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Glasflächen beim Hausbau


Möchte man sein Haus im Sinne einer zeitgemäßen und fortschrittlichen Architektur entwerfen, so ist Glas heutzutage fast nicht mehr wegzudenken. Nicht zuletzt wegen der Tatsache, mithilfe von Glas das Licht perfekt nutzen zu können und eine helle, komfortable Wohnatmosphäre zu kreieren, bietet es eine willkommene Alternative im modernen Hausbau. Überdies bietet Glas auch die Möglichkeit, die Natur in den Wohnbereich mit einzubeziehen und klare und offene Strukturen zu erzeugen, wozu beim Hausbau insbesondere Glasflächen vom heutigen Design eingesetzt werden.

Verbindungen zwischen innen und außen
Ganz gleich, ob Türen, Fenster oder Wintergärten – das Aussehen eines Gebäudes wird größtenteils von Glasflächen bestimmt, wobei grundsätzlich zu unterscheiden ist zwischen großen, modernen Glasflächen, welche dafür sorgen, dass der Blick nach draußen hin geöffnet wird, und klassisch-schlichten Glasflächen, die das Innenleben des Hauses doch ein wenig mehr verhüllen. In Bezug auf die reichhaltige Vielfalt an potentiellen Möglichkeiten, die der Bauherr beliebig nutzen und mit eigenen Ideen originell und künstlerisch versehen kann, sind beim Bauen keine Grenzen gesetzt. Was hierbei noch zusätzlich erwähnt werden sollte, ist die Tatsache, dass Glasflächen nicht nur als Bindeglieder zwischen innen und außen fungieren, sondern neben einer freundlichen Aura und lichtdurchlässigen Räumen auch Schutz vor Lärm, Unwetter, ungebetenen Zuschauern und Kälte offerieren.

Glasflächen kosten Wärme
Da große, weite Glasflächen aber auch vor allem eins tun, nämlich Wärmeverlust und dementsprechend mehr Finanzaufwand mit sich zu bringen, ist es wichtig zu erwähnen, warum dies so ist: Zunächst besitzt Glas eine erheblich schlechtere Wärmeisolierung als andere geläufige Wandbaustoffe, wodurch Außenwände mit eben diesen herkömmlichen Werkstoffen einen k-Wert von 0,3 bis 0,35 aufweisen, um hier ein Beispiel zu nennen, wohingegen Glasflächen über einen k-Wert zwischen 1,1 und 1,5 verfügen – das bedeutet, dass sie bis zu drei bis fünf Mal schlechter isolieren. Selbstverständlich ist es auch möglich, Glas als eine Möglichkeit zur Wärmegewinnung heranzuziehen, doch dafür ist ein sehr ausführliches und auf das jeweilige Haus abgestimmtes Konzept vonnöten.

Obwohl zeitgemäße Fenstergestaltungsweisen weitaus bessere Isoliereigenschaften besitzen als früher, sollte man dennoch bei Glasflächen die lückenlose Dämmung nicht außer Acht lassen: in dieser Hinsicht setzt sich die Grundbedingung für einen bestmöglichen Wärmeschutz aus einem einwandfreien Zusammenspiel von Verglasung, Dichtung und Rahmen zusammen. Auch in Bezug auf die Innovation und Produktion von einzelnen Fensterbestandteilen haben in den letzten Jahren einige Fortschritte stattgefunden: so ist es mittlerweile so, dass ein einfaches Fensterglas längst überholt ist, was allerdings mit ziemlicher Sicherheit zum Großteil der steigenden Tendenz zum erhöhten Einsatz von Glasflächen beim zeitgemäßen Hausbau zugrunde liegt. Heute kommt beim Hausbau größtenteils ein 2-Scheiben-Wärmeschutzglas zum Einsatz, das über sehr gute Isoliereigenschaften verfügt und diese speziellen nutzbringenden Feinheiten wie einer nicht erkennbaren Silberbedampfung auf der Außenseite der innen liegenden Scheibe zu verdanken hat. Dem noch hinzuzufügen wäre, dass Rahmengestaltungen aus Kunststoff oder Holz die höchsten Isolierwerte aufweisen.

Glasflächen und Raumfunktionen
Zusätzlich muss man bei der Planung auch noch beachten, dass die Aufgaben der einzelnen Räume in Verbindung mit der Raumbelichtung richtig angepasst werden müssen. In diesem Sinne ist aller Voraussicht nach für ausgesprochene Frühaufsteher durchaus von Vorteil, am Morgen von der im Osten aufgehenden Sonne geweckt zu werden, wohingegen am Nachmittag und frühen Abend insbesondere das Wohnzimmer von der im Westen stehenden Sonne sehr ins Licht gerückt wird. Es ist außerdem sehr ratsam, eventuelle Arbeitsräume vorzüglich mit Glasflächen, die Richtung Norden weisen, auszukleiden, damit diese Räume ausgiebigst mit Helligkeit geflutet werden. Überdies ist es von Vorteil, besonders in der kalten Jahreszeit dafür zu sorgen, dass das Licht auch die Tiefe der Räume erreichen kann, wohingegen im Sommer anzuraten wäre, das stark einstrahlende Sonnenlicht von den Glasflächen nachdrücklich abzuschirmen, womit bewerkstelligt werden soll, ein Überhitzen der Wohnräume zu übergehen.

Gesetzliche Bestimmungen
Im Sinne der zeitgemäßen Baukunst fällt Glas, wie bereits erwähnt, kontinuierlich mehr Bedeutung zu, doch hierbei muss man auf alle Fälle noch die Tatsache mit einbeziehen, dass Glas als Werkstoff den Ansprüchen gesetzmäßiger Anordnungen nicht immer gerecht wird. Die beständige Tendenz, mithilfe von Glasflächen lichtdurchlässig zu bauen, bringt somit für Planungsbüros, Architekten und ausführende Institutionen immer häufiger die Herausforderung mit sich, diverse Probleme im Zusammenhang mit dem Schutz vor Bränden mittels Glas zu regeln, wobei der Werkstoff Glas jedoch mit vergleichbaren Werkstoffen äquivalent und analog zu sein hat, allein schon deswegen, da bei den Bestimmungen nicht auf den gebrauchten Werkstoff Rücksicht genommen wird – das einzige Ziel besteht darin, den erforderlichen Schutz zu gewährleisten.

Egal, ob Wärmedämmung, Ausrichtung der einzelnen Räume oder Brandschutzverordnung – unter Betrachtung sämtlicher dieser Aspekte ist schlussendlich festzuhalten, dass Glasflächen auf jeden Fall sehr viel Spaß und Freude mit sich bringen, da diese letztenendes jedem Haus zu einer hellen, offenen und auf Anhieb sympathischen Atmosphäre verhelfen, auf dass dem Relaxen und der Erholung nichts mehr im Wege steht.







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