Steigen die Bauzinsen gerade?

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Die „Durchschnitts-Bauherren“ werden damit immer mehr zu Exoten, ohne Trendumkehr unweigerlich. In 1-2 Jahren läge der Preis des Referenzhauses bei 800.000 und mehr. Mit Makler und Steuer also fast 900.000€. Selbst mit 200.000€ EK wird da eine Rate von 2500€ und damit mindestens ein Haushaltseinkommen von 7500€ notwendig.
Natürlich kann man die weitere Entwicklung nicht voraussehen, aber WENN es sich auf diesem Niveau weiterentwickelt, wird das EFH in wenigen Jahren zum Elite-Modell werden, sprich vielleicht die reichsten 5% können sich noch eines leisten.
Das ist bestimmt richtig im Bereich Neubau. Daher hatte ich ja schon ein paar Beiträge vorher geschrieben, dass sich die Anzahl an Hausbaufirmen mittelfristig stark reduzieren wird.

Die Aussage ist jedoch im Bezug auf Bestandsimmobilien nicht haltbar, da nach wie vor Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen.

Es gibt eine fest Anzahl an EFH und im
Zuge des demographischer Wandels eine sinkende Anzahl an Kaufinteressenten (Zuwanderung mal zunächst ausgeblendet, da keiner vorhersagen kann wie sich der Zuzug in Zukunft entwickeln wird). Logischerweise werden zukünftig die Preise für Bestandsimmobilien deutlich langsamer steigen bzw. stagnieren oder gar wieder zurück gehen (Stichwort Blase).

Der Neubau eines EFH, da gebe ich euch abr Recht, wird zukünftig ein Privileg der Oberschicht sein.
 
Finde es tatsächlich heftig... Mein Vater hat damals 1990 ein Haus gebaut... Holzhaus mit 250qm WF.... Alles vollholz, terracotta Fliesen, Scheune und ein riesen carport aus Holz ... Da steckt so viel Handarbeit drin! Der Bau hat bestimmt 5-10 J gebraucht (fertig wird man eh nie) Grundstück ca 1800qm groß...
Das Haus würde jetzt mit dem Grundstück bestimmt 1 Millionen kosten (neu)
(Standort 30 km von Nürnberg)
Leider baut heute keiner mehr in dem Stil... Ich sehe nur noch kleine weiße bunker mit Trampolin und Pool im Garten... Der gerade mal 400qm groß ist :(
 
Um 1985 hat in der Gegend um Kiel, da bin ich geboren, ein Eigenheim anderthalb geschossig, verklinkert, mit Ölheizung und 800 qm Land rund 200 bis 250 tausend gekostet. Jahreseinkommen einer Doppelverdienerfamilie war um 35 tsd. Heute kostet das Haus dort auf kleinerem Grundstück um 450000 bis500000 Euro. Jahreseinkommen 36 tsd. Euro in einer Normalfamilie.
Die Relation ist somit verschoben. Die Löhne sind zu niedrig oder die Preise zu hoch.
 
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Um 1985 hat in der Gegend um Kiel, da bin ich geboren, ein Eigenheim anderthalb geschossig, verklinkert, mit Ölheizung und 800 qm Land rund 200 bis 250 tausend gekostet. Jahreseinkommen einer Doppelverdienerfamilie war um 35 tsd. Heute kostet das Haus dort auf kleinerem Grundstück um 450000 bis500000 Euro. Jahreseinkommen 36 tsd. Euro in einer Normalfamilie.
Die Relation ist somit verschoben. Die Löhne sind zu niedrig oder die Preise zu hoch.
Doppelverdiener-Familie bei 36tsd. Euro? Würde bedeuten, dass beide 18.000 Euro verdienen - Also 1.500 brutto im Monat pro Person - das sind bei 160h 9,40 Euro Stundenlohn. Das ist doch schon Mindestlohn oder?
 
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