Frostschutz im Heizkreislauf: Ferienhaus mit Gastherme winterfest machen?

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Authentic1

Guten Tag,

es geht um ein kleines Ferienhaus mit 4,5 Zimmern in Norditalien. Dieses wird mittels Vaillant-Therme (Flüssiggas) und Aluminium-Heizkörpern geheizt, welche per Kupferrohr installiert sind (gesamte Installation aus 1995). Das neuere renovierte Badezimmer hat Kunststoffrohr und einen üblichen Heizkörper (kein Aluminium).

Spricht etwas dagegen, in den Heizkreislauf Frostschutzmittel einzufüllen? Das Haus steht im Winter meistens leer. Heizung durchlaufen lassen ist keine Option. Oder komme ich nicht darum herum, jedes Mal das Heizungswasser abzulassen? Das Trinkwasser wird ohnehin abgelassen.

Vielen Dank
 
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Nauer

Hi,

frostschutz im Heizkreis ist so eine Idee, die auf dem Papier beruhigt, in der Praxis aber ein paar Haken hat, gerade bei einer Anlage von 1995. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, aber nur, wenn das Mittel explizit für Heizungsanlagen freigegeben ist und mit Aluminium, Kupfer und den Dichtungen der Vaillant-Therme kompatibel bleibt, sonst hast du nach ein paar Wintern eher Schlamm als Schutz im System. Viele unterschätzen auch, dass Frostschutz die Wärmeübertragung verschlechtert und die Viskosität erhöht, die Pumpe bedankt sich dann leise aber nachhaltig. Komplettes Ablassen jedes Jahr ist ebenfalls keine elegante Lösung, Sauerstoffeintrag beschleunigt Korrosion, das siehst du meist erst nach 8-10Jahren. In Norditalien mit gelegentlichen -5°C reicht oft schon ein sauber eingestellter Frostschutzbetrieb der Therme, falls vorhanden, aber das hast du ja ausgeschlossen. Mischbetrieb Aluminium und Stahl ist sowieso schon sensibel, da würde ich sehr genau hinschauen.
 
Zuletzt aktualisiert 07.01.2026
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