Steigen die Bauzinsen gerade?

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Mein Gärtner kann sich Arbeit nicht retten und könnte, wenn er wollte, mich beim Gehalt locker in die Tasche stecken!
Das gilt aber nur in den letzten 5 Jahren. Mein Archi hat vor 4 Jahren gemeint, dass das Handwerk die letzten 20 Jahre durch die Bauherren/ Firmen so preislich so gedrückt wurde, das man sich jetzt alles zurückholt. Ich hab bspw schon nur vor 4 Jahren als ich meine Angebote einholt habe nur noch Skonto bekommen. Weitere Rabattanfragen wurden nur noch belächelt. Es galt also schon vor 4 Jahren, annehmen oder weiterziehen.
 
Was nützt einem sein Vermögen, wenn man sich trotzdem nichts leistet, was man gerne hätte? Ich dachte, es wäre gerade der Sinn der Vermögensbildung, dass man seine Bedürfnisse decken kann, ohne Schulden zu machen.
Was nützt mir das Geld auf der Bank? Bin ich glücklich, wenn ich die hohe Zahl auf dem Kontoauszug sehe?
Und mein Verflossener stapelt den Überschuss (höchstwahrscheinlich, zugegeben weiß ich es nicht genau) ganz simpel auf dem Girokonto. Irgendeine Affinität zur Geldanlage hatte er jedenfalls nie.
Das Autobeispiel ist genau das: ein Beispiel. Wer mit seinem Auto völlig zufrieden ist, der kann eine Million rumliegen haben und er kauft kein anderes. Wozu auch? Aber dauernd über den zu kleinen Kofferraum jammern, wenn man die Möglichkeit hat, dem abzuhelfen...

Vielleicht noch eine Erklärung. Er ist Wissenschaftler im ÖD, und wie so viele mit befristetem Vertrag. Seit 2004. Es besteht schon die Gefahr, dass es mal nicht weiter geht. Aber gegen drohende Arbeitslosigkeit mit Anfang 50 kann man ohnehin nicht ansparen, es muss im Fall des Falles eine neue Stelle her und fertig. Und ein wenig Selbstvertrauen diesbezüglich sollte ein Dr. rer nat doch haben.
Wenn er Privatier werden wollte, müsste er wohl eine andere Strategie der Geldanlage fahren als den Stand des Girokontos wachsen zu lassen.
 
Man weiß natürlich nicht was Altais Verflossener im Sinn hatte und wie die genauen Umstände waren. Aber anscheinend war doch ein gewisser Leidensdruck vorhanden, wie ich das lese.
Und wenn jemand dem mit 2000€ Überschuss im Monat nicht entgegenwirken kann, weil er meint sich das nicht leisten zu können, ist das für mich auf der Skala weit weg von Protz und ganz tief im Bereich Geiz.

Aber das ist nur meine Interpretation.
Genau so war es gemeint, perfekt zusammen gefasst.

@Nordlys spart(e) lieber auf ein Segelboot, und das ist ja auch richtig, wenn er gerne eins möchte. Aber er stapelt die Kohle nicht, um sich am Kontostand zu ergötzen.

Mein Ex will auch keinen Ferrari, sondern schlicht einen Kombi für die Einkäufe im Baumarkt. Das sollte doch zu machen sein!
 
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Was nützt einem sein Vermögen, wenn man sich trotzdem nichts leistet, was man gerne hätte? Ich dachte, es wäre gerade der Sinn der Vermögensbildung, dass man seine Bedürfnisse decken kann, ohne Schulden zu machen.
Was nützt mir das Geld auf der Bank? Bin ich glücklich, wenn ich die hohe Zahl auf dem Kontoauszug sehe?
Und mein Verflossener stapelt den Überschuss (höchstwahrscheinlich, zugegeben weiß ich es nicht genau) ganz simpel auf dem Girokonto. Irgendeine Affinität zur Geldanlage hatte er jedenfalls nie.
Das Autobeispiel ist genau das: ein Beispiel. Wer mit seinem Auto völlig zufrieden ist, der kann eine Million rumliegen haben und er kauft kein anderes. Wozu auch? Aber dauernd über den zu kleinen Kofferraum jammern, wenn man die Möglichkeit hat, dem abzuhelfen...

Vielleicht noch eine Erklärung. Er ist Wissenschaftler im ÖD, und wie so viele mit befristetem Vertrag. Seit 2004. Es besteht schon die Gefahr, dass es mal nicht weiter geht. Aber gegen drohende Arbeitslosigkeit mit Anfang 50 kann man ohnehin nicht ansparen, es muss im Fall des Falles eine neue Stelle her und fertig. Und ein wenig Selbstvertrauen diesbezüglich sollte ein Dr. rer nat doch haben.
Wenn er Privatier werden wollte, müsste er wohl eine andere Strategie der Geldanlage fahren als den Stand des Girokontos wachsen zu lassen.
Der Grund für Vermögensbildung ist doch sehr individuell schätze ich.
Die einen beruhigt es einfach das Geld zu haben, die anderen wollen sich Dinge leisten können, andere streben nach sozialem Status, wieder andere sind einfach nur geizig, der nächste möchte viel vererben, dann gibt's noch den, der mit 55 aufhören möchte zu arbeiten und und und.

Fakt ist wohl für die meisten: von nichts kommt nichts. Geschenkt wird nichts, sondern in den meisten Fällen hart erarbeitet. Sei es über Risiken die man eingeht, oder die Anzahl der Stunden die man arbeitet.
Niemandem wird verwehrt einen 450€ Job anzunehmen und das Mehr an Geld anzulegen. Macht nur kaum einer, sobald er auskömmlich leben kann.

Siehe das Beispiel Gärtner. Selbstständig, geht Risiken ein, hat evtl angestellte, muss selbst vorsorgen. Wenn der Markt dann die Preise hergibt, warum sollte er weniger nehmen?
 
Was nützt einem sein Vermögen, wenn man sich trotzdem nichts leistet, was man gerne hätte? Ich dachte, es wäre gerade der Sinn der Vermögensbildung, dass man seine Bedürfnisse decken kann, ohne Schulden zu machen.
Der Nutzen von herumgammelnden Vermögenswerten ist die Sicherheit, die sie vermitteln.
Und dies Sicherheitsbedürfnis scheint in unserer Gesellschaft außerordentlich ausgeprägt zu sein.

Die größte Angst des Wohlhabenden ist nicht mehr wohlhabend zu sein. Schlimmstenfalls in einer Form, die andere sehen könnten.
 
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