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ᐅ Vergleichtests verschiedener zentraler Kontrollierte-Wohnraumlüftungen + weitere Fragen

Erstellt am: 01.11.17 17:46
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4Motion
Hallo liebe Forum-Gemeinde,

habe ein paar Fragen zu kontrollierten Wohnraumlüftungen bei denen mir meine eigenen Recherchen im WWW und hier im Forum nicht weitergeholfen haben. Wer nicht alles lesen will, einfach direkt weiter zu den Fragen

Zunächst zu unserer Situation: Zwei Bauträger haben uns unabhängig voneinander von Kontrollierte-Wohnraumlüftungen abgeraten. Der erste sagte, kann man sich sparen. Er baut am liebsten mit Ziegelsteinen (Poroton), die sind diffusionsoffen und die überschüssige Feuchtigkeit wandert nach außen. Außerdem bringt er Rotkalkputz auf die Wände, die sehr schnell sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgegeben können und außerdem Schadstoffe absorbieren. Beides (Putz und Poroton) bietet keinen Nährboden für Schimmel und Bakterien. Einfach ab und zu Stoßlüften und gut ist. Die Reinigung der Rohrsysteme außerdem sieht er kritisch. Ok, erst mal seine Meinung.
Der andere Bauträger baut komplett mit Holz, argumentiert aber gleich. Er erzählte uns von Kunden, die eine Kontrollierte-Wohnraumlüftung zur Sicherheit haben wollten, sie nun aber komplett abgeschaltet haben, weil sie sie nicht brauchen.

Unser Start war also erst mal Contra Kontrollierte-Wohnraumlüftung. Nach meinen Recherchen möchte ich aber dennoch eine haben. Ich persönlich bin außerdem sehr lüftungsfaul. Meine Frau hingegen ist ein Lüftungsfanatiker und braucht immer ganz viel frische Luft. Sie findet die Luft in den Fertighaus-Ausstellungen auch immer sehr stickig, weswegen wir noch mehr gegen eine Kontrollierte-Wohnraumlüftung waren. Sie möchte eigentlich lieber dauerhaft selbst lüften. Manche Fenster stehen auch mal länger in Kippstellung bei uns.

1. Ich bin noch etwas kritisch. Gibt es eine Statistik, wie viel Prozent der Neubauten eine Kontrollierte-Wohnraumlüftung haben?
2. Für mich als Laie hören sich alle Systeme gleich an. Gibt es Vergleichstests zwischen den verschiedenen Marken? Da die Kontrollierte-Wohnraumlüftungen so verbreitet sind, müsste es dafür ja genau so Tests geben wie für Staubsauger oder Küchengeräte
3. Welche sind die Marktführer und welche führen eher ein Nieschendasein? Damit ich die Big-5 selber mal vergleichen kann.
4. Sollte man besser runde Kanäle mit weiten Radien verwenden anstatt die flachen Kanäle die zum Teil hart um 90° abknicken, damit die Reinigung besser möglich ist oder habt ihr darauf keinen Wert gelegt.
T
Tentakel
21.11.17 20:49
KingSong schrieb:
Dann ist das aber kein diffusionsoffener Wandaufbau! Unser Wandaufbau in Holzständer von innen nach außen, Lehmputzplatten - OSB - Ständerwerk mit Mineralwolle - Holzfaserdämmung - Putz.....keinerlei Dampfsperre oder sonstiges Plastikgelumpe. Vom unabhängigen Bauprüfer des Bauherren-Schutzbund als sehr guter Wandaufbau empfunden.

Bis auf den Lehmputz ist das auch unser Aufbau.

Ist ein Standard Detail im Holzbau OSB oder Folie als Dampfbremse, dann ausgedämmter Ständer und außen Winddichtschicht aus Faserplatte oder Bahn. Von innen nach außen immer weniger Dicht. Ich denke auch das der Aufbau mit OSB und Faserplatte gut ist, aber ich sehe es nicht wirklich als Diffusionsoffen.

Die OSB Stöße alle dicht mit Klebeband verklebt. Die Sockelbereiche und Übergangen zur Holzdecke abgedichtet, ich hatte da eine etwas "romantischere" Vorstellung vom Holzbau, bevor ich gesehen hab wie's gemacht wird
RobsonMKK21.11.17 20:50
OSB ist nicht diffusionsoffen sondern mit viel Kleber zusammengehaltener Holzrest.
Mycraft22.11.17 08:25
So sieht es aus, außerdem schimmelt OSB besonders gut bei Kontakt mit Feuchtigkeit und mangelnder Belüftung, da kann man praktisch zusehen. Die Stöße und Schraubenlöcher sind besonders anfällig.
osbholzbaufaserplattediffusionsoffen