Hallo liebe Forenmitglieder,
ich bräuchte mal eure Erfahrungen/Tipps zum KFW 261, insbesondere zu den Tilgungszuschüssen. Unser Vorhaben sieht wie folgt aus:
Wir möchten eine kernsanierungsbedürftige Doppelhaushälfte (BJ1930, 100 qm Wohnfläche) kaufen und auf KFW 55 oder KFW 70 Standard sanieren und um zusätzliche 100qm Wohnfläche mit einem Anbau erweitern. Finanzierung steht soweit. Das Gesamtvorhaben sollte sich auf ca. 930 000€ belaufen, die sich wie folgt zusammensetzen:
Kaufpreis Grundstück mit Altbestand (inkl. Kaufnebenkosten): 310 000€
Kernsanierung Altbestand: 250 000€
Anbau mit Keller: 370 000
Wir haben mit 2500 €/qm Sanierungskosten im Altbestand gerechnet (alles bis auf Grundmauern raus und einmal neu) und 3000 €/qm für den Anbau plus 70k für den Keller (40qm, reiner Nutzkeller für Lagerzwecke und Holzwerkstatt, kein Wohnkeller.) Außenanlagen sind okay und werden erstmal nicht in großem Umfang angefasst.
Von den 930 000€ würden wir gerne auf jeden Fall 500000€ finanzieren. Eine Rate von 2500€ bei 25 Jahren Laufzeit können wir uns definitiv leisten, die restlichen 430000€ sind Eigenkapital.
Nun zur eigentlichen Frage: Wir möchten gerne einen Teil der Kreditsumme über einen KFW 261 Kredit aufnehmen und natürlich auch die Tilgungszuschüssen nutzen.
Es könnten 2 Wohneinheiten entstehen, so dass wir die doppelte Kreditsumme aufnehmen könnten (bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege, ich lese mich seit 3 Tagen in das Thema ein und vieles ist noch neu für mich). Bei einer Sanierung zu KFW 70 sind das zur Zeit 120 000€, also für uns 240 000€ Kreditsumme bei zwei Wohneinheiten, richtig?
Wie läuft das dann mit den Tilgungszuschüssen? Im Infoblatt der KFW steht, dass die Zuschüsse auf den Kreditbetrag gewährt werden. Bei einer Sanierung zu KFW 70 NH müsste man (SerSan/WPB) 40 Prozentpunkt bekommen. Aber worauf genau werden die 40% Tilgungszuschuss angerechnet? Auf die 120 000€ Kreditbetrag (und dann entsprechend 240 000€ bei zwei Wohneinheiten)? Wir würden also 96000€ zurück bekommen?!?
Oder wird jede Rechnung einer förderfähigen Maßnahme einzeln geprüft und dann darauf 40% Zuschuss ausgezahlt? (Also ganz platt gedacht: Neue Fenster 15 k, darauf 40% Zuschuss, = Wir bekommen 6k für die Fenster zurück). Oder wie funktioniert das?
Was passiert, wenn man 120 000 Kredit bekommt und dann nicht alle davon gezahlten Maßnahmen förderfähig sind?
Ich habe nächste Woche ein Gespräch mit einem Energieberater, möchte aber nicht total planlos da rein gehen.
Wir sind uns auch nicht sicher, ob wir auf KFW55 NH oder 70 NH gehen sollen. 55 NH soll schwer zu erreichen sein? Bzw. die Mehrkosten dafür sind so hoch, dass es sich finanziell nicht lohnt und man bei KFW 70 NH besser weg kommt?
Ich bedanke mich schon mal im Voraus!
