Werner Wohnbau Erfahrungen - Wer kennt diesen Anbieter?

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B

Biene Maja

Hallo,

wer weiß was zu Werner Wohnbau GmbH in Niedereschach?
wer hat mit Erfahrungen mit Werner Wohnbau?

Es wäre super, wenn mir hier jemand Erfahrungen und Informationen weitergeben könnte.

Danke!
 
H

Hausmaus

Hallo,

habe Erfahrungen mit Werner Wohnbau, bis jetzt allerdings nicht nur Positive. Wir wollten eigentlich dieses Jahr im Juli einziehen.

Vertrag wurde im Oktober geschlossen. Baubeginn sollte eigentlich sofort sein. Nun schiebt der Bauträger den schwarzen Peter der Stadt und die Stadt den schwarzen Peter dem Bauträger zu. Im Oktober und November geschah nichts und Werner Wohnbau liess uns ohne weitere Begründung warten.

Dann kam der Winter. Als es endlich wärmer wurde Ende Februar, dachten wir es geht nun endlich los. Wieder nichts. Jetzt ging es diese Woche endlich los, allerdings erst mit den Kanalisationsarbeiten. Da wurde uns eigentlich auch signalisiert dass das alles bereits erledigt sei.
Nun zittern wir gerade ob der Bau überhaupt vor dem nächsten Winter fertig wird.
Das alles kostet uns eine Menge Geld, unnötigerweise wie ich finde.
Hätte ich das vorher gewusst hätte ich einen anderen Bauträger gewählt.
Beispiel bei einer Bekannten von mir, ähnliche Ausgangssituation, aber anderer Bauträger. Vertragsabschluss im Oktober letztes Jahr, nur steht bei ihr mittlerweile bereits der Rohbau.

Ich hoffe ich konnte dir mit meinen Erfahrungen zu Werner Wohnbau weiterhelfen und hoffe es haben vielleicht noch ein paar Leute Positiveres zu berichten.

LG
 
A

Aristonikos

Hallo,

wer weiß was zu Werner Wohnbau GmbH in Niedereschach?
wer hat mit Erfahrungen mit diesem Bauträger?

Es wäre super, wenn mir hier jemand Infos geben könnte.

danke!
Werner Wohnbau ist eine Firma, die nach unserem Eindruck in den vergangenen Jahren sehr schnell expandiert ist, was in der konkreten Abwicklung zu einigen Problemem führen kann. Hier einige Beispiele aus eigener Erfahrung mit Werner Wohnbau (Zeitraum 2009/10, Rhein-Main-Gebiet):

- Besichtigung eines Bauplatzes mit einem Verkäufer von Werner Wohnbau im April 2009, Unterzeichnung einer Reservierung
- wie wir im Nachhinein wissen: keine gute Beratung durch die Verkäufer:
einerseits Zeitdruck, andererseits monatelanger Stillstand, keine vollständigen Details zur Frage des Kellerbaus (Notwendigkeit einer "Weissen Wanne", die erhebliche Kosten verursacht, wird erst nach Vertragsabschluss deutlich), keine vollständige Beratung in Bezug auf Sonderwünsche
- Notartermin Mitte Mai 2009, vertraglich zugesicherte Fertigstellung des Hauses Ende Februar 2010
- Abwicklung aller weiteren erforderlichen Schritte in den folgenden Monaten ohne jede weitere Verzögerung von unserer Seite
- einer Projektentwicklungsfirma, für deren Arbeit über 20.000 Euro pro Haus zu zahlen war, soll alle Formalitäten erledigen, die für den Bau, die Baugenehmigung, die Räumung des Grundstücks usw. erforderlich sind, hierbei wird ein wichtiger Problempunkt übersehen
- der Baubeginn verzögert sich aufgrund dieser zuvor angeblich nicht absehbaren Komplikationen, die vom Projektentwickler hätten beseitigt werden müssen und können, um Monate
- deshalb: Fertigstellung unserer Bodenplatte zwei Monate nach dem vertraglich vereinbarten Fertigstellungstermin des Hauses
- gute Kooperation mit den Bauarbeitern vor Ort, äußerst mühsam und schleppende Zusammenarbeit mit dem Bauleiter der Firma Werner Wohnbau, der einen überforderten, zum Teil schwer erreichbaren und stellenweise unfreundlichen Eindruck macht
- etliche, zum Teil gravierende Mängel bei der Ausführung des Baus, die wir nur deswegen bemerken, weil wir von Bauschritt zu Bauschritt externe Gutachter hinzuziehen, deren Mängelrügen wir Werner Wohnbau gegenüber einbringen. Zur Durchsetzung der nachträglichen Korrektur gibt es ein gesetzliches Recht auf Zurückbehaltung des Doppelten der Summe für die Beseitigung der gerügten Mängel bei Fälligkeit der nächsten Rate.

