Wunsch nach gemeinsamer Immobilie - akutell getrennt

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Zuletzt aktualisiert 19.04.2024
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Gelbwoschdd

@Gelbwoschdd Das finde ich echt einen coolen Ansatz, jeweils so viel aufs gemeinsame Konto zu zahlen, dass beide gleich viel eigenes Geld hat. Wäre ich nie drauf gekommen.
Ist bei uns vielleicht auch deshalb einfach
@Gelbwoschdd Das finde ich echt einen coolen Ansatz, jeweils so viel aufs gemeinsame Konto zu zahlen, dass beide gleich viel eigenes Geld hat. Wäre ich nie drauf gekommen.
Das ist bei uns aber auch deshalb recht leicht möglich, da wir beide hochgerechnet auf Vollzeit ähnlich verdienen würden. Das ist aber ja beim TE auch so. Ansonsten müsste man halt eine Lösung finden die für beide akzeptabel ist. Das war aber bei uns nie die Frage
 
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pagoni2020

Ein sehr polarisierendes Thema. Ich war selbst mal in der Lage, zu einem Partner ins vorhandene Haus zu ziehen. Das wurde saniert und erweitert, daher war auch ein Kredit (überschaubar) im Spiel. Vorher wohnten wir zusammen zur Miete.
Anfangs habe ich tatsächlich den gleichen Betrag wie vorher in der Wohnung an ihn als Miete gezahlt. Dann kam das erste Kind, Teilzeit, Einkommenseinbußen meinerseits und ich habe auf die Zahlung der halben NK reduziert. Man muss aber auch sagen, ich habe 90% der Arbeit um Haushalt, Kinderbetreuung, Garten gemacht und z.B. den verwilderten Garten wieder hergerichtet, in vielen, vielen Stunden.
Je nach Arbeitszeit passte sich mein Beitrag an, zwischenzeitlich Vollzeit habe ich wieder gezahlt, nach dem zweiten Kind dann auch eine Weile nichts, da ich nur 50% arbeiten konnte.
Es ging dann auseinander, und das Ergebnis der Beziehung (finanziell) war: er hatte das sanierte, erweiterte Haus abgezahlt, Wert dadurch mindestens verdoppelt (und in unserer kleinen Großstadt reden wir da nicht von Peanuts), ich konnte von meinen Ersparnissen auf unterem Niveau meine Mietwohnung einrichten. Da wir nicht verheiratet waren, gab es keinerlei Ausgleich.
War es jetzt so fair? Habe ich schmarotzt durch kostenloses Wohnen? Ich habe auf große Summen an Einkommen verzichtet, um mich um Kinder, Haushalt, Garten zu kümmern, ihm den Rücken frei zu halten. Unsere Vermögen haben sich massiv auseinander entwickelt. Am Ende hatte ich doch irgendwie das Gefühl, der Dumme zu sein.
(Der Fairness halber möchte ich anmerken, dass auch ein hoher fünfstelliger Betrag in mein Hobby geflossen ist, das Geld hätte ich sonst sicher gespart)
Wir sind uns einig darüber, dass Dein Fall keinesfalls fair klingt ich käme daher nicht auf die Idee, Dich als Schmarotzer zu sehen. Du fühlst Dich nun -zurecht- unfair behandelt und gerade darum geht es ja, dass TE+Partnerin dies vorher gemeinsam so regeln lassen, damit danach sich eben KEINER betrogen fühlen muss und sie lieber vorher offen darüber reden oder auch konstruktiv streiten. Aber eine Vereinbarung mit Bauchweh eingehen kann für keine Seite eine Lösung sein.
Natürlich sollte man veränderte Situationen mit Kindern, Arbeitslosigkeit u.ä. wieder gemeinsam so anpassen, damit es für Beide passt. Ich störe mich im Allgemeinen nur an manch missionarisch vorgetragener Weisheit, dass es keine Liebe ist, wenn man etwas vorher rechnet bzw. dem TE nachsagt, er wäre berechnend, obwohl er bislang nichtmal eine Miete will und das für ihn so auch ok ist.
Warum aber sollte er nicht sagen können, dass ihm diese 200TE-Option nicht gefällt, genauso wie sie es ja auch tun soll. Vlt. muss er sich von seinem Traum des eigenen Hauses verabschieden oder was auch immer aber diese Moralkeule finde ich teilw. heuchlerisch, weil natürlich Jeder seine Seite sieht, was ja völlig normal und m.E. auch gesund ist. Unseren Kindern würden wir sagen, dass sie bei so etwas vorsichtig sein sollen, Vorsicht ist doch nichts Verwerfliches.
In Eurem Fall hättet ihr wohl das Haus gleich gemeinsam besitzen sollen aber was hat nicht Jeder von uns im Leben für sinnlose und teure Runden gedreht.
Also, Nein, das war nicht fair und entgegen einer hies. Aussage ist Fairnis doch das Mindeste, was zu erwarten ist; leider ist es Dir anders ergangen....welcome to the club-
 
