Wie lange habt ihr für euer Haus/EK gespart?

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C

chand1986

@Marit

“Normal“ war auf die Einkommensverteilung bezogen. Es hat niemand gesagt: Wir sind Normalopersönlichkeiten trotz unnormal hohen Einkommens. Es wurden eher normale Einkommen suggeriert - und das stimm faktisch einfach oft nicht. Mit gönnen können hat das nichts zu tun.

Ich finde aber interessant, was schon alles als Neid durchgeht...
 
W

Wiesel29

Genau diese Denke hat mich dazu bewogen, Personalverantwortung zu meiden ...
Also da du jetzt der zweite bist muss ich wohl doch mal drauf antworte.
Ich hab ne 41 Stunden woche und die werden auch geleitstet. Wenn er mal Rückfragen hat dann nur zu Sachverhalten die von mir bereits abschließend bearbeitet wurden. Das ist aber in 90% der Fälle nichts was nicht bis zum nächsten Tag warten kann.
Wenn ich, aus welchen Gründen auch immer, mal nach 4 oder 5 Stunden schon Feierabend mache dann hab ich dafür davor entweder Überstunden aufgebaut oder arbeite die Zeit entsprechend nach. Dank Gleitzeit kann ich meine Arbeit zwischen 6 und 20 Uhr erledigen. Und ja wann ich die Leiste darf ich entscheiden.
Und keine Sorge wenn es eine kurze knappe Sache ist die der Chef wissen will dann wird das natürlich noch kurz besprochen aber wenn es was aufwänigeres ist und ich nen Termin hab dann muss es eben bis morgen warten. Kam vielleicht ein bisschen zu extrem rüber.

Bevor jetzt wieder einer mit irgendeinem Klischee kommt soll er es doch bitte auch bennen. Dann kann ich es wenigstens enträften (für mich zumindest).

Grüße :)
 
I

ivenh0

Ich hatte mit Sicherheit finanziell sehr sehr viel Glück im Leben. Dennoch behaupte ich, dass das langfristig nicht ausreicht um finanziell "abgesichert" zu sein.

Ich habe nach dem Bachelorstudium ab dem 1. Gehalt alles bis auf 1.000€ monatlich gespart. 1 Jahr später neben einer 50h/W ein Masterstudium angefangen und geheiratet. Ein weiteres Jahr später mit Hausplanung/-bau angefangen, ordentlich EL reingesteckt und mit dem Einzug dann das erste Kind bekommen. Dazu kam ein Jobwechsel, der Abschluss des Masters und das zweite Kind.
Der Jobwechsel war ein absoluter Jackpot. Work - Life perfekt, Klima genial, Bezahlung Mega.
Ja, ich oute mich gerne, wir haben 180k von den Eltern für das Grundstück bekommen. Anders wäre es so niemals möglich gewesen. Dennoch zählt mehr dazu. 2017 ein Investment im Kryptobereich und mittlerweile ein Gehalt von weit über 4k netto bei StK 4 sorgen dafür, dass wir uns mittlerweile mit unter 30 Jahren finanziell sehr gut aufgestellt fühlen. Wäre einer der Elemente Zuschuss, Investment oder Gehalt nicht so gekommen, würde die Situation komplett anders aussehen. Wir wissen um unser Glück und schätzen es sehr. Dennoch haben wir auch sehr viel dafür gegeben.
 
hampshire

hampshire

Den Anspruch, sofort das eine Lieblingsfach außerhalb voll zu studieren ohne nebenher arbeiten zu müssen, finde ich völlig überzogen.
Die Frage ist ja immer auch an wen der Anspruch gerichtet ist. Einen eigenen Anspruch zu formulieren und selbst darauf hin zu handeln ist etwas Anderes als die Verantwortung für die Erfüllung des Anspruchs an andere z.B. Familie oder Gesellschaft zu delegieren
Es ist in unserer Wohlstandsblase schwer zu erkennen was "anspruchsvoll" ist. Hilfreich ist es hin und wieder zur Ruhe zu kommen, über den Alltagshorizont hinaus zu blicken und darüber zu sinnieren, für welche alltägliche, als selbstverständlich hingenommene Annehmbarkeiten wir verfügen. Wem das gelingt, der wird mit einem angenehmen Gefühl der Dankbarkeit belohnt.

Würde nicht behaupten, dass das Neid ist sonder einfach unterschiedliche Auffassungen vom Leben bzw. unterschiedliche LEbenseinstellungen und Philosophien. Ist ja auch nichts schlimmes, wenn solche "Kriterien" fallen? Das regt eine Diskussion an - oder gibt es für dich nur DIE eine Meinung?
Den Begriff Neid hätte ich in diesem Zusammenhang auch nicht gewählt. Ich finde dieses Forum erfreulich "neidarm". Es gibt natürlich nur DIE Meinung. Dennoch fällt mir auf, dass es hier oft darum geht eine Diskussion zu "gewinnen". Eine Diskussion lebt davon, eine Haltung/Meinung/Standpunkt/These zu vertreten und für diese zu werben. Gleichzeitig lebt die Diskussion davon, sich mit der Haltung/Meinung/Standpunkt/These des Mitdiskutanten (nicht notwendigerweise Gegner) hinhörend und differenzierend auseinander zu setzen. Fällt der Teil des Hinhörens weg, entsteht schnell der Eindruck, es ginge um DIE Meinung.
 
C

chand1986

Die Frage ist ja immer auch an wen der Anspruch gerichtet ist. Einen eigenen Anspruch zu formulieren
Genau. Wäre es ein Anspruch „an sich selbst“, wäre aber auch Arbeiten nebenher um den Anspruch zu erfüllen immer eine mitgedachte Option. Oder eben ein Umweg zum selben Ziel, der finanziell darstellbarer ist. Genau dieser Gedanke kam mir viel zu kurz, denn:
Ich reagierte auf - salopp: „Bafög für alle“. Deshalb meinte ich natürlich Ansprüche an andere.
 
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