Hallo zusammen,
sind aktuell jetzt dran uns mit den technischen Dingen unseres Einfamilienhaus zu befassen.
Ich habe keinen Thread hierzu gefunden, worüber diskutiert wird, ob eine Lüftungsanlage allgemein Sinn macht oder nicht. Deshalb mal hier ein allgemeiner Diskussionsthread darüber:
Zu Beginn haben wir uns mit diversen Holzständerbauweise-Anbieter beschäftigt, wodurch wir auch sehr sensibel in diesem Bereich sind. Da ist natürlich eine Lüftungsanlage, aufgrund der dichteren Gebäudehülle durchaus wichtig, kann ich komplett nachvollziehen. Hier wird jedoch auch alles entsprechend vermarktet...
Da wir uns aber jetzt für einen regionalen Massivhausanbieter entscheiden werden, stellen sich somit auch ganz andere Fragen:
Habe aktuell ein detailliertes Angebot vorliegen von einem Massivbauunternehmen:
- 10k Aufpreis für wärmedämmende Maßnahmen
- 13k Aufpreis für zentrale Lüftungsanlage oder 9k Aufpreis für dezentrale Lüftungsanlage
--> Somit bringt mir der Tilgungszuschuss von 18k eher wenig, im Gegenteil, ich zahle ja hierfür sogar darauf (klar, ich erhalte dadurch ein "besseres" Haus)
Eckdaten:
- Einfamilienhaus Stadtvilla 150m² mit Keller
- Luft-Wasser-Wärmepumpe
- Baustoff Ziegel
Die Fragen die ich mir nun stelle:
1. Ist eine Lüftungsanlage überhaupt notwendig um KFW 55 zu erreichen?
2. Wenn ja, macht es vielleicht nicht doch Sinn auf KfW70 zu gehen und auf die Förderung zu "scheißen"?
3. Ist eine Lüftungsanlage überhaupt sowas tolles? Man liest ja auch ganz viel von Lärm, Wartungsintensität, etc.
4. Wenn ja, eher bei unserem Bauvorhaben dezentral oder zentral? Habe sehr viel gutes und durchweg positives über dezentral gelesen, so dass zentral eher nicht in Frage kommt? Korrekt oder eher nicht?
5. Funktioniert es bei einem KfW55 überhaupt noch anders? Muss man hierfür wirklich alle 2 Stunden lüften? Gibt es hier Erfahrungsberichte?
6. Ist der KfW55-Aufpreis von ca. 10k ohne Lüftungsanlage gerechtfertigt? Sind die Preise für die Lüftungsanlagen gerechtfertigt?
Ich weiß, dass dies ein endloses Diskussionsthema ist und es hier ganz klar 2 Meinungen gibt. Uns fällt es allerdings unheimlich schwer hier eine Entscheidung zu treffen. Vielleicht spornen uns ja hier ein paar Diskussionen und Infos an uns entscheiden zu können.
sind aktuell jetzt dran uns mit den technischen Dingen unseres Einfamilienhaus zu befassen.
Ich habe keinen Thread hierzu gefunden, worüber diskutiert wird, ob eine Lüftungsanlage allgemein Sinn macht oder nicht. Deshalb mal hier ein allgemeiner Diskussionsthread darüber:
Zu Beginn haben wir uns mit diversen Holzständerbauweise-Anbieter beschäftigt, wodurch wir auch sehr sensibel in diesem Bereich sind. Da ist natürlich eine Lüftungsanlage, aufgrund der dichteren Gebäudehülle durchaus wichtig, kann ich komplett nachvollziehen. Hier wird jedoch auch alles entsprechend vermarktet...
Da wir uns aber jetzt für einen regionalen Massivhausanbieter entscheiden werden, stellen sich somit auch ganz andere Fragen:
Habe aktuell ein detailliertes Angebot vorliegen von einem Massivbauunternehmen:
- 10k Aufpreis für wärmedämmende Maßnahmen
- 13k Aufpreis für zentrale Lüftungsanlage oder 9k Aufpreis für dezentrale Lüftungsanlage
--> Somit bringt mir der Tilgungszuschuss von 18k eher wenig, im Gegenteil, ich zahle ja hierfür sogar darauf (klar, ich erhalte dadurch ein "besseres" Haus)
Eckdaten:
- Einfamilienhaus Stadtvilla 150m² mit Keller
- Luft-Wasser-Wärmepumpe
- Baustoff Ziegel
Die Fragen die ich mir nun stelle:
1. Ist eine Lüftungsanlage überhaupt notwendig um KFW 55 zu erreichen?
2. Wenn ja, macht es vielleicht nicht doch Sinn auf KfW70 zu gehen und auf die Förderung zu "scheißen"?
3. Ist eine Lüftungsanlage überhaupt sowas tolles? Man liest ja auch ganz viel von Lärm, Wartungsintensität, etc.
4. Wenn ja, eher bei unserem Bauvorhaben dezentral oder zentral? Habe sehr viel gutes und durchweg positives über dezentral gelesen, so dass zentral eher nicht in Frage kommt? Korrekt oder eher nicht?
5. Funktioniert es bei einem KfW55 überhaupt noch anders? Muss man hierfür wirklich alle 2 Stunden lüften? Gibt es hier Erfahrungsberichte?
6. Ist der KfW55-Aufpreis von ca. 10k ohne Lüftungsanlage gerechtfertigt? Sind die Preise für die Lüftungsanlagen gerechtfertigt?
