Welchen KFW Standard und welche Technik bei Neubau

Dieses Thema im Forum "Haustechnik / Ökologie - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Tx-25, 6. 06. 2018.

Welchen KFW Standard und welche Technik bei Neubau 4 5 5votes
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  1. Tx-25

    Tx-25

    6. 06. 2018
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    Welchen KFW Standard und welche Technik bei Neubau


    Hallo zusammen. Meine Freundin und ich wollen ein Haus bauen. 140-150 qm, 1,5 Geschosse. Nach anfänglicher Überlegung ein KFW 40 Haus zu bauen, bin ich davon dann doch schnell abgekommen. Die allgemeine Meinung liegt da, das sich das nicht rentieren wird (rein die Kosten betrachtet). Wir wollen nun nach KFW 55 bauen.

    Fußbodenheizung ist im gesamten Haus angedacht. Der Rest bereitet uns aber trotz intensiver Recherche Kopfzerbrechen. Für den Standard KFW 55 ist ja eine WP oder ein Gasanschluss (dann mit Anteil an erneuerbarer Energie) Pflicht oder?

    Was haltet ihr für die beste Kombination bei KfW 55? Ich war eigentlich immer auf eine Erdwärmepumpe/Grundwasserpumpe eingestellt. Diese ist aber bei einem Neubau etwas überdimensioniert oder? Was für eine Technik empfehlt ihr bei einer Luftwärmepumpe?

    Macht es Sinn zusätzlich eine PV-Anlage (wegen der zusätzlichen Stromkosten der WP und natürlich generell) oder Solarthermie zu installieren? Wäre Solarthermie bei einer WP noch zusätzlich Pflicht? Bei Gas wäre es doch die Solarthermie Pflicht oder?

    Mich würde zudem interessieren, was ihr von einer KWL haltet. Wenn ja, mit oder ohne WRG?
    Ich weiß, dass sich die Kosten der Anlage nicht wieder reinholen lassen. Dafür ist es aber ein Komfortgewinn (man muss nicht lüften und hat frische Luft). Bringt es noch mehr? Durch die gesetzten Filter würde sich auch der Schmutz wie Pollen, Staub etc. im Haus verringern oder? Vielleicht hat ja noch jemand aktuelle Erfahrungen mit den ganzen Anlagen. Ich habe natürlich schon viele gelesen, die aber alle i. d. R. bereits vor 3-4 Jahren mitgeteilt wurden.

    Habe ich ansonsten noch etwas wichtiges an Anlagen oder Möglichkeiten vergessen?
     
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  3. Nordlys

    Nordlys

    14. 01. 2017
    3.832
    1.515
    Streng ökonomisch lohnt nur enev Mindeststandard. Beispiel. Unser Haus kam 163 mit 30 er Ytong plus Weber Leichtputz plus Silikonharzanstrich. Dreifach verglaste Fenster und Fussbodenheizung. Es hat somit nur enev mindest Standard. Nun heben wir es auf kfw 55. Das heisst, 36,5 er Ytong, also mehr Grundfläche oder kleinere Zimmer. Lwwp statt Gasheizung. Blower Door Test.
    Aufpreis rund 20 tausend. Ersparnis Heizkosten rund 100 Euro im Jahr , [emoji3]rechne selbst.
     
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  4. Tx-25

    Tx-25

    6. 06. 2018
    12
    1
    Hm okay. Schade eigentlich, dass es sich nicht lohnt. Mir gefällt der Gedanke, zukünftig etwas unabhängiger von der Preisentwicklung wie Strom, Gas etc. zu sein. Ich glaube ich rege mich mehr über jährlich teilweise deutlich steigende Kosten auf, als einmal mehr zu investieren. Da ich nicht mit Geld um mich schmeißen kann, sollte die Investition natürlich nicht unnötigerweise mehrere Tausend Euro betragen. Vor allem wenn ich die so gut wie gar nicht mehr rein hole. Als Ansatz würden mir hier eigentlich schon 2/3 der Kosten reichen, wenn ich die wieder rein bekäme.

    Vielleicht hat noch jemand Infos, welche Systeme besonders gut mit einander harmonieren, oder vor allem auch nicht. Beispiel: Macht bei einer Wärmepumpe überhaupt eine PV und/oder Solarthemie sinn?
    Ich vertraue leider wenig auf Angebote, da es da meist eher auf viel Technik für viel Geld hinausläuft.

    Wie hoch sind die Mehrkosten für eine Luftwärmepumpe gegenüber einer Gasheizung? Ist Gas überhaupt gut für eine Fußbodenheizung (die ist gesetzt) geeignet?
     
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  5. Nordlys

    Nordlys

    14. 01. 2017
    3.832
    1.515
    Gasbrennwert harmoniert super mit FHZ. Faustregel, brauch ich viel Strom, also Wärmepumpe zum Beispiel, lohnt Fotovoltaik. Brauch ich wenig Strom, Gasheizung, lohnt Solar. Ne kwl ist m.E. ein verzichtbares Komfortextra, aber eine Fensterfalzzwangsbelüftung ist nötig.
    Alles andere an Haustechnik dient nur dazu Dich auszurauben.
    Die ökologischste Heizart wäre Fernwärme aus erneuerbarer Energie oder Kraftwärmekopplung. Aber gibt es leider kaum.
     
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  6. Deliverer

    Deliverer

    25. 05. 2016
    414
    117
    Bitte lies dich doch durchs Forum. Das Thema Heizung gibt es hier gefühlte 100 Mal...

    Ergänzung: Selbst beim Mindeststandard erwarten Dich sehr geringe Energiekosten.
    Und: Reine Luft-Luft-Wärmepumpen heizen keine FBH, was Du brauchst ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Aber wahrscheinlich meintest Du das.
    Solarthermie rechnet sich selten, Photovoltaik häufig und irgend eine Art von Zwangsbelüftung ist Pflicht.
     
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  7. Tx-25

    Tx-25

    6. 06. 2018
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    1
    Okay, ich hätte nicht gedacht, dass ich mal bei Gas lande, aber es scheint für mich darauf hinaus zu laufen. Ist bei Neubauten ab einem gewissen Dämmwert also eine Lüftungsanlage Pflicht?

    Fensterfalzbelüftungen kommen für uns eher nicht in Frage. Ich empfinde die "Technik" als sehr überholt. Klar ist es günstig, aber es erzeugt doch weder eine optimale Belüftung, noch hat es irgendeinen andern Vorteil oder? Lüften müsste ich mit der Variante ja auch zusätzlich.
    Das heißt also ich müsste mir dann doch noch über eine Lüftungsanlage Gedanken machen?
     
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