haben in Aussicht ein Grundstück überschrieben zu bekommen, auf welchem wir gerne bauen würden.

Da wir gerne schon etwas konkreter planen würden, machen wir uns auch Gedanken um die Finanzierung, Die Frage ist, inwieweit es Sinn macht, mit dem Bankgespräch zu warten, bis das Grundstück final überschrieben ist um es dann bei der Bank als Eigenkapital werten zu lassen. (Gegoogelter Bodenrichtwert für das Gebiet * m² des Grundstücks = ca. 120k). Kann man abschätzen inwieweit das die Konditionen verbessern würde?

Ist es realistisch mit ca. 80k Eigenkapital + beschriebenem Grundstück, das auf uns eingetragen ist, ca. 320 k Kredit für den Hausbau zu bekommen, so dass man mit 400 k (mit ALLEM drum und dran, inkl. Küche etc. planen kann?
Ich habe schon nach den ganzen Kreditrechnern geschaut, konnte dort jedoch nie etwas finden, bei dem man auch das Grundstück werten kann.

2. KFW Finanzierung.
Wiir würden gerne KFW40 bauen. Wie ist hier die Reihenfolge? Plant man erst das Haus (ohne zu wissen, ob man den Kredit für das geplante Haus bekommt), beantragt den KFW Kredit und gibt diesen dann bei dem Finanzierungsgespräch an (Da dieser ja die Bank entlastet?).
Pinky030110.03.20 09:58
Den KfW-Kredit beantragt du nicht separat. Das läuft über die Bank, mit der du finanzierst. Soweit ich weiß, gibst du bei deiner Bank an, dass du KFW bauen willst, dementsprechend planen sie den KfW-Kredit ein. Inwieweit dafür Pläne nötig sind, weiß ich nicht. Hinterher muss du der KfW-Bank nachweisen, dass du den Standard erreicht hast.
Du kannst ruhig jetzt schon mit den Banken sprechen und ihnen einfach die Situation schildern, dass euch bald das Grundstück gehört. Dann sollten die das (denke ich) entsprechend einplanen. Wie lange dauert es denn noch bis zur Überschreibung?
snibaut10.03.20 10:02
OK, schon einmal danke für die schnelle Antwort.

Bis zur Überschreibung kann es noch etwas dauern gefühlt.
Meinem Gefühl nach wäre es halt besser, etwas konkretes, im Grundbuch Eingetragenes, vorzuweisen.
Ist denn ein Grundstück "ebenbürtig" wie Eigenkapital anzusehen?
Also sind der Bank bspw. 100k Eigenkapital genauso viel wert wie ein Grundstück, das mit 100k geschätzt wird?
nordanney10.03.20 10:05
snibaut schrieb:

1. Wir haben in Aussicht ein Grundstück überschrieben zu bekommen, auf welchem wir gerne bauen würden.

Da wir gerne schon etwas konkreter planen würden, machen wir uns auch Gedanken um die Finanzierung, Die Frage ist, inwieweit es Sinn macht, mit dem Bankgespräch zu warten, bis das Grundstück final überschrieben ist um es dann bei der Bank als Eigenkapital werten zu lassen. (Gegoogelter Bodenrichtwert für das Gebiet * m² des Grundstücks = ca. 120k). Kann man abschätzen inwieweit das die Konditionen verbessern würde?
Gar nicht. Das Grundstück ist für Euch Eigenkapital, egal ob Ihr schon Eigentümer seid oder erst werdet.
snibaut schrieb:

Also sind der Bank bspw. 100k Eigenkapital genauso viel wert wie ein Grundstück, das mit 100k geschätzt wird?
Wo ist der Unterschied? Entweder hast Du T€ 100 und kaufst das Grundstück oder Du hattest T€ 100 und hast das Grundstück schon gekauft. T€ 100 sind und bleiben T€ 100.
saralina8710.03.20 10:08
snibaut schrieb:

Da wir gerne schon etwas konkreter planen würden, machen wir uns auch Gedanken um die Finanzierung, Die Frage ist, inwieweit es Sinn macht, mit dem Bankgespräch zu warten, bis das Grundstück final überschrieben ist um es dann bei der Bank als Eigenkapital werten zu lassen. (Gegoogelter Bodenrichtwert für das Gebiet * m² des Grundstücks = ca. 120k). Kann man abschätzen inwieweit das die Konditionen verbessern würde?

Zählt wie Eigenkapital. Kannst du auch so bei den gängigen Rechnern eingeben.
Wir machen gerade genau dasselbe und unser Bankberater wird die Tage den Antrag einreichen, ihm reicht aktuell der Entwurf des Notarvertrags für die Grundstücksübergabe - der Rest kann dann auch nachgereicht werden. Wir werden beim endgültigen Unterzeichnen des Vertrags beim Notar dann direkt die Grundschuld für die Bank eintragen lassen, spart auch noch mal einen Termin.
snibaut schrieb:

Ist es realistisch mit ca. 80k Eigenkapital + beschriebenem Grundstück, das auf uns eingetragen ist, ca. 320 k Kredit für den Hausbau zu bekommen, so dass man mit 400 k (mit ALLEM drum und dran, inkl. Küche etc. planen kann?
Ich habe schon nach den ganzen Kreditrechnern geschaut, konnte dort jedoch nie etwas finden, bei dem man auch das Grundstück werten kann.

Absolut.
Unser Grundstücks ist 60.000 wert und wir bekommen 400.000 für 1,33 gebundenen Sollzins auf 30 Jahre. Da gibt's nichts zu meckern
snibaut schrieb:

2. KFW Finanzierung.
Wiir würden gerne KFW40 bauen. Wie ist hier die Reihenfolge? Plant man erst das Haus (ohne zu wissen, ob man den Kredit für das geplante Haus bekommt), beantragt den KFW Kredit und gibt diesen dann bei dem Finanzierungsgespräch an (Da dieser ja die Bank entlastet?).

Nein, man plant das Haus und geht dann zur Bank. Die schaut dann welche Förderungen der kfw möglich sind und rechnet das dann gegebenenfalls mit in euer Kreditangebot ein. Das läuft aber alles über die Bank, du selbst beantragst keinen Kredit bei der kfw.
Altai10.03.20 12:42
Die Kreditsumme muss in Relation zum Einkommen bewertet werden, deshalb kann man dazu nichts sagen.
Eigenkapital ist gut und sorgt für bessere Konditionen, aber ansonsten muss die Haushaltsrechnung stimmen.
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