Was muß man beim Wände entfernen/versetzen beachten?

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I

Ingo.M

Hallo, ich bin neu hier im Forum und heiße Ingo, ich habe mir gerade eine ca. 40 Jahre alte Wohnung mit deutlichem Renovierungsstau gekauft, unter anderem möchte ich gerne das Badezimmer vergrößern, dazu müsste ich in der Wohnung Wände versetzen, Laut Original Bauzeichnung steht an den Wänden LW, was wohl Leichtwand bedeuten soll, in Natura ist das wohl eine 10 bzw. 12,5cm dicke Ytong Wand.
Kann man solch eine Wand einfach weg nehmen oder kommt dann die Decke (Beton) runter?
Muss ich da was abstützen?
Wie mauert/Klebt man dann am besten die neue Wand?, würde wohl gerne 10cm Ytong nehmen und diese anstatt mit Putz mit Rigipsplatten versehen (Putzen kann ich nicht, mit Rigipsplatten habe ich Sowas schon mal bei einem Bekannten gemacht).
Gruß Ingo
 
I

Ingo.M

Hier ist ja richtig was los im Forum, 3 Fragen gestellt und nach 3 Tagen noch nicht einmal 1 Antwort, Respekt!
 
W

Wastl

Was bringt dir eine Antwort: "Ja versetz die Wand ruhig" und dir haut es nachher die Decke runter? Es gibt einen Statikplan für dein Haus, dort sollte vermerkt sein welche Wände tragend sind und welche nicht. Die Bauzeichnung selber würde ich als nicht ausschlaggebend ansehen.
Prinzipiell ist es möglich die Wand zu versetzen, wenn es keine tragende Wand ist. Hast du Elektrik in der Wand? FBH unter der neuen Wand? Dann wird es schwerer.
 
I

Ingo.M

Einen Statikplan gibt es für das Haus leider nicht, wird sicherlich mal einen gegeben haben, ich habe nur die Original Bauzeichnung mit Maßen und eben der Angabe LW (Leichtwand) an den besagten Mauern. Fußbodenheizung gibt es nicht, das war vor über 40 Jahren noch kein Standard, Kabel, ja, Licht und Strom für die Räume wird da sicherlich liegen, das sollte aber nicht so wild werden, vorher abklemmen und die benötigten Kabel in/an die neue Wand legen.
 
B

Bauexperte

Hallo Ingo,

Hier ist ja richtig was los im Forum, 3 Fragen gestellt und nach 3 Tagen noch nicht einmal 1 Antwort, Respekt!
Deinen Sarkasmus kannst Du Dir schenken!

"Wastl" hat Dir die, aus meiner Sicht, richtige Antwort gegeben. Was Deine Fragen nach dem Austausch des Heizsystems incl. Dämmung der Heizkörpernischen betrifft, so sind diese in Unkenntnis der genauen Parameter ebenfalls nicht zu beantworten.

Ich gehe mal davon aus, daß Du ein Schnäppchen mit der Wohnung gemacht hast und jetzt glaubst, in einem Forum wie diesem, die erforderlichen "billigen" Antworten zu finden. Nur ist das nicht ganz so einfach, wie Du zu glauben scheinst, denn es gilt ja weitere Wohnungen zu beachten. Du kannst natürlich russisches Roulette spielen und darauf vertrauen, daß die Antworten, welche Du hier erhältst dem Alltagstest standhalten; wirklich empfehlenswert ist dieses Vorgehen deshalb noch lange nicht.

Schnäppchen hin oder her - um Wände verschieben zu können, braucht es die Statik als Basis. Ist diese nicht mehr vorhanden, muß sich ein Fachmann die Sache vor Ort anschauen. Die nächste Frage, welche es zu beachten gilt, welcher Raum der unteren Wohnung liegt unter dem "neuen" Bad? Kann eine Lärmbelästigung entstehen, wie kann die Entwässerung sinnvoll gewährleistet werden etc.? Gleiches gilt für den Austausch des Heizsystems, Lass Dich in dieser Angelegenheit von einem Heizungsbauer beraten; nicht wenige von ihnen sind recht fit in Sachen Altbauten und deren Tücken.

Bei allem Verständnis dafür, selbst Hand anlegen zu wollen, sollte ein Unterfangen, wie die Sanierung einer Wohnung innerhalb eines MFH nicht ohne externen Sachverstand in Angriff genommen werden.

Liebe Grüsse, Bauexperte
 
I

Ingo.M

Hallo Ingo,


Was Deine Fragen nach dem Austausch des Heizsystems incl. Dämmung der Heizkörpernischen betrifft, so sind diese in Unkenntnis der genauen Parameter ebenfalls nicht zu beantworten.

Ich gehe mal davon aus, daß Du ein Schnäppchen mit der Wohnung gemacht hast und jetzt glaubst, in einem Forum wie diesem, die erforderlichen "billigen" Antworten zu finden.

Die nächste Frage, welche es zu beachten gilt, welcher Raum der unteren Wohnung liegt unter dem "neuen" Bad? Kann eine Lärmbelästigung entstehen, wie kann die Entwässerung sinnvoll gewährleistet werden etc.?
Bei allem Verständnis dafür, selbst Hand anlegen zu wollen, sollte ein Unterfangen, wie die Sanierung einer Wohnung innerhalb eines MFH nicht ohne externen Sachverstand in Angriff genommen werden.
Hallo Bauexperte,
Nach genauen Parametern hat mich hier ja noch gar keiner gefragt, die Wohnung war auch beileibe kein Schnäppchen, ich habe hier auch nicht nach "billigen" Antworten gefragt, da interpretierst du dir selber was rein, mir ist klar daß ich ca. 20-25T€ noch in die Wohnung stecken muss, klar würde ich ein paar Sachen auch gerne selber machen, spart nun mal im allgemeinen Geld, nur würde ich bevor ich zu Handwerksfirmen gehe, mich schon mal gerne im Voraus etwas informieren, die Wand vom Badezimmer soll um ca. 40 cm versetzt werden, unter dem Badezimmer ist ein Badezimmer, auch die Entwässerung soll nicht angetastet werden, ich möchte lediglich eine größere Dusche verbauen können und etwas mehr Platz vor dem Waschbecken und neben dem WC haben.
Und das mit dem externen Sachverstand, naja, ich hatte angenommen daß in einem Hausbauforum sich auch Personen vom Fach mit dem von dir angesprochenen Sachverstand aufhalten.
Ich habe aber mittlerweile mit einem Architekten telefoniert, und der hat mir die Aussage gemacht daß in der Bauzeichnung mit LW markierte Wände, grundsätzlich keine tragenden Wände sind, bzw. diese nur sich selbst tragen, zumindest solch eine Aussage hätte hier von Fachleuten im Forum auch gemacht werden können.
Und auch die Antwort, Heizkörpernischen dämmt man nicht, ohne eine Begründung, bringt mich jetzt auch nicht wirklich weiter, mein Schornsteinfeger hat mir vor Ort genau das Gegenteil empfohlen, die Wand, Klinker + ?(Holzplatte?) hinter den Heizkörpern hat gerade mal noch 14cm, und da würde jede Menge Heizleistung nach draußen verschwinden, die sollte ich dämmen oder gleich ganz zumauern, so zumindest dessen Aussage.
Gruß Ingo
 

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