Treppe um 10cm versetzt, Optionen?

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D

driver55

Das Treppenloch entsprach dem Plan, also liegt der Fehler in der Planung (der Treppenbauer hätte sich aber natürlich auch melden können..)
Wenn das die gleichen Pläne sind, die du hier zeigst, hätte der Treppenbauer das sehen müssen (da muss man nicht mal messen), dass die erste Stufe mit der Wand plan ist. Wie kann also der Träger schon vorragen? :rolleyes:

Und in euren Plänen /Grundrissen, wurde doch genau dieser Bereich vor der Treppe immer bemängelt - zu wenig Platz. Dem Bauherr hätte das ebenfalls auffallen (müssen) können.

3 Möglichkeiten: so lassen, 1x neu oder erste Stufe einkürzen.
 
M

morgenstern

Insofern sehe ich also noch nicht mal die Stolperkante.
Die Stolperkante sehe ich auch nicht, mir gehts um das Herunterlaufen der Treppe.

Fast hätte ich gesagt, warum man die Treppe nicht einfach 5 cm nach vorn schiebt und oben die oberste Stufe einkürzt… aber dann hat sie EGunten keinen Aufleger, oder?
Ja, das wäre meine bevorzugte Lösung. Deswegen ja auch die Frage, ob man das Treppenloch verkleinern kann.

Bei uns wurde sie nach Estrich gesetzt. Dafür gab es für die Halter Aussparungen. Auch die Löcher in der Wand wurde erst später reingefräst… waren die bei Euch schon vorher da?
Die Treppe wurde vor dem Estrich und vor dem Innenputz eingebaut.

Dann ist in diesem Satz offenbar das Wort "nichts" falsch.
Das liegt daran, dass der GÜ und der Treppenbauer wohl die Vereinbarung getroffen haben, dass der Treppenbauer sich nicht nach den Plänen, sondern nach den Begebenheiten vor Ort richtet. Der Treppenbauer ist somit fein raus, auch wenn er es trotzdem hätte merken und ansprechen können.

Dem Bauherr hätte das ebenfalls auffallen (müssen) können.
Ja, das stimmt. Ist es ja auch, zwar nach FBH und Estrich aber immerhin vor dem Fliesen.
 
11ant

11ant

Das liegt daran, dass der GÜ und der Treppenbauer wohl die Vereinbarung getroffen haben, dass der Treppenbauer sich nicht nach den Plänen, sondern nach den Begebenheiten vor Ort richtet. Der Treppenbauer ist somit fein raus, auch wenn er es trotzdem hätte merken und ansprechen können.
Das verstehe ich nicht: gerade wenn er vor Ort gemessen hätte, müßte das Ergebnis doch eher zur Wirklichkeit als zum Plan passen (???)
 
M

morgenstern

Das verstehe ich nicht: gerade wenn er vor Ort gemessen hätte, müßte das Ergebnis doch eher zur Wirklichkeit als zum Plan passen (???)
Die Treppe passt zum Treppenloch (somit zur Wirklichkeit), nicht zum Plan. Die geplante Treppe hat wohl nie zum geplanten Treppenloch gepasst, denn dann hätte die Metallkonstruktion in der Luft geendet.
 
Y

ypg

Ja, das wäre meine bevorzugte Lösung. Deswegen ja auch die Frage, ob man das Treppenloch verkleinern kann.
Ich denke als Laie, aber mit etwas Verstand: wohl nicht, da alles irgendwie gestückelte nicht viel trägt. Nicht umsonst sagt man, dass die Treppe zuerst und sich dann alles dieser fügt.
Oder kann man im Keller irgendwie mit Trägern arbeiten, die dann die kleine Verlängerung trägt?
Die Stolperkante sehe ich auch nicht, mir gehts um das Herunterlaufen der Treppe.
Also die 95 statt 104? Cm?!
Ich sag mal so: bei 95 kannst Du Dich doch gut ggü an der Außenwand abschubsen, wenn Du zu schnell bist?! :p Ansonsten muss man ja auch feststellen, dass Du von Kerstin auf die Engstelle hingewiesen wurdest. Zum Glück ist die offen, sodass man Möbel nach oben bekommt.
Komplizierte, aber mögliche Option: Fenster neben der Eingangstür verbreitern und ein Sitzfenster, welches nach außen geht, einbauen.
 
