Steigen die Bauzinsen gerade?

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Sollte ein Crash kommen, dann nicht von heute auf morgen. Der Immobilienmarkt reagiert tendenziell sehr träge. Ich halte es außerdem für sehr naiv zu glauben, dass Preise für Neubauten sich stets gleich verhalten müssen wie bei Bestandsimmobilien.

Mir wäre das Risiko zu groß aufgrund steigender Zinsen und steigender Baukosten am Ende das Projekt platzen lassen zu müssen. Bereits wenige Prozentpunkte beim Zins und einige Prozent bei den Baukosten können dank des bereits sehr hohen Preisniveaus die Gesamtkosten beim Hausbau binnen kürzester Zeit um 100k erhöhen. Die Wahrscheinlichkeit dass der Markt für Bestandsimmobilien derart stark einbricht, dass eine ETW im Wert von 250k plötzlich nur noch 150k Wert ist, ist hingegen extrem niedrig.
Hmmm ok also wäre das eher ein Pro es so schnell wie möglich anzugehen?
 
Ok danke, meine Sorge ist aber das die Preise für das bauen nicht im gleichen Verhältnis fallen könnten wie die Preise der bestandsimmobilien. Aber eine Glaskugel hat nunmal keiner :(
Wir bauen auch dieses / nächstes Jahr. Ich kenne noch 3 weitere Familien, die dieses / nächstes Jahr bauen. Wir alle werden das durchziehen, und spätestens in 12-18 Monaten im eigenen Heim sitzen. Alles andere ist hätte hätte fahrradkette oder Glaskugel. Mal ein psychologischer Kniff:

Was ist dir lieber:

A) du sitzt in 2023 im eigenen Haus, solide finanziert. Deine ETW bist du gut losgeworden, und hast eine gute Beleihungsquote beim Haus. Jetzt bricht der Markt ein - sagen wir krasse! 20%. Du musst sogar in Kurzarbeit. Was denkst du jetzt? Panik? Oder geht es dir am Allerwertesten vorbei, weil du die Rate trotzdem zahlen kannst?

B) du sitzt 2023 noch in deiner ETW, die aber keiner haben will bzw. du nur schwer loswirst, weil der Markt grad zu viel Angst hat, die Preise könnten noch tiefer fallen.Du wirst sie dennoch los, allerdings erlöst du nun 10% weniger. Du willst jetzt bauen, aber da du in Kurzarbeit bist, schreckt das die Bank ab-der Zins erhöht sich. Du baust trotzdem , und sitzt 2024 im neuen Haus.

was ist dir lieber? Oder ist es letztlich Rätselraten....
 
Hmmm ok also wäre das eher ein Pro es so schnell wie möglich anzugehen?
Naja am Ende muss der Hausbau gut geplant und wohl überlegt sein. Hat man das Haus nun geplant und kann sich die Finanzierung leisten ohne auf Kante zu leben: Loslegen. Warum warten wenn es aktuell passt? Das wäre eine Wette die man auch verlieren kann.

Die Bauzinsen steigen und werden dies auch weiterhin tun. Dies ist ein direktes Resultat aus der Corona-Krise, denn jede Bank berechnet eine Risikoprämie und schlägt diese auf den Zins. Es benötigt keine Glaskugel um zu wissen wie sich die Prämien derzeit entwickeln. Selbst bei gleichbleibenden Baukosten wird der Hausbau also sicherlich nicht günstiger werden.
 
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Naja am Ende muss der Hausbau gut geplant und wohl überlegt sein. Hat man das Haus nun geplant und kann sich die Finanzierung leisten ohne auf Kante zu leben: Loslegen. Warum warten wenn es aktuell passt? Das wäre eine Wette die man auch verlieren kann.

Die Bauzinsen steigen und werden dies auch weiterhin tun. Dies ist ein direktes Resultat aus der Corona-Krise, denn jede Bank berechnet eine Risikoprämie und schlägt diese auf den Zins. Es benötigt keine Glaskugel um zu wissen wie sich die Prämien derzeit entwickeln. Selbst bei gleichbleibenden Baukosten wird der Hausbau also sicherlich nicht günstiger werden.
Ich persönlich glaube,dass der Impfstoff wunderbar wirken wird, die Wirtschaft steil gehen wird und sich alle, die jetzt nicht bauen und auf den Crash warten sich in 5 Jahren in den Allerwertesten beißen. Genauso wie diejenigen, die glauben Aktien taugen nichts.
 
Wir bauen auch dieses / nächstes Jahr. Ich kenne noch 3 weitere Familien, die dieses / nächstes Jahr bauen. Wir alle werden das durchziehen, und spätestens in 12-18 Monaten im eigenen Heim sitzen. Alles andere ist hätte hätte fahrradkette oder Glaskugel. Mal ein psychologischer Kniff:

Was ist dir lieber:

A) du sitzt in 2023 im eigenen Haus, solide finanziert. Deine ETW bist du gut losgeworden, und hast eine gute Beleihungsquote beim Haus. Jetzt bricht der Markt ein - sagen wir krasse! 20%. Du musst sogar in Kurzarbeit. Was denkst du jetzt? Panik? Oder geht es dir am Allerwertesten vorbei, weil du die Rate trotzdem zahlen kannst?

B) du sitzt 2023 noch in deiner ETW, die aber keiner haben will bzw. du nur schwer loswirst, weil der Markt grad zu viel Angst hat, die Preise könnten noch tiefer fallen.Du wirst sie dennoch los, allerdings erlöst du nun 10% weniger. Du willst jetzt bauen, aber da du in Kurzarbeit bist, schreckt das die Bank ab-der Zins erhöht sich. Du baust trotzdem , und sitzt 2024 im neuen Haus.

was ist dir lieber? Oder ist es letztlich Rätselraten....
Genau das denke ich mir auch. Wir streben eine niedrige Rate mit viel sondertilgung an. Das bedeutet 1000-1200€ da wir noch recht jung sind und die Zeit haben.
Option a: einer wird arbeitslos können wir das Haus mit etwas Einschränkungen locker weiter zahlen.
Option b: werden beide arbeitslos können wir zumindest die Zinsen vorübergehend locker weiter zahlen.
option c: alles geht den Bach runter und wir haben die Endzeit erreicht. Dann muss man sehen wie es weitergeht :D
Natürlich gibt es immer Risiken (Schicksalsschläge etc.) jedoch haben wir auch angst in 5 Jahren wieder zu sagen warum haben wir damals nicht. Also wir vor 10 Jahren unsere Wohnung gekauft haben hätten wir auch eine nagelneue DHH kaufen können fur 270t. Ich hatte aber zu viel schiss. Heute werden diese bei 500-600 hier gehandelt.
 
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