Die beschriebenen Probleme führen bei allen Eigentümern unserer Reihenhäuser zu Mehrkosten aufgrund der Verzögerungen (Mitkosten länger als kalkuliert plus Bereitstellungszinsen der Baudarlehen bei der Bank) von bis zu mehreren Hundert Euro pro Monat. Bei einer rechtlichen Prüfung stellt sich heraus, daß eine Vertragsklausel, aus der für einen solchen Fall vorgesehene Zahlungen einer Konventionalstrafe seitens Werner Wohnbau folgen, so gummiartig formuliert ist, daß sie im Streitfall wohl kaum durchsetzbar wäre. (Hierauf hat uns übrigens auch der Notar, bei dem wir den Vertrag abgeschlossen haben, nicht hingewiesen!) Vorsicht an diesem Punkt - es könnte sich lohnen, bei Vertragsabschluss auf einem eindeutig fixierten Fertigstellungszeitpunkt und auf eindeutigen Formulierungen in der Frage einer Konventionalstrafe bei dessen Nichteinhaltung zu bestehen. Und es ist ratsam, für den Vertragsabschluss auf einen eigenen Notar seines Vertrauens sowie einer kritischen Prüfung des Vertrags durch einen eigenen Rechtsanwalt vor Vertrtagsabschluß zu bestehen.

Wir haben diese Probleme mit Werner Wohnbau vor allem deswegen trotz allem Ärger einigermaßen gut durchgestanden, weil wir

(a) uns als Eigentümergemeinschaft aller neu zu errichtenden Reihenhäuser frühzeitig zusammengeschlossen und gemeinsam abgesprochen haben, was auch persönlich ein Gewinn war und
(b) weil wir frühzeitig einen kompetenten Verband mit der Qualitätskontrolle der Bauten beauftragt haben, der uns durch die Arbeit seiner ExpertInnen rechtzeitig auf Risiken und Fehler aufmerksam gemacht hat, die wir als Laien nie bemerkt hätten. Die Kosten dafür schätzen wir auf etwa 1% der Gesamtbaukosten. Das lohnt sich auf jeden Fall.

Wir können nur allen BauherrInnen raten, in ähnlicher Weise vorzugehen und wünschen viel Erfolg!
 
Zuletzt bearbeitet:
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C

Clavadista

(b) weil wir frühzeitig einen kompetenten Verband mit der Qualitätskontrolle der Bauten beauftragt haben, der uns durch die Arbeit seiner ExpertInnen rechtzeitig auf Risiken und Fehler aufmerksam gemacht hat, die wir als Laien nie bemerkt hätten. Die Kosten dafür schätzen wir auf etwa 1% der Gesamtbaukosten. Das lohnt sich auf jeden Fall.


Hallo Aristonikos,

können Sie mir den Gutachter nennen?
Nachdem wir auf dieses Forum gestoßen sind, ergibt sich aus meiner Recherche, dass man Werner Wohnbau wohl Vertrauen kann, aber trotzdem fährt man besser nach dem Motto "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser".
Welchen Haustyp haben Sie gekauft?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
A

Aristonikos

Es handelt sich um ein Haus Typ 136.
Die Gutachter sind verschiedene Bauingenieure des Verbandes Privater Bauherren e.V.

Soweit wir das bisher erkennen können sind die Häuser völlig ok und auch die Ausführung, abgesehen von den oben aufgelisteten Mängeln (oder anderen solchen bei Ihnen ...) ist in Ordnung. Man muß halt ständig aufpassen und kommt ohne Bausachverständige auf keinen Fall aus. Es sei denn, man ist selbst Bauingenieur/in.

Es dürfte eigentlich kein Problem sein, die künftigen Nachbarn jetzt schon zu kontaktieren. Ganz einfach in den Notarvertrag schauen: Da stehen alle mit Namen und Adresse drin. Wir haben unsere Nachbarn auf diese Weise kontaktiert: Anschreiben, zum Kaffeetrinken einladen, sich kennenlernen, Erfahrungen austauschen und dann zusammen die gemeinsamen Interessen und Erfahrungen gegenüber Werner Wohnbau ermitteln und vertreten. Das ist recht einfach und sorgt schon vor der Zeit gemeinsamer Nachbarschaft für gute Stimmung...

Viel Erfolg!
 
E

Einstein2011

@Aristonikos
Danke für die Info. Unabhängig von den Anfangsschwierigkeiten hoffe ich aber, dass es Euch gefällt (?).

@ Alle
Sollten sich hier weitere Interessenten für das BV in Wi-Erbenheim finden, bitte melden. Ich bin sehr für einen Zusammenschluss aller Eigentümer um dann ähnlich wie Aristonikos das Bauvorhaben anzugehen.
Hallo,
wir interessieren uns auch für das BV Wiesbaden-Erbenheim. Haben allerdings Probleme mit der Reservierungsvereinbarung (Projektentwicklungskosten). Wissen Sie, wie viele Häuser bereits verkauft sind (erst wenn 4 Häuser verkauft sind, fängt Werner Wohnbau an zu bauen). Haben Angst, den Kreditvertrag zu unterzeichnen, da wir nicht wissen, wie viele tatsächlich verkauft sind. Wer hat da Erfahrungen?
 

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