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Harrybo1981

Terrasse erhöhen, aber wie? Evtl. Stelzlager?

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Hallo liebe Fachleute,

wir wollen auf unserer Terrasse Feinsteinzeugfliesen (Unicom Starker Debris) in 60x120cm verlegen. Der Hersteller bietet dabei Optionen mit erhöhter Rutschfestigkeit sowohl in 10mm als auch in 20mm Dicke.
Die Terrasse muss im Vergleich zur Aktuellen um ca. 15 cm erhöht werden. Außerdem gehen wir ca. 1 m über die aktuelle Grundfläche hinaus in den jetzigen Rasenbereich.
Bislang bilden grobe Sandsteinplatten die Terrasse, die in Sand/Splitt liegen. Den genauen Aufbau und die Tiefe kenne ich nicht, aber die letzten 20 Jahre gab es keine Risse oder andere Probleme.

Es liegen uns im Moment 2 Angebote vor.
Anbieter 1 will die alte Terrasse rausreißen und einen komplett neuen Aufbau mit Betonbodenplatte machen. Für sehr viele €.
Anbieter 2 will auf die alte Terrasse draufbetonieren (plus natürlich eine Erweiterung in den Rasen rein). Für immer noch viele €.
In beiden Fällen würden die Fließen in den Beton (bzw. eine Estrichlage) verlegt.

Mir wäre eine Option mit weniger Materialbewegung und geringeren Kosten lieber.

Können die dicken 20mm Platten nicht auf Stelzlagern verlegt werden?
Es ist klar, dass wir aktuellen Rasenbereich ein Fundament brauchen, aber da wäre ja dann ein Streifenfundament reichen, oder?
Welche anderen Optionen sehr ihr?
 
Platten in 2 cm und der Größe ohne Kleber werden sehr, sehr kritisch beäugt von vielen. Ich habe im Voraus viel gegoogelt und herumgefragt und die meisten meinten, dass man die kleben muss.
Wir waren auch sehr unsicher und haben letztes Jahr Platten mit 90x45x2 in Splittbett verlegt. Sehr schmale Fuge mit Einkehrsand.
Darunter ist verdichteter Schotter und ringsum einbetonierte Kantensteine.

Bisher sind wir sehr zufrieden bis auf ein paar Anfängerfehler (2 Platten wackeln, Kante vorne steht zu hoch, sodass sich dort über den Winter Grünbelag bildet und die Reinigung etwas erschwert ist). Die wären aber auch korrigierbar, wenn wir uns die Mühe machen würden.

Stelzlager Bei der Größe... da hätte ich schon etwas Angst, dass die Platten bei unglücklicher Belastung brechen?!
 
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Große Fliesenformate sind ja (auch) außen gerade in.

Nach Recherche war mein persönliches Fazit:
Dünne Fliese (bis 2 cm) in Splitt verlegt wandern oder kippeln potenziell früher oder später; wenn Fliese, dann eher auf fester Fundamentunterlage - mit evtl. Gefahr hochfrieren / Fugenschäden.
Stelzlager erfordert ja auch wasser(ab)führende Ebene darunter.

Wir haben uns daher am Ende für Naturstein (heimische Grauwacke aus Lindlar) entschieden (100 x 50 x 4), geflammte Oberfläche und auf Splitt verlegt. Da wiegen die Platten 60 kg und liegen satt und sicher (und sind wieder aufnehmbar). Etwas teurer (aber auch nicht sooo viel), dafür in der Verlegung einfacher/günstiger.
Sehr angenehm am Fuß, nur minimal Algen im Frühjahr und die mit etwas heißen Wasser abgeschrubbert und trocken weggefegt. Im Sommer wird es nicht zu heiß etc.

Unsere Terrasse ist auch erhöht (sichtbar noch 20 bis 50 cm), wie ein U im Süden um das Haus, Stützmauer war aber sehr aufwändig:
Streifenfundament, Schalungssteine mit Beton, vorne Verblender passend zum Haus, oben überstehende Mauerabdeckplatte aus gleichem Naturstein (mit Regenrille), innen vor der Mauerabdeckplatte "versteckte" Aco Schlitzrinne in die Stauwasser über Gefälle der Terrasse geleitet wird.

Einfachere Lösung: Pflanzstein als Randabstützung (oder Schalungssteine).
 
Der Traum vom Haus - Wie viel davon kann ich mir leisten?
Meine Eltern haben gerade 75x75x2 auf Stelzlagern verlegen lassen. Mir gefällt's nicht. Abgesehen davon, dass es sich beim Gehen komisch anhört ist es auch quasi unmöglich, dass keine Platte etwas wackelt.
 
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