Versickerung von Regenwasser, welche Methode?

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Hi,

wir fangen demnächst an zu bauen und das Baugenehmigungsfreie Verfahren wurde auch nicht widersprochen.

Allerdings haben wir (auf anraten des GÜ), bei der Gemeinde angegeben, das Regenwasser über eine Mulde im Garten zu versickern.

Das Amt schreibt vor:
Das Niederschlagswasser soll/muss versickern, eine Berechnung der Versickerungsanlage nach ATV-DVWK A-138 ist erforderlich und muss nachgewiesen werden. Ein Versickerungsversuch oder gleichwertiger Laborversuch ist erforderlich.


Wir selbst haben ja gar keine Ahnung was dieses Thema betrifft. Habe auch schon versucht mich ein bisschen einzulesen, ist aber wohl sehr komplex das ganze Thema.

Also wie gesagt, angegeben hatten wir eine Mulde, somit konnte die Gemeinde es selbst genehmigen und musste nicht zu unteren Wasserbehörde.

Ein Nachbar in unserem Neubaugebiet hat einen Sickeriglu verbaut und findet es viel besser als ne Mulde, da man damit kein "Feuchtbiotop" im Garten hat.

Der 2.Nachbar der schon gebaut hat (dieser hat mit dem gleichen Erdbauer/Gartengestaltung, sein Grundstück aufschütten lassen, wie wir es machen lassen), hat eine Rigole verbaut bekommen.

Nun frage ich mich, was besser/günstiger ist?
Anbei mal das Angebot, worin auch die Rigole dabei ist.

Der Sickeriglu scheint doch einiges billiger zu sein ??

Hoffe ihr könnt mir weiterhelfen, damit ich weiß, wie ich am besten Versickern soll.
 

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Ich weiß nicht was ein Sickeriglu ist aber wir haben einen Sickerschacht platziert.
Das sind einfach ein paar Betonringe und oben noch einer mit einer Trichterartigen Form darauf.Der Boden wurde mit groben Steinmaterial gefüllt.
Kosten kann ich dir nicht benennen das wir ein inklusive Angebot von unserem Erdbauer hatten.Du kannst ja einfach mal in den Baumarkt fahren dann hast du schon mal den Preis von dem Teil.
Die Arbeitsleistung musst du halt mit deinem Erdmensch noch besprechen.
 
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Voraussetzung für eine Regenwasser-Versickerung ist ein versickerungsfähiger Boden. Dieser muß als Durchlässigkeitsbeiwert (Kf-Wert) im Bodengutachten benannt worden sein, das dem GÜ vorliegen sollte. Ist die Versickerungsfähigkeit nicht gegeben, erübrigt sich die Planung einer Rigole. Ggf. kann ein Sickerschacht (Betonringe etc.) geplant werden, der in größeren Tiefen versickerungsfähigen Boden erreicht. Immer vorausgesetzt, das ein MIndestabstand von 1,00m zum höchsten jemals gemessenen Grundwasserstand eingehalten wird. Das gilt für die Rigole, wie auch für den Sickerschacht.

Wenn das alles nicht durch ein Planungsbüro nachgewiesen werden kann, sollte eine Sondererlaubnis der Gemeinde die Einleitung des Regenwassers in die Kanalisation erlauben. Die preisgünstigste Lösung.
 

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