Wie lange habt ihr für euer Haus/EK gespart?

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J

Joedreck

Das ist ähnlich wie dem hier häufig zu lesenen "ein ganz normales/schlichtes/bescheidenes/einfaches Haus mit Dusche + Bad; Garten, Garage, 2 Autos, Kinderzimmer für jedes Kind, Küchen mit Betonarbeitsplatte, Holzfussboden und noch andere Annehmlichkeiten die nicht mehr viel mit der Beschreibung zu tun haben.

Also, wenn ich "Normalo" lese mit 80.000 netto (!) pro Jahr, dann klingt es eher höhnisch in meinen Ohren. Haste mal die Zeitung aufgeschlagen und nachgelesen was die ausführende Kräfte im Gesundheitswesen gerade verdienen? Wenn nicht, empfehle ich es dir. Oder reiche es gleich nach: ich bin einer derjenigen und habe rund um 20.000 netto im Jahr.

Ich gönne beinahe jedem seinen guten Verdienst. Aber das unverschämte relativieren auf "Normalo" ist echt ein Schlag ins Gesicht derer die trotz Arbeit deutlich weniger verdienen. Es hilft auch wenn du dir im Klaren bist dass dein Lohn keineswegs "verdient" ist sondern durch allerlei gesellschaftliche und andere Ungerechtigkeiten in dein Portemonnaie gespült wird.

Weisste, es wäre schön wenn Gutverdiener ihren Verdienst auch als solchen zu schätzen wüssten. So ist es eher zynisch.


Ich habe mein Haus nur durch finanzielle Unterstützung aus der Familie zahlen können. Aber das finde ich nicht schlimm. Gut-und Sehrgutverdiener kriegen die Geschenke durch die Gesellschaft und die Umstände, andere von der Familie.
Tut mir leid, da muss ich widersprechen. Natürlich kann man als Normalo noch in diesen Gehaltsregionen sein, auch wenn es viel erscheint. Hier wurden eben die finanziell (!!!!) besseren Entscheidungen getroffen und daher ist das Gehalt auch verdient. In Deutschland bekommt man kein Gehalt geschenkt, es ist so gut wie immer mit Zeit oder Qualifikation erkauft.
Und die Ungerechtigkeit findet nicht beim Besserverdiener, sondern in den unterbezahlten Berufen statt.
 
E

exto1791

Tut mir leid, da muss ich widersprechen. Natürlich kann man als Normalo noch in diesen Gehaltsregionen sein, auch wenn es viel erscheint. Hier wurden eben die finanziell (!!!!) besseren Entscheidungen getroffen und daher ist das Gehalt auch verdient. In Deutschland bekommt man kein Gehalt geschenkt, es ist so gut wie immer mit Zeit oder Qualifikation erkauft.
Und die Ungerechtigkeit findet nicht beim Besserverdiener, sondern in den unterbezahlten Berufen statt.
Sehe ich auch so... Sobald mal im Nettobereich bei einer Einzelperson die 3k geknackt werden kommst du mit der "einfachen" flexiblen Arbeit nicht mehr durch... Da wird schon viel mehr abverlangt, das ist definitiv so. Man muss einfach wissen was man will.

Die Ungerechtigkeit in den unterbezahlten Berufen bekommt man aber dadurch nicht bekämpft... Somit sei jedem sein "gutes" Gehalt gegönnt - dafür muss man aber auch ackern.
 
K1300S

K1300S

bra-tak

bra-tak

Da jetzt hier ja vieles - verständlicherweise - gelöscht wurde, kann ich leider nicht mehr direkt in den Konflikt einsteigen. Ich möchte trotzdem @Bookstar eine Entschuldigung aussprechen.
Ich bin mit meiner Wortwahl an einer Stelle übers Ziel hinausgerauscht, wenngleich ich nach wie vor dazu stehe, dass die Grenze zum Populismus schon arg weit ausgereizt wurde. Sei es drum, dies hat aber in Schriftform nichts in einem öffentlichen Forum zu suchen und dafür bitte ich um Entschuldigung.
Ich habe politische Ansichten und andere Personen haben andere. Auch wenn ich mich politisch gemäßigten und toleranten Mitmenschen halte, muss auch ich weiter an mir arbeiten.
 
B

Bookstar

Angenommen, finde ich eine gute Geste. Auch ich bin nicht davor gefeit, ab und zu über das Ziel hinauszuschießen. Ich schätze das Forum aufgrund dessen Vielfalt an unterschiedlicher Meinungen und finde den Diskurs zwischen den Fachthemen immer wieder erfrischend, auch wenn es natürlich meist in Offtopic mündet. Solange es respektvoll ist und vom Admin toleriert wird, ist doch gut.

BTT: das Thema finde ich gut, da man auch Ansätze der Vermögensbildung in Abgleich mit Preisentwicklung und Marktentwicklung betrachten muss. Den einen Weg zum Ziel gibt es nicht, aber aus meiner Sicht gibt es je nach Umfeld eine Gewichtung der Möglichkeiten. Bei großen Preissteigerungen macht ein sparen und Aufschieben des Vorhabens wenig Sinn. Interessant ist, was aktuell die richtige Strategie ist, ich beobachte:

a) ansteigende Bauzinsen
b) ansteigende Preise
c) keine Zinsen auf Spareinlagen
d) anziehende Inflation (ist diese nachhaltig)?
e) gute Entwicklungen an den Finanzmärkten
f) gute KFW Fördersituation (war aber schon besser in Summe)

Aus diesen Beobachtungen schließe ich, dass es aktuell eher von der persönlichen Situation abhängt. Wie sehr will ich schon ein Haus und wie schmerzhaft wäre noch ein paar Jahre warten? In Summe würde ich wohl as soon as possible loslegen und nicht abwaren.
 
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