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ᐅ Welche Heizung für 23 °C Raumtemperatur

Erstellt am: 14.09.20 13:46
F
Fetzerino
Hallo Community,

seit einigen Tage lese ich mich zu den aktuellen Heizungstechnologien ein und habe das Gefühl, dass es mehr Fragen als Antworten bringt, weshalb ich mich nun mit meinen Fragen an euch richte in der Hoffnung, dass erfahrene Nutzer mit diesem System Antworten für mich haben.

Meine Frau und ich möchten gern ein KFW40+ Haus mit etwa 130 qm bauen. Das Haus wird eine unverbaute Sicht gen Süden haben, was im Sommer und Winter viel Sonne bedeuten wird. Auf dem Dach soll eine Photovoltaikanlage installiert werden. Aktuell tendieren wir eher zu einem Fertighaus, aber auch hier befinden wir uns noch in der Findungsphase.
Wir beide wohnen aktuell in einer Wohnung mit Fußbodenheizung und Gastherme und wir empfinden die Wärme, welche die Fußbodenheizung ausstrahlt als angenehm. Als Raumtemperatur habe ich zentral 23 °C an der Gastherme eingstellt, weil wir beide es doch sehr warm mögen, welche dann aber über lokale Thermostate nach unten reguliert werden kann.

Bei einem Fertighaus wird einem meist die Proxon Luft-luftwärmepumpe angeboten und als das Ding am Markt angeboten. Recherchiert man jedoch weiter, sieht ma Vor- und Nachteile der ganzen Technologie, so wie bei jedem Thema.
Ich habe bisher gelesen, dass viele ihre Räume auf 20 - 21 °C mit der Luft-luftwärmepumpe heizen. Ich habe jedoch noch nicht rausbekommen, ob man mit einer Luft-luftwärmepumpe auch die 23 °C ohne diese Zuheizplatten hinbekommt. Die Frage ist auch, was diese Zuheizplatten an Leistung aufnehmen? Der Vertriebler vom Fertighausanbieter, meinte auch, dass man über diese Zuheizplatten ganz schnell (5 min) den Raum wärmer bekommt. Letztendlich funktioniert die Geschichte wie ein Fön. Wenn ich aber einen Fön mit 2 kW in einen Raum halte habe ich nach 5 min keinen merklichen Unterschied.

Frage: bekomme ich eine Raumtemperatur von 23 °C auch ohne Zuheizplatten hin, auch bei größeren Räumen? Was verbraucht so eine Zuheizplatte? Hat jemand noch zusätzliche Verbrauchsdaten der Heizung? Wie verhält es sich in kalten Wintertagen? Letztendlich geht es mit um das Raumklima und 23 °C sind nicht gleich 23 °C, was mir auch klar ist.

Als Alternative kommt wohl ein Luft-Wasser-Wärmepumpe in Frage. Von der Effizienz solle diese so wie die Luft-luftwärmepumpe sein in der Anschaffung teurer, da die Leitungen verlegt werden müssen, aber da die Vorlauftemperatur niedriger ist wohl sparsamer im Betrieb. Stimmt das? Mit dieser Heizungsart sollte es kein Problem sein mit den 23 °C auch bei größeren Räumen, oder? Hat hier jemand ebenfalls Verbrauchsdaten?
Letztendlich hängt es vom eigenen Verhalten ab, das ist mir klar, aber über die Zahlen kann man ein Gefühl bekommen.

Eine Kühlung im Sommer ist mit dieser Heizung nicht möglich, soll aber über Zusatz mit einer Luft-luftwärmepumpe möglich sein. Wird es in einem KFW40+-Haus im Sommer sehr warm?

Vielen Dank für eure Hilfe und Infos
B
Bookstar
15.09.20 16:19
Das ist ja ok und auch positiv wenn du wenig verbrauchst. Aber ich habe ein Problem damit, wenn das als normal dargestellt wird. Du hättest Warmwassererzeugungskosten jährlich von ca. 30 Euro im Sommer und vielleicht 100 Euro im Winter. Das wären 130 Euro. Ich habe Datenmaterial da geht niedrig von 240 Euro bis sehr hoch 540 Euro. Da fällt das komplett aus dem Raster.

Eine Person braucht täglich laut Statistiken ca. 40 Liter Warmwasser (Durchschnitt). Bei 2 Personen 80 Liter. Da sind keine Wärmeverluste berücksichtigt, die je nach Auslegung der Heizung locker den doppelten Erhitzungsbedarf ausmachen würden. Das wären ohne Verluste also Netto ca. 6 kwh Energie. Bei COP4 wären es 1,25 kwh. Das wäre dann bei dir schon die obere Range. Die 0,8 schaffst du nur im Urlaub oder mit noch geringerem Verbrauch.

