Wie lange habt ihr für euer Haus/EK gespart?

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Ich konnte nie sparen. Von der Hand in den Mund. Als ich vor 6 Jahren einigermaßen anfing zu verdienen, war erstmal Konsum angesagt. Dann hatte ich irgendwie das Gefühl ich müsse zuschlagen. Ja, meine Mietwohnung ging mir auf den Keks, gleichzeitig merkte ich dass die ganzen Preissteigerungen in Berlin nicht aufhörten und schließlich hatte ich eine ETW gefunden, die ich mir laut Onlinerechner vermutlich leisten können würde, ohne Makler war und noch frei.
Mit Finanzberater geguckt und es war knirsch machbar. Vater für die Nebenkosten angehauen und nach viel Überredungskunst auch das Hindernis genommen (als Darlehen mit 3%, nicht das mir hier Ausnutzen der älteren Generation vorgeworfen wird). Das war bis jetzt die beste finanzielle Entscheidung meines Lebens.
Dass ich fünf Jahre später eine Familie und Hauswunsch haben sollte, hatte ich damals nicht für möglich gehalten. Mit mittlerweile recht gutem Einkommen (für Berlin) und der Wertsteigerung der ETW ging auch diese Finanzierung knapp durch.
Die meisten hier würden mich für verrückt halten, aber tatsächlich schlafe ich wie ein Baby.
Das Grundstück ist schon im letzten Jahr ca. 10% im Marktwert gestiegen (zumindest nach den wenigen Angeboten zu urteilen). und ich bin zuversichtlich, das zumindest in Berlin und Umgebung noch keine echte Blase ist, sondern eher eine Aufholjagd gegenüber anderen Metropolregionen passiert.
Im Herbst wird sich rausstellen ob eine andere finanzielle Entscheidung (Investment) sich als noch besser herausstellt, dann müsste ich danach noch besser schlafen.
 
Eine Zeit lang zu sparen und zu sehen, mit wie viel Rate man sich monatlich wohl fühlt, finde ich sehr sinnvoll (Corona ist dabei leider nicht repräsentativ. seit 1 Jahr hat sich unsere Sparrate ohne Zutun fast verdoppelt...)
Ausreichend EK, um mindestens die Nebenkosten abzudecken ist sicher sinnvoll.
Aber ob man am Ende mit 80k oder 120k in die Finanzierung geht, ist m.E. weniger entscheidend, als ob Rate und Laufzeit passen.
 
Ich habe größten Respekt vor den konsequenten Sparern. Uns fehlte dazu immer die Disziplin. Wenn es mit einem Haus dann klappt, kann man das als Lebenskunst schönreden. Ich hatte beruflich bis heute in der Summe mehr Glück als Pech.
Der empfehlenswerte Weg ist natürlich einen Plan aufzustellen, sich daran zu halten und frühzeitig zu reagieren, wenn sich Lebensumstände ändern. Dann wird der Plan angepasst und sich an den angepassten Plan gehalten.
 
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Mit 24 ging mir das zur Miete wohnen auf die Nerven und ich hab mir eine "Ruine" vom Land Niedersachsen gekauft, welches von denen geerbt wurde. Ich hab 7500€ bezahlt für 430qm Grundstück und 92qm Wohnfläche. Das hab ich dann für ca 40000€ bewohnbar gemacht und nach und nach saniert. Als sich dann später das zweite Kind ankündigte, bin ich spontan auf die Suche gegangen und es gab am nächsten Tag eine Massenbesichtigung von einem Haus mit 1000qm Grund und ~140qm Wohnfläche. Plus 3 Garagen, Wintergarten und Keller. Inseriert für 179k.
Es war gepflegt, aber Baujahrsgerecht vom Stand der Technik. Also 1963.
Hab nach der zweiten Besichtigung ein Angebot über 160k abgegeben inkl Finanzierungsbestätigung. Geeinigt bei 163k. Nach Übergabe innerhalb von 11 Wochen saniert inkl Elektrik, Wasser, Abwasser, etc. Keine Wände versetzt, auch kein Dach neu.
Inkl Sanierung 230k bezahlt.

Fazit um zum Thema zu kommen: gespart habe ich nie. Durch Glück hab ich jung das erste Haus gefunden und einen kleinen Betrag zwangssparen müssen. Gedanken hab ich mir nie gemacht und den Lebensstil einschränken um für ein Haus Geld zu haben kam mir nie in den Sinn. Ich wollte immer und möchte noch Sushi für 25€ pP essen können wann immer ich möchte. Zoo mit den Kindern auch mal spontan. Oder wie jüngst einen Wohnwagen für 1100+ein wenig für die Technik spontan kaufen.

ABER: Das ist nur mein Lebensweg mit ein wenig Glück. Andere sind anders. So ist es und so bleibt es.

Achso: Haus 1 in 2010, Haus 2 in 2017 gekauft. Haus 1 2017 verkauft. Lage 40km von Hannover entfernt in einem 6000 Einwohner Dorf.
 
Ich habe nach meiner Ausbildung noch studiert und musste mich in der Zeit selbst finanzieren. Da blieb nicht viel zu sparen, hab aber immer im Rahmen meiner Möglichkeit auf die Seite gelegt. Allerdings ohne festes Sparziel, ich fand mieten immer attraktiv.

Mein Mann hat länger gespart/sparen können dank Elternhaus. Wir haben uns erst spät kennen gelernt und dann kam unser Kind, sodass unsere Wohnung zu klein ist. Unser Vermieter ist ein A.... vor dem Herrn, sodass wir beschlossen haben unser Geld lieber ins Eigenheim zu stecken.
Eigentlich wollten wir noch sparen, aber a) wird es bei uns zu eng und b) lohnt es sich angesichts der Preise und Gelegenheiten nicht.

Daher jetzt kurzen Prozess gemacht und mit ca. 170k EK ein neues RMH finanziert. Wir sind allerdings auch schon deutlich Ü30.
 
Wir haben nie bewusst gespart, sondern stets Ausgaben hinterfragt. Damit blieb automatisch Geld übrig, was jeden Monat aufs Tagesgeld geschoben wurde. Als wir dann vor 7 Jahren gebaut haben, sind wir in der Anfangsphase der Planung mit ca. 70k EK gestartet. Da sich der Bau etwas gezogen hat, dürften dann gut 100T€ EK reingeflossen sein.
Sparzeit waren ca. 7 Jahre, wobei in der Zeit Bafög zurückgezahlt wurde, 1 Gebrauchtwagen angeschafft und 2 ersetzt wurden und auch noch die Hochzeit finanziert wurde. Waren damals aber auch noch andere Verdienste als jetzt, wenn ich überlege, dass wir damals mit ca. 3500€ netto für beide kalkuliert hatten.
 
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