C

cschiko

Also nach dem was ich hier rauslesen würde, wurde das Treppenloch abweichend vom Plan zu groß ausgeführt. Der Treppenbauer hatte nun die Vorgabe sich nicht am Plan, sondern am realen Treppenloch zu orientieren. Anhand dieser Maße hat er die Treppe gefertigt und dadurch kommt es zu der "Abweichung" oben, dem 10cm schmaleren Durchgang UND auch dem Überstand an der Wand. Denn um das Ganze wandbündig hinzubekommen fehlt wahrscheinlich schlicht die Aufstandsfläche. Den Treppenbauer dürfte mit dieser Vorgabe kaum eine Schuld treffen, das Ganze wird ja durch das falsch ausgeführte Treppenlochhervorgerufen. Ob man das nun noch "reparieren" kann, das müsste der Treppenbauer sagen. Ob es also mit geänderter Aufnahme unten möglich wäre die Treppe eben weiter in das Treppenloch zu schieben. Aber Ansprechpartner wäre ja der GÜ, da der Treppenbauer wahrscheinlich nach Vorgabe (wenn auch nicht nach Plan) ausgeführt hat.
 
11ant

11ant

Die Treppe passt zum Treppenloch (somit zur Wirklichkeit), nicht zum Plan. Die geplante Treppe hat wohl nie zum geplanten Treppenloch gepasst, denn dann hätte die Metallkonstruktion in der Luft geendet.
Beliebt es Dir, mit uns zu scherzen wie einst Chris Howland oder Kurt Felix - wo ist die versteckte Kamera ?
Nun sagst Du gar - obwohl Deine Fotos nicht wirklich überzeugend dafür sprechen - das Element UND sein Loch würden nun doch zusammenpassen, wo ist dann also das Problem ? - ist es gar das Treppenloch, das 11 cm zu weit "vorne" ist ???
 
M

morgenstern

Beliebt es Dir, mit uns zu scherzen
Ich scherze für mein Leben gern ;-) aber hier liegt glaub ich einfach nur ein Missverständnis vor.
Meine Aussage ist: Die Treppe passt zum Treppenloch. Das ist insoweit richtig, als dass nix in der Luft hängt, man die Treppe begehen kann und man nirgendwo in ein Loch fällt.
Dennoch sage ich auch, dass der Abstand zur Wand nicht passt. Ob das am Treppenloch oder an der Treppenausführung liegt, entzieht sich meiner Kenntnis.

Wenn es am Treppenloch liegt, dann ist die Planung falsch.
Wenn es an der Treppe liegt, dann wüsste ich nicht, wie die Treppe anders ausgeführt hätte sollen. Dies muss nix heißen, da ich vom Treppenbau keine Ahnung habe.
Vielleicht muss die Metallkonstruktion ja gar nicht auf der darunterliegenden Decke aufliegen, sondern kann anders befestigt werden. Ich weiß es nicht.
 
11ant

11ant

Wenn es an der Treppe liegt, dann wüsste ich nicht, wie die Treppe anders ausgeführt hätte sollen. Dies muss nix heißen, da ich vom Treppenbau keine Ahnung habe.
Vielleicht muss die Metallkonstruktion ja gar nicht auf der darunterliegenden Decke aufliegen, sondern kann anders befestigt werden. Ich weiß es nicht.
Auch ich bin kein Treppenbauer, aber die Konstruktion ist durchaus in mehreren Anschlußvarianten möglich - man kennt das von Garagentoren mit anderen Bestellmaßen je nach Einbau hinter oder in der Laibung, bei ansonsten gleichem Maß der Rohbauöffnung. Da kann ein bißchen Aneinandervorbeireden schon genügen, daß man das fertige Stück dann "andersherum" einbauen muß. Worum geht es denn nun bei Dir: unten ein bißchen schlanker dran vorbeizugehen (d.h. sich irgendein Dekogerümpel nun leider nicht in den Weg stellen zu können) oder oben immer den letzten Schritt wie der Butler aus "Dinner for One" zu machen ?
 
M

morgenstern

Mehr Platz unten wäre das Ziel.
Oben bin ich "I will do my very best" nicht abgeneigt. Nein, im Ernst... Oben ist es mir egal wie breit die erste Stufe ist, solange das eben mit dem anderen Bodenbelag ist.
 
