Zusammenarbeit von LWWP, PV-Anlage und Speicher

4,60 Stern(e) 8 Votes
A

Appel2000

Hmm okay.
Aber wieso sind diese Berechnungen dann immer "individuell" für jedes Haus auszuführen?

Also dann könnte man ja auch rein die technischen Daten der jeweiligen Anlage verwenden um zu sagen "Anlage XYZ" macht aus 1000kWh Strom zB 4000kWh Wärme....

Oder denk ich da gerade falsch?
 
B

boxandroof

Die Bafa hat einen Rechner für die JAZ, dieser muss für die Förderung verwendet werden. Jedenfalls war das vor 2020 so. Individuelle Einflussgrößen sind dort der Warmwasseranteil, Standort des Hauses und die Vorlauftemperatur. Letztere hängt von der Planung der Heizflächen und der individuellen Heizlast des Hauses ab.

In der Praxis ist die Arbeitszahl mehr vom Haus und der Betriebsweise abhängig als davon was im Datenblatt steht. Mit Pufferspeicher, schlecht geplanter FBH und/oder viel zu hoher Heizkurve kann die JAZ bei 3 liegen, bei guter Planung bei etwa 4,5.
 
hampshire

hampshire

Oder denk ich da gerade falsch?
Du denkst ganz richtig aber noch nicht ganz bis zum Ende. Für die Förderungsberechnung reicht das vermutlich, in der Praxis gibt es bei der Wahl der Größe der PV Anlage mit oder ohne Speicher und auf welche Flächen ein paar weitere Fragen zu klären. Je weiter die Einspeisevergütung sinkt, desto wichtiger werden diese Betrachtungen.
Der Solarstrom ist ja nicht linear verfügbar - genausowenig wie der Stromverbrauch Deines Haushalts. Wie viel der selbst produzierten Energie Du für den Eigenverbrauch nutzen kannst und wie viel Du einspeist oder speicherst ist bei einem Faktor 3 zwischen Einspeisevergütung (Anmeldung der Anlage jetzt) und Strombezugspreis schon eine wichtige Kenngröße.
An dieser kannst Du die wirtschaftliche Dimensionierung und Ausstattung Deiner PV Anlage festmachen.
Bei der WP lerne ich aus diesem Forum, dass die optimalen Verbrauchswerte nur durch schlaue Einstellungen und guter Installation zu erreichen sind - wie sich das zu den Katalogangaben verhält weiss ich nicht.
 
B

boxandroof

WP: Die Hersteller geben nur den Cop für bestimmte Zustände an, keine Jahresverbräuche. Mit dem Cop lassen sich die Wärmepumpen untereinander vergleichen.
Der JAZ Rechner der Bafa ist ein guter Anhaltspunkt für die Realität, sofern die typischen Fehler bei Installation und Betrieb der WP vermieden werden.

Zu PV haben in anderen Foren viele nachvollziehbar dargestellt, dass eine maximale Belegung des Daches i.d.R. die wirtschaftlich sinnvollste Option ist und dass man mit Speicher im Regelfall nicht spart, sondern darauf zahlt.
 
A

Appel2000

Die Bafa hat einen Rechner für die JAZ, dieser muss für die Förderung verwendet werden. Jedenfalls war das vor 2020 so. Individuelle Einflussgrößen sind dort der Warmwasseranteil, Standort des Hauses und die Vorlauftemperatur. Letztere hängt von der Planung der Heizflächen und der individuellen Heizlast des Hauses ab.

In der Praxis ist die Arbeitszahl mehr vom Haus und der Betriebsweise abhängig als davon was im Datenblatt steht. Mit Pufferspeicher, schlecht geplanter FBH und/oder viel zu hoher Heizkurve kann die JAZ bei 3 liegen, bei guter Planung bei etwa 4,5.

Das ist immer noch genau so.

Und danke, dann ist das Thema jetzt auch geklärt!
 

Ähnliche Themen
05.05.2020PV Anlage + Speicher mit oder ohne CloudtarifBeiträge: 13
05.06.2015PV Anlage für Warmwassseraufebreitung und EinspeisungBeiträge: 15
09.11.2020Niedersachsen bezuschusst den PV SpeicherBeiträge: 20
28.03.2021Stromcloud vs. EinspeisevergütungBeiträge: 94
22.12.2015Natursteinheizung in Verbindung einer PV Anlage macht das Sinn?Beiträge: 16
24.01.2020JAZ-Berechnung für Förderung (Parameter und Tool für Berechnung)Beiträge: 29
20.11.2019PV Anlage die sich monatlich selbst trägt und amortisiertBeiträge: 41
22.03.2021PV Anlage/ Wärmepumpe, habt ihr 2 Zähler?Beiträge: 34
10.10.2017Fragen zum Thema neue PV-Anlage mit Speicher im EFHBeiträge: 39
15.06.2016Bafa: Erneuerbare Energien Wärmepumpen mit PrüfnachweisBeiträge: 32

Alle Bilder dieser Forenkategorie anzeigen
Oben