Liebe Grüße aus Hamburg
ich bräuchte mal eure Erfahrungen/Tipps zum KFW 261, insbesondere zu den Tilgungszuschüssen. Unser Vorhaben sieht wie folgt aus:
Wir möchten eine kernsanierungsbedürftige Doppelhaushälfte (BJ1930, 100 qm Wohnfläche) kaufen und auf KFW 55 oder KFW 70 Standard sanieren und um zusätzliche 100qm Wohnfläche mit einem Anbau erweitern. Finanzierung steht soweit. Das Gesamtvorhaben sollte sich auf ca. 930 000€ belaufen, die sich wie folgt zusammensetzen:
Kaufpreis Grundstück mit Altbestand (inkl. Kaufnebenkosten): 310 000€
Kernsanierung Altbestand: 250 000€
Anbau mit Keller: 370 000
Wir haben mit 2500 €/qm Sanierungskosten im Altbestand gerechnet (alles bis auf Grundmauern raus und einmal neu) und 3000 €/qm für den Anbau plus 70k für den Keller (40qm, reiner Nutzkeller für Lagerzwecke und Holzwerkstatt, kein Wohnkeller.) Außenanlagen sind okay und werden erstmal nicht in großem Umfang angefasst.
Von den 930 000€ würden wir gerne auf jeden Fall 500000€ finanzieren. Eine Rate von 2500€ bei 25 Jahren Laufzeit können wir uns definitiv leisten, die restlichen 430000€ sind Eigenkapital.
Nun zur eigentlichen Frage: Wir möchten gerne einen Teil der Kreditsumme über einen KFW 261 Kredit aufnehmen und natürlich auch die Tilgungszuschüssen nutzen.
Es könnten 2 Wohneinheiten entstehen, so dass wir die doppelte Kreditsumme aufnehmen könnten (bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege, ich lese mich seit 3 Tagen in das Thema ein und vieles ist noch neu für mich). Bei einer Sanierung zu KFW 70 sind das zur Zeit 120 000€, also für uns 240 000€ Kreditsumme bei zwei Wohneinheiten, richtig?
Wie läuft das dann mit den Tilgungszuschüssen? Im Infoblatt der KFW steht, dass die Zuschüsse auf den Kreditbetrag gewährt werden. Bei einer Sanierung zu KFW 70 NH müsste man (SerSan/WPB) 40 Prozentpunkt bekommen. Aber worauf genau werden die 40% Tilgungszuschuss angerechnet? Auf die 120 000€ Kreditbetrag (und dann entsprechend 240 000€ bei zwei Wohneinheiten)? Wir würden also 96000€ zurück bekommen?!?
Oder wird jede Rechnung einer förderfähigen Maßnahme einzeln geprüft und dann darauf 40% Zuschuss ausgezahlt? (Also ganz platt gedacht: Neue Fenster 15 k, darauf 40% Zuschuss, = Wir bekommen 6k für die Fenster zurück). Oder wie funktioniert das?
Was passiert, wenn man 120 000 Kredit bekommt und dann nicht alle davon gezahlten Maßnahmen förderfähig sind?
Ich habe nächste Woche ein Gespräch mit einem Energieberater, möchte aber nicht total planlos da rein gehen.
Wir sind uns auch nicht sicher, ob wir auf KFW55 NH oder 70 NH gehen sollen. 55 NH soll schwer zu erreichen sein? Bzw. die Mehrkosten dafür sind so hoch, dass es sich finanziell nicht lohnt und man bei KFW 70 NH besser weg kommt?
Ich bedanke mich schon mal im Voraus!
Liebe Grüße aus Hamburg
Serielle Sanierung und WPB sind auf kumulativ 20% gedeckelt.
Zusätzlich zweifel ich ernsthaft an, dass Ihr da seriell saniert. Die Bedingungen dazu hast Du Dir schon angeschaut?
Zusätzlich zweifel ich ernsthaft an, dass Ihr da seriell saniert. Die Bedingungen dazu hast Du Dir schon angeschaut?
Als Serielle Sanierungen werden energetische Gebäudesanierungen bezeichnet, die mit Hilfe von modular vorgefertigten Elementen durchgeführt werden. Das können Dämmelemente für Fassaden und Dächer sein – aber auch Teile der Anlagentechnik wie zum Beispiel Wärmepumpenmodule. Diese Elemente können im Vergleich zu herkömmlichen Baumaterialien vor Ort mit deutlich reduziertem zeitlichen Aufwand montiert werden. Das Wort „Seriell“ bezieht sich hier also nicht auf die Sanierung selbst, sondern auf das Herstellungsverfahren der verwendeten Materialien.