B

borxx

Erste Frage wäre warum das erst jetzt auffällt und moniert wird wenn es offensichtlich Bilder mit dem erkennbaren Mangel gibt ohne Estrich.

Ein Versetzen könnte spannend werden. Unten ließe sich eventuell ein Winkel im Loch montieren auf dem man dann den unteren Halter montieren könnte, Befestigung oben ist leider nicht zu sehen und ob so etwas grundlegend möglich ist kann ich nicht abschließend sagen, wie gesagt erstmal eine Idee.

Alternativ, wenn es um die entstandene Stolperstelle geht, die Wand 10cm auffüttern/verlängern lassen und mit den 95cm Durchgang leben so ärgerlich es ist.
 
In der Ruine

In der Ruine

Also ich sehe hier ein lösbares Problem. Unten den Estich wegstemmen lassen. Treppe lösen, oben kürzen
und entsprechende Halterung anschweißen, unten die Treppe entsprechend verlängern.
Da es Stahl und kein Holz ist, sollte das Problem relativ einfach lösbar sein.
Ob die Treppe dazu ausgebaut werden muss oder mit entsprechendem Hebezeug im eingebauten
Zustand angepasst wird, muss der Treppenbauer entscheiden.
Wer die Kosten dann trägt, ist die andere Frage.
 
M

Mike29

Also ich sehe hier ein lösbares Problem. Unten den Estich wegstemmen lassen. Treppe lösen, oben kürzen
und entsprechende Halterung anschweißen, unten die Treppe entsprechend verlängern.
Da es Stahl und kein Holz ist, sollte das Problem relativ einfach lösbar sein.
Ob die Treppe dazu ausgebaut werden muss oder mit entsprechendem Hebezeug im eingebauten
Zustand angepasst wird, muss der Treppenbauer entscheiden.
Wer die Kosten dann trägt, ist die andere Frage.
So war auch mein erster Gedanke zum Ändern der Treppenbefestigung. Unten Befestigung lösen, Treppe nach hinten schieben, Treppe unten mit "liegenden" statt wie jetzt stehenden Vierkantrohren an den alten Auflagepunkten befestigen. Oder den Treppenholm stirnseitig an der Bodenplatte festschrauben. Möglichkeiten gibt es.
Allerdings sieht man bei Stufe 5 oder 6 eine seitliche Befestigung des Treppenholms an der Wand. Dies wird ein Umsetzen der Treppe beschwerlich machen.
 
In der Ruine

In der Ruine

Allerdings sieht man bei Stufe 5 oder 6 eine seitliche Befestigung des Treppenholms an der Wand. Dies wird ein Umsetzen der Treppe beschwerlich machen.
Wenn da "nur ein Vierkantrohr in der Wand steckt, stemmt man dahinter die 10cm auf, verschiebt die Treppe und Mörtelt wieder ein.
Da das Thema offensichtlich sehr wichtig für den TE ist, findet sich da eine Lösung.
 
M

morgenstern

Die Treppe ist an zwei Stellen in der Wand verankert. Wie das genau ausgeführt ist, weiß ich leider nicht.
Aber das Wissen dass es lösbar ist, ist schon mal ein wichtiger Punkt für mich.
Über die Kosten soll sich der GÜ Gedanken machen ;-)
 
M

morgenstern

So.. nachdem der Bauleiter erstmal gesagt hat, es ist nicht möglich, da statisch unmöglich, ging es jetzt mal an die Planungsabteilung zurück.
Da wurde dann gemerkt, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, die Treppe anzubringen.
Heute hat sich der Treppenbauer bei mir gemeldet und wollte mich überreden, die Treppe doch so zu lassen, es sei doch eigentlich nicht mehr zu ändern.

Eigentlich...

Es zeichnet sich also eine Lösung ab und wir bekommen so wie es aktuell aussieht die geplante Ausführung.
 
M

morgenstern

Treppe wird abmontiert, bleibt aber am Seilzug hängen.
Oben wird die Treppe gekürzt, unten wird die Treppe mit einer Platte versehen und wieder befestigt.
Die Wandbefestigungen müssen natürlich auch neu gemacht werden.
Aufwand: 2 Mann für einen ganzen Tag
Dann muss natürlich noch beigeputzt und die Löcher im Estrich verfüllt werden.
Die Heizschlangen der FBH sind nicht im Weg.
 
Zuletzt aktualisiert 27.01.2022
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