Wieviele Unterlagen sind normal? Eure Erfahrungen mit Eigenvergaben?

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Dass der TE in Sarkasmus verfallen ist, war ja klar zu erkennen.

Ich habe ja auch fertig gebaut (Rohbau vorhanden). Für die Bank habe ich dann eine Liste gemacht, da standen die noch nötigen Gewerke drauf, dazu die Summen, die es voraussichtlich kosten würde. Einen Teil konnte ich mit konkreten Angeboten untermauern, die habe ich dann dazu gelegt, bei anderen waren es Schätzwerte (die jeweils eine konkrete Firma abgegeben hatte, die war auch benannt - hätte man also nachprüfen können).
Das wurde so akzeptiert, war anscheinend plausibel genug. Da wollte niemand eine Unterschrift von einem Architekten o.ä.

Eure Bank würde es also nicht akzeptieren, wenn ihr die Bodenplatte mit einem extra Angebot einreicht? Schon merkwürdig.
Es ist die Gesamtsituation. Wenn 2 unabhängige Banken aussagen Sie sehen ein Risiko der Nachfinanzierung deutet es auch auf ein "knappes" Höschen bei der Finanzierung hin !
 
Ich glaube du brauchst niemanden der bänkisch kann. Du musst einfach nur ein wenig in die andere Perspektive schauen

Die Bank will einen Preis haben für die Kaufnebenkosten des Grundstücks, welche wir schon vor einem Jahr bezahlt haben und somit einfach gar keine Relevanz mehr hat.
Aus Sicht der Bank hat das sehr wohl Relevanz. Hausbau/Finanzierungsbedarf wird immer inklusiver aller Nebenkosten gerchnet. Wenn du jetzt sinngemäß sagst: "Hey was da für Kaufnebenkosten waren, das möchte ich euch eher nicht sagen", dann wirkt das schon im ersten Schritt intransparent und nicht vertrauenserweckend. Unsere Bank hat im Zuge unseres Immobilienkaufs auch 1-2 Mal gezuckt, als ich ein "Ne das haben wir schon bezahlt" bzw. "ne das ist auch noch Eigenkapital" wir haben dann enstprechende Abrechnungen gezeigt und auch entsprechend das Eigenkapital nachgewiesen. Bei uns war das eine zeitlich sehr enge Geschichte, die Bank hat aber gemerkt, dass wir "leistungsfähig" sind und seitdem ist alles extrem entspannt.

Die Küche soll man in die Liste schreiben, aber darf nicht mit finanziert werden, aber mit beim EK darf man sie auch nicht einrechnen, da dass EK ja zuerst eingebracht werden muss, vor dem Kredit - und man das Küchengeld aber ja am Ende noch braucht. Etc.pp.
Ehrlich gesagt wundert mich, dass euch das wundert...gerade der Unterschied ist beim Bau irgendwie normal.

Wir haben gegenüber der Bank ganz klar gemacht, wie viel Eigenkapital wir einbringen werden,
Welchen Teil wir für die Küche einplanen
und was wir an Rücklage haben für DInge, die nicht das Haus betreffen -> Autokauf etc.

Es gibt idealerweise ja einen Unterschied zwischen eurem Eigenkapital und dem eingebrachten Eigenkapital.

Wir werden uns einfach erkundigen und einen Profi holen, der all unsere gut recherchierten und fundierten Zahlen in "bänkisch" übersetzt/aufbereitet/unterschreibt. Denn genau daran scheint es offensichtlich aktuell zu scheitern.
Ich glaube ihr habt eine Erwartung an die Bank, die falsch ist. Ich lese (und da kann ich mich auch irren), dass ihr in Bezug auf eure Infos, die ihr über euch an die Bank gebt, etwas zugeknöpft seid. Am Ende geht es darum, dass ihr für die Bank ein zuverlässiger solventer Partner seid und dafür müsst ihr euch auch gut verkaufen.

Du schreibst ja auch von deinen gut recherchierten Zahlen -> Ihr habt aber auch die konkreten Angebote mit abgegeben, oder?
 
So ganz kann ich die Problematik eurer Banken nicht nachvollziehen.

Wir werden alle Gewerke einzeln vergeben, kein Architekt, kein GU.
Die Bank bekam von uns ein simple Liste, in der alle Angebotspreise und alle Schätzungen enthalten sind.
Für alles wo wir Kosten über 5k erwarten, haben wir ein Angebot eines Unternehmens beigelegt. Außer bei den Außenanlagen, das sind bisher reine Schätzwerte.
Wir haben uns von 2 Banken ein Angebot geholt und für keine war das ein Problem.
Und viel Puffer haben wir bei unserer Finanzierung auch nicht.
 
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Also ich finde, es macht schon einen Unteschied, ob man den Banken eine plausible und nachvollziehbare Auflistung von Preisen inkl. Angeboten vorlegt oder einfach nur aufzählt, was man als Laie glaubt für einzelne Positionen auszugeben.
 
Wir haben gegenüber der Bank ganz klar gemacht, wie viel Eigenkapital wir einbringen werden,
Welchen Teil wir für die Küche einplanen
und was wir an Rücklage haben für DInge, die nicht das Haus betreffen -> Autokauf etc.

Es gibt idealerweise ja einen Unterschied zwischen eurem Eigenkapital und dem eingebrachten Eigenkapital.
Genau so ist es. Als ich beim Vermittler war, hieß es "geben Sie ruhig auch das Geld an, was Sie nicht einbringen wollen. Für die Bank ist das gut, wenn sie sieht, dass noch Reserven da sind".
Niemand wird sich doch von vornherein auf den letzten Cent nackig machen. Geld für die Küche behält man zurück, das weist man nach, dass es vorhanden ist, aber in die Finanzierung geht es nicht ein. Ein Sümmchen X behält man zusätzlich als Puffer. So kann man kleine Sachen auch beim Bauen (je nach Größe von X) selbst ausgleichen und muss keinen Konsumkredit aufnehmen, falls während des Baus die Waschmaschine kaputt geht.
 
Eine große Bank hatte mal den Werbespruch "Vertrauen ist der Anfang von allem", und auch wenn die Banken in den letzten Jahren viel dafür getan haben, dieses Vertrauen zu verspielen, geht es eben nicht ganz ohne, und das bedingt, dass man der Bank gegenüber offen und ehrlich sein muss. Das scheint der TE aber nicht zu wollen, was dann konsequenterweise zu einem Nichtgeschäft führt.
 
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