Ich weiß, dass dies ein endloses Diskussionsthema ist und es hier ganz klar 2 Meinungen gibt. Uns fällt es allerdings unheimlich schwer hier eine Entscheidung zu treffen. Vielleicht spornen uns ja hier ein paar Diskussionen und Infos an uns entscheiden zu können.
S
Strahleman19.06.20 01:29Hausi20 schrieb:
ich freue mich nun sehr, dass ich mir nicht mehr vorstellen muss, durch welche Rohre die Luft kommt, die ich in mehreren Jahren einatme.Muss man bei einer Kontrollierte-Wohnraumlüftung auch nicht, da Zu- und Abluftrohre getrennt sind und dank der Filter im System die Luft sogar sauberer ist als bei Fensterlüftung. Meine Frau hat starken Heuschnupfen auf Gräserpollen. Allein deshalb haben wir uns für eine Kontrollierte-Wohnraumlüftung entschieden.Auf keinen Fall im Schlafzimmer auf die Kontrollierte-Wohnraumlüftung verzichten... Genau dort ist diese der größte Vorteil. Im Winter Fenster zu und morgens aufwachen ohne zu ersticken...
Anderes Beispiel: vor dem ins Bett gehen ist der co2 Anteil etwa bei 500 ppm bei uns., also unbenutzte Raum mit laufender Anlage (zusätzlich Fenster auf bringt den Wert quasi nicht weiter nach unten). Beim aufwachen mit eingeschaltetem Anlage liegt dieser etwa bei 700 ppm. Bei ausgeschalteten Anlage und geschlossenem Fenster bei 1500 und mehr! Und diesen Unterschied merkt man extremst beim atmen, es ist ein riesiger Unterschied zwischen angenehm und eklig...
Man muss nur abends ein wenig bettsport betreiben... Danach ist der co2 Wert schnell von 500 auf 1300 hoch die Lüftungsanlage sorgt aber dafür, dass es sich schnell wieder eingependelt hat. Man kann natürlich auch erstmal 10 min Stoß lüften danach, vor allem im Winter schön.
Anderes Beispiel: vor dem ins Bett gehen ist der co2 Anteil etwa bei 500 ppm bei uns., also unbenutzte Raum mit laufender Anlage (zusätzlich Fenster auf bringt den Wert quasi nicht weiter nach unten). Beim aufwachen mit eingeschaltetem Anlage liegt dieser etwa bei 700 ppm. Bei ausgeschalteten Anlage und geschlossenem Fenster bei 1500 und mehr! Und diesen Unterschied merkt man extremst beim atmen, es ist ein riesiger Unterschied zwischen angenehm und eklig...
Man muss nur abends ein wenig bettsport betreiben... Danach ist der co2 Wert schnell von 500 auf 1300 hoch die Lüftungsanlage sorgt aber dafür, dass es sich schnell wieder eingependelt hat. Man kann natürlich auch erstmal 10 min Stoß lüften danach, vor allem im Winter schön.
R
Rampelzampel19.06.20 09:58Hallo,
interessanter Thread, wir sind gerade noch am sortieren der Angebote der verschiedenen GU und meist ist natürliche keine zentrale Anlage dabei, hatte ich auch nicht so sehr auf dem Schirm bis jetzt. Unser derzeitiger Favorit setzt auf Regel-air® PLUS (wird ja irgendwie an die Fenster geschraubt). Kennt sich damit jemand aus ob das was bringt oder sinnvoll ist? Werde auf jedenfall überall mal noch die zentrale Lüftung mit anfragen.
interessanter Thread, wir sind gerade noch am sortieren der Angebote der verschiedenen GU und meist ist natürliche keine zentrale Anlage dabei, hatte ich auch nicht so sehr auf dem Schirm bis jetzt. Unser derzeitiger Favorit setzt auf Regel-air® PLUS (wird ja irgendwie an die Fenster geschraubt). Kennt sich damit jemand aus ob das was bringt oder sinnvoll ist? Werde auf jedenfall überall mal noch die zentrale Lüftung mit anfragen.
Hausi20 schrieb:
Eine Freude falls jemand zu Herpes neigt.Ich bin neugierig. Was kommt da denn so alles zum Vorschein?Hausi20 schrieb:
ich freue mich nun sehr, dass ich mir nicht mehr vorstellen muss, durch welche Rohre die Luft kommt, die ich in mehreren Jahren einatme.Werd mal bitte konkreter. Durch in welchem Zustand sind die Rohre denn, deren Luft du mehrere Jahre einatmest. Und wie siehst du das bei Wasserleitungen? Wie erfolgt deine Zustandsbewertung hinsichtlich ausgefallener Wasserbegleitstoffen bei denen? Hier ist ja im Gegensatz zur Kontrollierte-Wohnraumlüftung kein kontinuierlicher Volumenstrom da, Stichwort Stagnationswasser.
Rampelzampel schrieb:
Unser derzeitiger Favorit setzt auf Regel-air® PLUS (wird ja irgendwie an die Fenster geschraubt).Das ist eine Fensterfalzlüftung. Sprich "wir machen die Fenster so dicht wie es nur geht und dann....ja dann schneiden wir wieder Schlitze da rein damit Luft wieder durchkommt.Man kann sich auch leicht ausrechnen was da so an Volumen durchkommen kann...man vergleiche einfach den Querschnitt von allen Fensterfalzlüftern in einem Raum und dem üblichen ~100mm Ventil. Dann sollte es eigentlich klar sein was geht und was nicht.
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