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ᐅ ungedämmter Keller = nasser Keller?

Erstellt am: 05.12.15 10:13
R
Ricard0
Hallo zusammen,

das erste Angebot von einem Bauträger hat einen gedämmten Keller:

- Weiße Wanne (25cm WU Stahlbeton), mit Bitumenschichtabdichtung (Minderung Dampfdiffusion)
- Perimeterdämmung
- Sperrschicht gegen aufsteigende Feuchtigkeit
- Fußbodenheizung
- Wärmeschutzverglasung


Wäre also der perfekte Keller.

Bei dem anderen Bauträger, bei dem uns das Gesamtpaket nun besser gefällt, steht folgendes zum Keller in der sehr mageren Baubeschreibung:

Gemeinsame (sprich für beide Doppelhaushälften) Bodenplatte aus Stahlbeton als WU Konstruktion (weiße Wanne). Wärmedämmung auf der Kellerdecke im Fußbodenaufbau des Erdgeschosses. Wärmedämmung der Bodenplatte im Bereich des Treppenhauses.
Wände Stahlbeton, ungedämmt bzw. mit Flankendämmung. Die Keller sind keine Aufenthaltsräume. Keller als WU Konstruktion.
Einfachverglaste Kellerfenster.

Im Bereich des Treppenhauses wird sich auch ein Heizkörper im UG befinden.


In einem der beiden Kellerräume soll Wäsche Gewaschen und Bier gebraut werden. Die Brüdern des Brauens plane ich durch der Kellerfester hinauszuleiten. Von innen will ich dann in diesem Raum mit Sumpfkalk verputzen.

Der größere Kellerraum soll doch mal hin und wieder dem Aufenthalt dienen. Dort soll vielleicht mal ein Kicker stehen, eine Couch, vielleicht ein Home-Cinema.

In der Baubeschreibung steht, dass Kondensat bei ungünstigen Witterungen nicht ausgeschlossen werden kann. Klingt nicht so toll. Klingt für mich ehrlich gesagt auch nicht dem Stand der heutigen Technik entsprechend, aber das ist nur so ein Gefühl.

Der Kellerraum mit der Wärmeübergabestation (Fernwärme) wird lt. Baubeschreibung mechanisch entlüftet. Was heißt das? Was muss man sich darunter vorstellen? Fördert das nicht gerade hohe Luftfeuchtigkeit, wenn im Sommer warme Umgebungsluft eingezogen wird?
Oder hilft mir diese Belüftung sogar beim Abführen der Dämpfe die beim Brauen in diesem Raum anfallen?

Nun meine Bitte um Hilfe:

Mit welchen Maßnahmen kann der Keller doch zu Aufenthaltsräumen werden?
Ist eine Perimeterdämmung an den Wänden ausreichend?
Ist eine spätere Dämmung von innen zu empfehlen?
Was meint ihr, wie die Dämmung der Bodenplatte im Bereich des Treppenhauses vorgesehen ist? Von innen? Könnte diese dann nicht auch in einem oder zwei weiteren Räumen weitergeführt werden?

Zum Wasch- und Brauraum: Seht ihr Unterschiede in der Schimmelgefahr bei gedämmten bzw. ungedämmten Kellerräumen i.V.m. Wasserdampf?


Viele Grüße
Ricardo
wpic08.12.15 09:30
Ohne Angaben zu den Mengen/Massen bleiben die Preisschätzungen reine Spekulation. Zugelassene 100mm Perimeterdämmplatten kosten im Einkauf für den privaten Bauherren mind. ca. € 15-20/m2: Dazu kommen noch der Kleber und eventuell Dübel. Eine Perimeterdämmung hat eine Bauwerksabdichtung zur Voraussetzung, die entweder der Bauträger ausführt oder vom Bauherren selbst erbracht wird. Diese Kosten sind dann noch hinzuzurechnen. Alle Maßnahmen, die den Wärme- und Feuchteschutz im erdberührten Bereich betreffen, müssen sehr sorgfältig und mit Kenntnis der baukonstruktiven Zusammenhänge vorgenommen werden.

Die partielle Dämmung von Bauteilen führt, wie bereits schon einmal erklärt, zu einem erhöhten Risiko von Kondensatbildung in den ungedämmten Bereichen. Ohne das Wissen um die die räumlichen Zusammenhänge und die vorhandenen Konstruktionen lässt sich zu dem Thema im Grunde nichts wirklich brauchbares sagen. Die Details müssen bekannt sein.
S
Sebastian79
08.12.15 09:35
Komisch, ich hab für den Einkauf 10 Euro/m² bezahlt - der Kleber hat mich 140 Euro gekostet. Dübel habe ich - obwohl ja bei normalen WU-Betonkeller erlaubt, vermieden.

Und ganz ehrlich: Die Platten ohne Kreuzfugen anbringen kann wirklich jeder Depp - was ich von der Herstellung der Bauwerksabdichtung ganz sicher nicht behaupten wurde (von der Sauerei mal ganz abgesehen).

Wir haben ein 11,50*9,50m-Haus und da es sich ja hier um eine DH handelt, wird es wohl eher weniger als mehr sein, daher halte ich die Preisangaben schon für realistisch...
Ricard008.12.15 10:21
Bei der Doppelhaushälfte komme ich mit der einen langen und zwei kurzen Seiten auf ca. 60m² Kellerwand.
Wenn ich für die Dämmplatten 20€/m² annehme und noch 5% Verschnitt hinzurechne, komme ich auf 1260€.
Die Betonwand würde ich vor dem Aufbringen mit Bitumengrundierung (30€ inkl. Rolle) und einer Bitumendickschicht (noch keine Angaben an Bedarf pro m² gefunden) versehen.
Die Dickbeschichtung würde ich dann auch als Kleber für die Dämmung nutzen.

Zur Verhinderung von Kondenswasser erfrage ich die Dämmung zwischen Bodenplatte und Estrich in allen Kellerräumen.

Könnte es Probleme an der Häusertrennwad geben? Dort sind schließlich nur 5cm Minderaldämmwolle zwischen den Kellerwänden. Und der Nachbar wird seinen Keller vermutlich nicht dämmen.
Reicht es, die 5cm mit den Dämmplatten zu überbrücken und auf die minimale Dämmwirkung der Mineraldämmwolle zu vertrauen?

Gruß
Ricardo
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