Zuständigkeit des Architekten bei KfW-Interesse und weiteres

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Dr Hix

Dr Hix

Mea culpa. Gemeint war natürlich Kostenberechnung.
War nicht so belehrend gemeint wie es vielleicht klang. Sorry

Wenn man den "Tournaround" schaffen will: Besser jetzt, als nie.
Nur wie soll der aussehen? Bei einem Neubau könnte man ggf. den Bau stoppen und noch mal kleiner planen, aber im Bestand? Ob der Anbau jetzt 1 oder 2 Geschosse erhält, dürfte den Braten nicht fett machen und bei nur 100m² Wohnfläche im Ursprung scheint mir der auch ziemlich weit oben auf der Prioliste zu stehen.

Alles Weitere auf der Maßnahmenliste sind bis auf wenige Ausnahmen Positionen, die man lediglich über die Qualität steuern könnte, aber dafür brauche ich keine Kostenberechnung, sondern muss den Ausführenden fragen, welche Variante günstiger wird.
 
R

Ruhrgebiet23

Ich lerne auf jeden Fall, dass nichts mündlich abgesprochenes ohne Preis ausgeführt werden soll. Wir haben z.B. eine überdachte Terrasse größtenteils selbst abgerissen, bei dem Boden meinte der Archi, dass es den Braten nicht fett macht, wenn der Rohbauer das mitmacht. Ende vom Lied: Allein dafür haben wir 2231 Euro plus MwSt. an Arbeitskosten und 490 Euro Entsorgungskosten bezahlt. Betitelt ist es mit "Facharbeitertagelohnstunden gem. Aufmaß". Das kam aber nie wieder bis zur Rechnung zur Rede. Wir haben da nichts zugestimmt, keine Schätzung bekommen, nichts.

Außerdem kam am Mittwoch die Info, dass der junge Archi dem Rohbauer mitgeteilt habe, dass er die Erde hinter dem Anbau schon etwas wegnehmen soll, weil er ja eh da ist. Das haben wir per Email sofort gestoppt nachdem wir die Rechnung bekommen haben.

Ist es üblich, dass man zu solchen Zusatzaufgaben erst Preise in der Rechnung erfährt? Da sollte man alles schriftlich festhalten, oder? Aber letztlich kann der ja sonst was behaupten, durchgeführt zu haben... Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das Wegmachen der Terrasse 46 Std. gedauert haben soll. Ich meine, die war schon am zweiten Tag, als ich auf der Baustelle war, weg.
Bei solch einer Summe hätte ich es liebend gerne selbst gemacht.
 
M

MayrCh

Nur wie soll der aussehen?
Alleine der Wegfall der 9m Doppel-Fertiggarage wird das Budget wohl um 20T€ entlasten. Völlig ohne Wohn-Qualitätsverlust.
Weiter geht´s mit Priorisierung: Brauche ich wirklich jetzt alle Bäder/Zimmer komplett fertig, oder kann der Ausbau dieser nicht unmittelbar benötigten Wohnfläche nicht auf einen späteren Zeitpunkt mit ggf.. Eigenleistung verschoben werden? Gepflasterte Hofeinfahrt/Terrasse/Weg zur Tür ist zum Einzug natürlich schön. Aber so mancher (wie auch wir) haben ihr Heim Jahrelang über Juraschotter betreten, nicht über eine Stufe, sondern eine Europalette. Die Hofeinfahrt ist nach wie vor in Zeitloser Juraschotteroptik gehalten.
"Unnötiges, aber schönes" wie Spots etc. wurde ja schon angesprochen. Und dann kann man sich über Eigenleistung und Qualität unterhalten. All das natürlich nur, wenn´s die Lebensumstände der TE zulassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
R

Ruhrgebiet23

Ja, darüber müssen wir uns in der Tat Gedanken machen. Auf die Garage freuen wir uns schon seit 10 Jahren, das täte sehr weh. Wir haben auch schon überlegt, ob wir vorerst auf die Pflasterarbeiten verzichten.
 
Dr Hix

Dr Hix

@MayrCh : Lies mal Beitrag #49

Aber wo siehst du in diesem Zusammenhang den Nutzen einer Kostenberechnung? Ich kann mich nur wiederholen und aus eigener leidvoller Erfahrung sprechen: So ein Bau geht unheimlich an die Substanz und man wird sich immer wieder und wieder mit den unterschiedlichsten Beteiligten auseinandersetzen müssen. Da würde ich mir meine Energie einteilen und nur dort intervenieren, wo es auch etwas für mich zu holen gibt.

In diesem Fall also dem Tiefbauer auf die Füße treten und mir erklären lassen, wie er auf 96m³ kommt und wieso die Entsorgung bei ihm derart astronomische Summen verschlingt.

Den Architekten schon in diesem frühen Stadium vergrätzen und das für ein im Grunde obsoletes Stück Papier, halte ich nicht für zielführend.
 
Zuletzt aktualisiert 17.08.2022
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