Wenn Sie – zum Beispiel als Wohnungsbaugesellschaft – ein Mehrfamilienhaus oder sogar eine Reihe baugleicher Wohngebäude sanieren möchten, lohnt sich das besonders.
N
nordanney09.03.24 12:24ruby27 schrieb:
Ich habe das Infoblatt der KFW so verstanden:
15 % Kfw 70NH
10 % WPB Bonus
15 % SerSanSeriell Sanieren kannst du wirklich streichen. So etwas kannst du zum Beispiel bei der LEG mal anschauen. Nennt sich Renowate. Dann weißt du, was das tatsächlich bedeutet.N
nordanney09.03.24 13:13ruby27 schrieb:
Hat Jemand von euch Erfahrungen mit dem Unterschied zwischen KFW 55 NH und 70 NH? Ist 55 NH so viel schwieriger zu erreichen? Bzw. so viel teurer?Kommt darauf an...Prinzipiell ist es weder ein großer Aufwand noch sind es große Mehrkosten. ABER: Wenn Du z.B. keinen Keller hast, hast Du ein Problem, den Boden passend zu dämmen - oder Du verzichtest beim Neuaufbau mal eben auf 20cm Deckenhöhe (oder mehr) bzw. haust richtig Kohle für VIPs raus, um flach aufzubauen.
Ich bin selbst den 55er Weg gegangen und bis auf dickere Dämmung (da ist der Mehrpreis überschaubar) habe ich keine großartigen Verrenkungen machen müssen - lande jetzt am Ende knapp über KfW 40.
V
Vanman161010.03.24 21:14ruby27 schrieb:
Oder wird jede Rechnung einer förderfähigen Maßnahme einzeln geprüft und dann darauf 40% Zuschuss ausgezahlt? (Also ganz platt gedacht: Neue Fenster 15 k, darauf 40% Zuschuss, = Wir bekommen 6k für die Fenster zurück). Oder wie funktioniert das?
Was passiert, wenn man 120 000 Kredit bekommt und dann nicht alle davon gezahlten Maßnahmen förderfähig sind?Die 120.000 dürfen nur für förderfähige Kosten eingesetzt werden, die im Merkblatt der KfW beschrieben sind. Die Nachweise hierfür müssen bei der abwickelnden Hausbank eingereicht werden.
Der Tilgungszuschuss wird nach 2 Jahren auf den noch offenen Kreditbetrag gutgeschrieben. Ihr seht also von dem Geld nichts.
Für den Antrag bei der KfW benötigt ihr eine Bestätigung zum Antrag (BZA) eines Energieberaters. Dieser benötigt für die Berechnung zum Effizienzhaus Pläne des Hauses und des geplanten Anbaus/Kellers aus denen Dinge wie Größe, aktuelle Wandstärken und Material, Fensterflächen etc. hervorgehen.
Ihr werdet allerdings nicht die einzigen sein, die Zeitdruck bzgl. Hauskauf haben, ohne die Voraussetzungen für einen KfW-Antrag zu erfüllen. Hier würde ich tatsächlich direkt mit der Bank sprechen.
ruby27 schrieb:
Also, was nach Bebauungsplan möglich istSind denn auf der Doppelhausgrundstückshälfte zwei Wohneinheiten möglich?ruby27 schrieb:
Es könnten 2 Wohneinheiten entstehen,ruby27 schrieb:
Also, was nach Bebauungsplan möglich ist und was wir gerne hätten, wissen wir genau. Kubischer Anbau in Holzrahmenbauweise an das Bestandsgebäude, zweigeschossig. Da sollen unten der Eingangsbereich und das Wohnzimmer und oben zwei Kinderzimmer rein und ein kleines Bad rein.Wo ist denn in der Aufzählung die zweite Wohneinheit hin?ruby27 schrieb:
Wir sind berufstätig mit 3 kleinen KindernIch kann mir jetzt nicht vorstellen, dass Ihr auf einen Qm von 190qm verzichten wollt?! Die kann man doch zu fünft alle gut gebrauchen.Ähnliche Themen