Zusammenarbeit von LWWP, PV-Anlage und Speicher

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H

hampshire

Oder denk ich da gerade falsch?
Du denkst ganz richtig aber noch nicht ganz bis zum Ende. Für die Förderungsberechnung reicht das vermutlich, in der Praxis gibt es bei der Wahl der Größe der PV Anlage mit oder ohne Speicher und auf welche Flächen ein paar weitere Fragen zu klären. Je weiter die Einspeisevergütung sinkt, desto wichtiger werden diese Betrachtungen.
Der Solarstrom ist ja nicht linear verfügbar - genausowenig wie der Stromverbrauch Deines Haushalts. Wie viel der selbst produzierten Energie Du für den Eigenverbrauch nutzen kannst und wie viel Du einspeist oder speicherst ist bei einem Faktor 3 zwischen Einspeisevergütung (Anmeldung der Anlage jetzt) und Strombezugspreis schon eine wichtige Kenngröße.
An dieser kannst Du die wirtschaftliche Dimensionierung und Ausstattung Deiner PV Anlage festmachen.
Bei der WP lerne ich aus diesem Forum, dass die optimalen Verbrauchswerte nur durch schlaue Einstellungen und guter Installation zu erreichen sind - wie sich das zu den Katalogangaben verhält weiss ich nicht.
 
B

boxandroof

WP: Die Hersteller geben nur den Cop für bestimmte Zustände an, keine Jahresverbräuche. Mit dem Cop lassen sich die Wärmepumpen untereinander vergleichen.
Der JAZ Rechner der Bafa ist ein guter Anhaltspunkt für die Realität, sofern die typischen Fehler bei Installation und Betrieb der WP vermieden werden.

Zu PV haben in anderen Foren viele nachvollziehbar dargestellt, dass eine maximale Belegung des Daches i.d.R. die wirtschaftlich sinnvollste Option ist und dass man mit Speicher im Regelfall nicht spart, sondern darauf zahlt.
 
A

Appel2000

Die Bafa hat einen Rechner für die JAZ, dieser muss für die Förderung verwendet werden. Jedenfalls war das vor 2020 so. Individuelle Einflussgrößen sind dort der Warmwasseranteil, Standort des Hauses und die Vorlauftemperatur. Letztere hängt von der Planung der Heizflächen und der individuellen Heizlast des Hauses ab.

In der Praxis ist die Arbeitszahl mehr vom Haus und der Betriebsweise abhängig als davon was im Datenblatt steht. Mit Pufferspeicher, schlecht geplanter FBH und/oder viel zu hoher Heizkurve kann die JAZ bei 3 liegen, bei guter Planung bei etwa 4,5.

Das ist immer noch genau so.

Und danke, dann ist das Thema jetzt auch geklärt!
 
H

Heidi1965

Brauche auch mal eure Meinung. Neubau in Niedersachsen. Außenmaße: 10 x 14,50 m. Ausrichtung in Nord-Süd. Satteldach also nach Ost bzw. West. Plan: FBH und Warmwasser mittels Luft-Wärmepumpe. Strombezug mittels eigener PV-Anlage und Speicher. Im Winter könnte es durch einen gegenüberliegenden Park zu Verschattungen kommen. 2 Angebote liegen vor:

a) Wärmepumpe mit 5,08 kW; 15 PV-Module mit insges. 5,1 KWp, Speicher mit 5,12 kWh
b) Wärmepumpe mit 10,7 kW; 30 PV-Module mit insges. 9,9 KWp, Speicher mit 6,5 kWh

Bisheriger Stromverbrauch im Altbau incl. Strom für Warmwasser u. Ölheizung: 5.400 kWh
Langfristig ist Anschaffung E-Auto geplant.
Kaminofen vorgesehen.

Kein KfW-Haus aber Bauweise mit z. Zt. vorgeschriebener Isolierung. Keine automatische Be- und Entlüftung.

Wie sollten Wärmepumpe, PV-Anlage und evtl. Speicher dimensioniert sein?
 
K

knalltüte

.... Die Module selbst sind in sich parallel mit 2Bus Zellen aufgebaut Die PV Ziegel sind alle parallel angeschlossen. Vielleicht ist das ein Grund für einen vergleichsweise guten Ertrag. Die Dächer stehen Süd mit vielleicht 15 Grad Richtung Ost.
Das linke Dach hat 2 Streifen PV Ziegel, das rechte Dach eine größere Fläche.Die Pfeile helfen erkennen
.
Sehr sehr nettes Haus! Scheint eine idyllische Gegend zu sein.
PV Ziegel kann ich nicht erkennen. Fantastisch gemacht!

Darf ich fragen welche Ziegel das sind, wie alt die sind und welche Leistung
in KWp je m2 die ca. haben?

Kenne die Nelskamp Solar(thermie)Ziegel, hatten die auch PV im Programm?
 
H

hampshire

Die Autarq Ziegel auf unserem Dach sind auf der Basis vom Creaton Domino und stwas leistungsschwächer als die aktuellen Ziegel. Autarq gibt einen Bereich zwischen 126 und 136 Wp je qm an. Du hast eben bei jedem Ziegel auch nicht-PV Fläche. Daher ist der Flächenertrag geringer als bei Standardmodulen. Andererseits hast Du durch die Parallelschaltung keine Schattenprobleme und kannst Dächer mit Gauben und Fenstern vollständiger belegen.
Rein auf den Ertrag bezogen sind Standardpaneele wirtschaftlicher - wenn Du in die Glaskugel guckst und eine Wertsteigerung des Hauses durch Solarziegel statt Standardmodule annimmst kann das wieder anders aussehen. Wir wollten einfach nur ein schönes Haus. Die Produktionsleistung ist besser als vom Vertrieb ausgerechnet. was will man mehr.
 
Zuletzt aktualisiert 19.05.2022
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