Wie lange habt ihr für euer Haus/EK gespart?

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Das ist ähnlich wie dem hier häufig zu lesenen "ein ganz normales/schlichtes/bescheidenes/einfaches Haus mit Dusche + Bad; Garten, Garage, 2 Autos, Kinderzimmer für jedes Kind, Küchen mit Betonarbeitsplatte, Holzfussboden und noch andere Annehmlichkeiten die nicht mehr viel mit der Beschreibung zu tun haben.

Also, wenn ich "Normalo" lese mit 80.000 netto (!) pro Jahr, dann klingt es eher höhnisch in meinen Ohren. Haste mal die Zeitung aufgeschlagen und nachgelesen was die ausführende Kräfte im Gesundheitswesen gerade verdienen? Wenn nicht, empfehle ich es dir. Oder reiche es gleich nach: ich bin einer derjenigen und habe rund um 20.000 netto im Jahr.

Ich gönne beinahe jedem seinen guten Verdienst. Aber das unverschämte relativieren auf "Normalo" ist echt ein Schlag ins Gesicht derer die trotz Arbeit deutlich weniger verdienen. Es hilft auch wenn du dir im Klaren bist dass dein Lohn keineswegs "verdient" ist sondern durch allerlei gesellschaftliche und andere Ungerechtigkeiten in dein Portemonnaie gespült wird.

Weisste, es wäre schön wenn Gutverdiener ihren Verdienst auch als solchen zu schätzen wüssten. So ist es eher zynisch.


Ich habe mein Haus nur durch finanzielle Unterstützung aus der Familie zahlen können. Aber das finde ich nicht schlimm. Gut-und Sehrgutverdiener kriegen die Geschenke durch die Gesellschaft und die Umstände, andere von der Familie.
Na, Stop! Wenn ihr zu zweit für 20k netto p.a arbeiten geht, dann seid ihr keine ausgebildeten Pflegekräfte. Ich habe für meinen Verdienst 6 Jahre studiert, 2 Jahre praktische Ausbildung und 40T€ Studienkredit am Hals. Wir liegen mit 4200€ brutto im Monat im höheren Dienst über dem Durchschnittsverdienst, aber nicht im unnormalen Bereich.
Ich wollte mit meiner Aussage weder einen anderen Beruf abwerten, noch meinen als wichtiger darstellen, aber die Zahl war von dir falsch interpretiert, sie fasst beide Gehälter zusammen.

Das hat auch nichts mit Glück zu tun, sondern mit jeder Menge Aufwand und Initiative. Ich habe mit 19 Jahren noch kein Geld verdient und einen anderen Weg eingeschlagen als du. Deswegen ist meiner nicht besser. Falls es also höhnisch klang, bitte ich um Entschuldigung, ich habe mich dabei auf meinen Vorredner bezogen.

Andere studierte Fachkräfte verdienen übrigens deutlich mehr als ich, weshalb ich trotzdem keine Neiddebatte aufmache. Jeder darf sich selbst für seinen Weg entscheiden. Ich bin zufrieden, wie es ist und sehr glücklich darüber, dass ich in einer Region in der Geld nicht auf den Bäumen wächst, mit dieser Summe nach Hause gehe.
 
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Noch als Nachtrag:
Ich bekomme nichts geschenkt von der Gesellschaft. Die letzten 12 Monate habe ich jeden Tag einen neuen Kommentar darüber lesen können, wie faul meine Berufsgruppe (Lehrer) durch die Coronakrise kommt.
 
Wie gesagt, habe ich mich ungünstig ausgedrückt. Meine Frau und ich bekommen 80k netto p.a. gemeinsam.
Als Einzelgehalt würde ich euch in allen Sehrgutverdieneraussagen zustimmen.
 
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