Viel EK, niedriges Einkommen: bauen oder nicht?

4,40 Stern(e) 5 Votes
C

CitizenX

Hallo zusammen,

da ich auf den Gebieten Hausbau und Finanzierung ein absoluter Neuling bin, hoffe ich, dass ich hier ein paar Antworten finde und bedanke mich schon mal im Voraus

Unsere Ausgangslage: ich (36, Angestellter, unbefristeter AV im ÖD) und meine Frau (37, Hausfrau) haben zwei Kinder (6 J. und 7 M.) und würden gerne ein (Massiv-)Haus bauen. Es soll keine Villa werden, wir planen mit ca. 120-130 m² ohne Keller und erst mal ohne Garage/Aussenanlagen.

Wir wohnen in einem Vorort von Köln in einer ziemlich begehrten Wohnlage. Unsere Finanzen sehen folgendermaßen aus:

- 2.000 € netto Gehalt (wird sich in den nächsten Jahren durch Weiterbildung voraussichtlich erhöhen)

- 380 € Kindergeld

- ca. 20.000 € auf drei Sparkonten (auf die weiterhin eingezahlt wird), ursprünglich für die Kinder angelegt und sollte eher nicht als EK in die Finanzierung mit einfließen. Im Notfall nehmen wird das Geld ganz oder teilweise trotzdem in die Hand, da wir früher oder später Immobilien erben werden.

- ca. 15.000 frei verfügbares EK.

- und das Beste zum Schluss : wir sind Besitzer einer ETW im Wert von ca. 300.000 € (vergleichbare Wohnungen gehen bei uns in der Gegend für diesen Preis weg). Beim Verkauf der ETW wird noch die Steuer fällig, da wir die Wohnung erst Anfang des Jahres geschenkt bekommen haben. Das sind ca. 285.000, die uns davon übrig bleiben. Ergibt mind. 300.000 € EK.

- Wir sind komplett schuldenfrei, bewohnen unsere Immobilie selbst (zahlen ca. 300 NK/Monat) und uns bleibt monatlich vom Einkommen ca. 1.000 € übrig.

Unser Plan sieht folgendermaßen aus: demnächst werden bei uns im Ort städtische Grundstücke für ca. 120-150 T. € verkauft, darauf möchten wir ein Haus bauen, das nach unseren Vorstellungen ca. 200 T. € kosten wird. Nimmt man die Nebenkosten und unvorhergesehene Ausgaben dazu, ist man schnell bei 400 T. €.

Meine Frage ist daher, ob unser Vorhaben unter diesen Voraussetzungen überhaupt realisierbar ist. Können wir mit unserer Immobilie zwischenfinanzieren und sie dann, wenn das Haus steht, verkaufen,
um daraus einen Teil des Kredits zurück zu bezahlen? Was kostet so eine Zwischenfinanzierung ungefähr? Oder wäre es klüger, einen Käufer zu finden, der uns in der Wohnung wohnen lässt, bis das Haus fertig ist?
Und wie weit kommen wir überhaupt, wenn wir z.B. nur 500 € monatlich für die Tilgung aufbringen können?

Sorry für den langen Text und danke im Voraus!

CitizenX
 
P

Payday

hoi

mit einen theoretischen Eigenkapital von 300.000€ bei einen 400.000€ Projekt wird dir jede Bank sofort den Kredit geben, da der Beleihungswert für die totsicher ist (die bekommen ihr Geld nahezu garantiert ).
mit nur 1 Verdiener wiederum ist das wieder schwieriger(bei 2k netto aber auch kein Problem). wessen Eigentumswohnung ist das denn jetzt genau? wer hat die gerbt oder geschenkt bekommen?
warum wollt ihr da nicht wohnen bleiben, ne 300.000€ Eigentumswohnung ist doch sicherlich auch groß und schick. wäre doch komfortabel, keine miete, Finanzierung usw... irgendwer hat sich ja ggf. Gedanken gemacht bei der "Schenkung" ?
du kannst im Internet mal schauen, wie viel rate ihr für 100.000€ für x Jahre (wielange wollt ihr denn) bezahlen müßtet und dann prüfen, ob ihr das bezahlen könnt und auch wollt (weil jetzt kostet es 0€, dann sicherlich 500-600€...).
die Bank wird euch den Kredit sicher geben, da euer Eigenkapital wirklich mehr als ordentlich wäre. Probleme könnte es höchstens bei der Bereitstellung des Eigenkapitals geben (verkauf - Auszahlung des Geldes - Auszug aus der etw).
 
C

CitizenX

Hallo Payday,

die Wohnung habe ich von meinen Eltern geschenkt bekommen, sie gehört mir allein. Sie ist mit ihren 3 Zimmern und ca. 80 m² (wovon noch 12 m² vom Riesen-Balkon abgezogen werden müssten) auf Dauer leider zu klein für uns 4. Wir hatten zunächst alternativ an eine größere 4-Zimmer-Whg. gedacht, die sind hier jedoch a. Mangelware und b. werden für vernünftige Wohnungen Preise jenseits der 400 TEur abgefragt. Ein eigenes Haus mit Garten für ungefähr den gleichen Preis wäre jedoch viel schöner, vor allem wegen der Kids.

Die von dir erwähnte Bereitstellung des EK macht mir auch am meisten Sorgen. Ein möglicher Plan wäre, das vorhandene EK (15000 + das Geld von den Sparkonten, wenn es sein muss) in den Grundstückserwerb zu investieren und zusätzlich einen Kredit aufzunehmen. Ob ich einen solchen i.H.v. ca. 100 TEur bekommen würde, muss ich noch herausfinden. Wenn es hinhaut, dann könnte man versuchen, die Wohnung daraufhin zu verkaufen und mit dem Käufer zu vereinbaren, dass wir eine gewisse Zeit gegen Miete oder Kaufpreisminderung dort wohnen bleiben können. Mit diesem Geld könnte man dann den Hausbau finanzieren und evtl. Sondertilgungen beim Kredit zu leisten.

@merlin83: Die Wohnung wurde vor 5 Jahren von meinen Eltern gekauft.
 

Ähnliche Themen
10.01.2017Baufi ohne Eigenkapital, dafür anderweitigen VerbindlichkeitenBeiträge: 37
17.07.2015Unsicher wegen FinanzierungBeiträge: 43
14.05.2016Hauskauf: Finanzierung (mit/ohne Eigenkapital)Beiträge: 24
01.07.2020Finanzierung über KFW 55 oder doch von Bank??Beiträge: 18
01.11.2019Immobilie kaufen - Wie vorgehen? Makler, Bank, Eigentümer?Beiträge: 15
22.06.2017Welche Kredithöhe und welches Eigenkapital der Bank angeben?Beiträge: 57
02.07.2013Wohnriester für Hauskauf-Finanzierung - Wer hat Erfahrungen?Beiträge: 16
11.03.2020Grundstück als Eigenkapital - Das Warten wert?Beiträge: 10
13.03.2021802k€ für Haus inkl. Kaufnebenkosten mit 600k€ Kredit - machbar?Beiträge: 86
03.11.2020Hausbau. ETW verkaufen oder vermieten?Beiträge: 52

Alle Bilder dieser Forenkategorie anzeigen
Oben