Aber gut mein Arbeitskollege dreht der gesamten Familie im Sommer das komplette Warmwasser ab. Ist ein Sparfuchs. Im Winter hat er 14 Grad im Schlafzimmer und Schal um. Kann man alles machen, aber sowas ist sehr ... nennen wir es speziell!

Wir sind wohl das Gegenteil. Wir duschen täglich, kochen viel und benötigen wohl locker täglich mehrere hundert Liter Warmwasser. Da sind unsere 3kwh für die Aufbereitung wohl schon ein sehr guter Wert
S
Specki
15.09.20 17:05
Bookstar schrieb:

Das ist schon cool. Entweder ihr braucht so wenig warmes Wasser oder ihr könnt die physikalischen Grenzen sprengen. Das deine Wärmepumpe mehr als 4kwh aus einer kwh Strom macht glaube ich nicht wenn es Luft-Wasser-Wärmepumpe ist. Wir brauchen zu zweit ca. 200l Warmwasser täglich, etwas kühlt auch unverbraucht aus. Das sind 12kwh bei COP4 sind es 3kwh effektiv. Also müsstet ihr mit 70l Warmwasser auskommen und der Speicher hätte keine Verluste.
Das erklärst du mir bitte mal da könnte nicht mal eine Person warm duschen...

Nur um hier mal wieder ein Gegenbeispiel zu bringen....
Ich fand deinen Verbrauch recht hoch, drum hab ich bei uns mal nachgeschaut.
Wir sind vor 4 Jahren und ich glaub 3 oder 4 Wochen hier eingezogen. Damals wurden vor dem Einzug neue Zähler gesezt, weswegen ich den Warmwasserverbrauch gut ablesen konnte.
Küche: 4,9 m³
Bad: 36,8 m³

Wir sind damals als 3-Köpfige Familie eingezogen. 2 Erwachsene und ein Baby. Inzwischen sind wir 2 Erwachsene und 2 Kinder mit 3 und 5 Jahren.

Wenn ich jetzt unseren Gesamtwarmwasserverbrauch von 41,7 m³ durch 4 Jahre und 365 Tage rechne, komme ich auf einen Verbrauch von knapp 30 Liter pro Tag.

Ich will das nicht als normal hinstellen, da wir schon sparsam sind. Im Sommer dusche ich ganz gerne auch mal kalt. Im Winter wird das Warmwasser in der Küche zum Abspülen oft über unseren Holzofen erwärmt.
Deswegen halt ich jetzt 70 Liter nicht für so unrealistisch

Das ist jetzt nur so als Denkanstoß gemeint, dass es einfach auch andere Zahlen gibt. Das wir auch weit außerhalb der Norm liegen, ist mir schon klar.

Gruß
Specki
D
Daniel-Sp
15.09.20 17:11
Korrigiere mich, wenn ich falsch überschlage.

Mit einer COP von 3,5 erhalte ich 3,5 kWh Wärme. Um ein 1m3 Wasser um ein Grad zu erwärmen brauch ich 1,16 kWh. Somit kann ich mit 1kWh elektrisch in einem 300l Speicher ca 9° Temperaturhub schaffen. Das passt zu unserer Anlage. Soll Temperatur sind 48°C, der wird einmal meist gegen 12:00 Uhr aufgeheizt, die Speichertemperatur beträgt dann meist um die 38-40°C.

Im Winter verbrauchen wir mehr Warmwasser.
B
Bookstar
15.09.20 20:30
also ich sehe das so, dass du Wasser entnimmst und neues Wasser von ca. 15 Grad (kaltes Leitungswasser) aus der Leitung auf 48 Grad aufheizen musst. Zusätzlich kühlt sich dein noch vorhandenes Wasser im Pufferspeicher von 48 Grad auf 40 Grad über die Standzeit ab und muss dann auch wieder aufgeheizt werden.

Somit ist deine Rechnung in meinen Augen nicht korrekt?
D
Daniel-Sp
15.09.20 20:46
Ich dachte eigentlich, daß die Entnahme des heißen Wassers mit dem Nachfüllen vom frischen Wasser parallel läuft. Oben entnehme ich warmes Wasser und unten läuft kaltes Wasser nach. Die Temperatur im Speicher ist ja an jedem Punkt auch anders.
Jedenfalls ist es bei uns wie beschrieben. Nach Aufheizen Speicher 48°C. Am nächsten Tag vor Aufheizen 38-40°C (Abkühlen und Verbrauch). Dann mit 1kWh aufheizen auf 48°C. Das läuft so bis auf wenige Ausnahmen genau einmal in 24h.
warmwasserverbrauchspeicherküchetemperatur