Zement -oder Anhydritestrich im Neubau mit Fußbodenheizung?

"Estrich / Bodenbeläge / Fliesen / Parkett" erstellt 19. 09. 2018.

Zement -oder Anhydritestrich im Neubau mit Fußbodenheizung? 4.5 5 4votes
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  1. Almo85

    Almo85

    1. 03. 2018
    55
    0
    Hallo,

    wir stehen vor der Entscheidung ob Zementestrich oder der in letzter Zeit beliebte Anhydritestrich.

    Wir haben eine LWWP in Verbindung mit einer Fußbodenheizung.
    Nun gibt es unterschiedliche Meinungen dazu, was Preis, Genauigkeit und Wärmeleitfähigkeit angeht. Glaubt man den meisten Aussagen, so gibt der Anhydritestrich die Wärme der Fußbodenheizung viel besser weiter. In einem Youtubevideo habe ich genau das Gegenteil gesehen. Was ist nun richtig?



    schöne Grüße
    Almo
     
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  3. niri09

    niri09

    13. 10. 2017
    400
    124
    Hallo,

    ich kann dir nur sagen was wir verwendet haben:
    Bäder+HWR: Zementgebundenen Heizestrich 60 mm dick
    Alle anderen Räume: Calciumsulfatgebundenen Heizestrich, 60 mm dick
    Oben drauf bekommen wir überall Fliesen.
     
  4. Obstlerbaum

    Obstlerbaum

    3. 05. 2018
    214
    100
    Um die abweichende Wärmeleitfähigkeit musst Du Dir keine Sorgen machen, da kommt Dir die Physik zu Hilfe. Wenn die Aufheizung etwas träger ist, lässt man die Heizung morgens früher anlaufen und schaltet sie dafür am Abend früher ab. Die Wärme geht nicht verloren, sie steckt so oder so im Estrich, also im Zimmer. Wo sollte sie auch sonst hin?
     
  5. Bookstar

    Bookstar

    7. 01. 2014
    871
    232
    Das ist so nicht ganz richtig. Die Wärme muss an die Oberfläche gelangen. Der Fliesestrich legt sich besser um die Rohre als Zementestrich. Es sind damit ca 3 Grad weniger Vorlauftemp. notwendig.

    Zement im Keller und in Bäder. Sonst Anhydrit. Das ist meist der Königsweg.
     
  6. Almo85

    Almo85

    1. 03. 2018
    55
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    Ja...legt sich besser um die Rohre, aber im Video sieht man, dass sich der Zementestrich angeblich besser und gleichmäßiger aufheizt
     
  7. Obstlerbaum

    Obstlerbaum

    3. 05. 2018
    214
    100
    Kurzversion: mit Anhydrit ist es natürlich einfacher und wegen der paar Kröten sollte man bei einem EFH nicht rumknausern, ich denke da sind wir einer Meinung.

    Was die Physik angeht, ist das reine Festhalten an der Wärmeleitfähigkeit des Estrichs aber eine übersimplifizierte Betrachtung der Sache. Wenn man alle Parameter der Heizung außer der Vorlauftemperatur als Konstanten annimmt, verhält sich das tatsächlich wie von Dir beschrieben. Alternativ kann man aber eine FBH über die abgenommene Wärmemenge regeln und z.B. die Durchflussmenge reduzieren, um die Abnahme pro Raum auch bei einem Estrich mit geringerer Wärmeleitfähigkeit zu erhöhen. Man muss einfach dafür Sorgen, dass n Kelvin zwischen Vor- und Rücklauf abgenommen werden. Genau diese Wärmemenge verbleibt dann eben in den Räumen, sie kann sonst nirgendwo hin.

    @Almo85: die gleichmäßigere Aufheizung des Zementestrichs entsteht genau durch die geringere Wärmeleitfähigkeit, die aber auch für die beschriebene Trägheit sorgt. In Natura ist es schnurz, wie gleichmäßig Dein Boden erwärmt wird. Das sind messtechnische Spielereien...
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. 09. 2018