H

HilfeHilfe

Also eir haben einen Ehevertrag in dem klar geregelt ist wer wie viel Eigenkapital für unser Haus mitgebracht hat. Dann steht jeder zu gleichen Teilen im Grundbuch. Wir haben auch ein gemeinsames Konto und jeder sein eigenes. Jeder zahlt soviel aufs gemeinsame Konto ein, dass jeder nach Abzug seiner eigenen Versicherungen noch ca. 400-500 euro pro Monat zur eigenen Verfügung hat. Während meine Frau in Elternzeit war, hatten wir beide für einige Zeit nicht viel zur eigenen Verfügung, aber eben nicht nur sie sondern auch ich, weil ich dann mehr aufs gemeinsame Konto eingezahlt habe. Jetzt wo sie wieder Teilzeit arbeitet zahlt sie wieder etwas mehr ein und hat wieder ihre 400-500 Euro zur Verfügung und ich zahle wieder etwas weniger ein und habe auch meine 400-500 Euro zur Verfügung. So bauen sich alle 3 Konten ganz gut auf und das Kind bekommt das ganze Kindergeld auf sein Konto welches sich somit auch stetig aufbaut. Ich finde es fair weil es situationsbedingt angepasst werden kann. Ich zahle zwar fast 1000 Euro mehr als meine Frau aufs gemeinsame Konto habe aber auch nicht so viel Stress mit der Kinderbetreuung. Sollte meine Frau irgendwann wieder Vollzeit arbeiten gehen würde ich wieder weniger einzahlen und sie mehr, sodass wir dann jeder wieder gleich viel zur freien Verfügung hätten. Da wird aber auch nicht um jeden Cent nachgerechnet sondern jeder zahlt auch mal ein Essen von sich wenn er den anderen einladen will oder kauft auch so mal was von sich für alle ohne es auszugleichen, weil einem gerade danach ist.

@TE: In eurem Fall würde ich vermutlich auch nen Ehevertrag machen, mit dem was jeder hat/in die Ehe einbringt und dann zusammen nochmal bauen, so dass jeder ins Grundbuch kommt. Dann unser 3-Kontenmodell anwenden und gut ist. Dann müsstest du wohl aber dein Haus verkaufen, allerdings bräuchtet ihr ja dann kaum Fremdkapital und ihr könnt bei eurem super Einkommen noch jeder für sich gut was ansparen für die AV. Bei Trennung müsste deine Frau auf alle Fälle den höheren Anteil von dir ausgleichen wenn sie das Haus behalten will und du müsstest wenn du es behalten möchtest halt ihren entsprechenden Anteil auszahlen.
ja und die AV deiner Frau ?! Sie ist bei dem Modell klar benachteiligt weil sie Teilzeit gearbeitet hat ! Normerweise müsste du ihr noch was zubuttern
 
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Gelbwoschdd

ja und die AV deiner Frau ?! Sie ist bei dem Modell klar benachteiligt weil sie Teilzeit gearbeitet hat ! Normerweise müsste du ihr noch was zubuttern
Nein das ist bereits berücksichtigt. Ich habe ja geschrieben, dass nach Abzug der Versicherungen jeder noch das Gleiche zur Verfügung hat. Bei den Versicherungen sind mehrer Altersvorsorgebestandteile berücksichtigt.
 
P

pagoni2020

Mir rollen sich da schon ein bisschen die Fußnägel hoch: die Frau als Schmarotzerin, wohnt kostenlos. Spätestens mit der Geburt des gemeinsamen Kindes ist es nicht mehr so schwarz weiß. Da verzichtet einer (sie?) auf Einkommen, ermöglicht dem anderen die gewohnten Einnahmen. Ist das kein Beitrag?

Ich denke, hier muss jedes Paar aushandeln, was als fair angesehen wird, wenn das Haus nur einem Partner gehört. Vielleicht zahlt sie Zinsen und Nebenkosten zur Hälfte, die Tilgung geht auf ihn, denn damit baut er sein Vermögen auf? Oder soll sie halbe NK plus angemessene Kaltmiete für ein Einfamilienhaus zahlen? Oder, oder,...
....Fußnägel können wieder runter-
Schmarotzer habe ich nirgends gelesen; dennoch wäre es doch vlt. angemessen gewesen -von beiden Seiten- dies rechtzeitig anzusprechen, um eben nun kein gefühltes Ungleichgewicht entstehen zu lassen. AUF KEINER SEITE !!!
Ja natürlich ändert ein Kind Vieles genauso wie Arbeitlosigkeit oder eine gemeinsame, neue Lebensplanung.....aber eben genau darum muss es "ausgehandelt" werden und kann nicht einfach von (k)einer Seite festgelegt werden, "ich mache nur so und basta"
Ich habe beim TE nicht den Eindruck, dass er berechnend ist, für ihn ist die Mietsituation völlig in Ordnung und er fühlt sich wohl damit. Warum aber darf er sich keine Varianten wie seine Partnerin auch? Warum ist das bei ihm berechnend und wenn sie ihre Berechnung auf 200TE festlegt ist es Liebe? Und warum sollten sie sich besser trennen nur weil er (und sie ja genauso) über solhe Dinge vorher ernsthaft nachdenken? Das hat doch mit seiner Qualität als Vater nix zu tun.
Ich mag diese moralträchtigen, plakativen Verallgemeinerungen nicht, Liebe ist nur wenn es so ist, wie ich es in meinem Leben tollen Leben kenne.
 
Zuletzt aktualisiert 19.04.2024
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