Steigen die Bauzinsen gerade?

4,90 Stern(e) 38 Votes
Das ist ja der Punkt. Du kannst EK nicht immer kompensieren (Tricks mit Konsumkrediten außen vor). EK ist mittlerweile die Eintrittskarte. Wenn die Banken restriktiver in der Kreditvergabe werden (sind sie), kann ein Doppel-Beamten-Paar vielleicht noch ohne EK starten, der Rest eben nicht mehr - trotz eines vergleichsweise guten Einkommens.
Und auch die maximale Kreditsumme ist letztlich limitiert - durch das Haushaltseinkommen. Bei 6000€ - was sicher nicht Durchschnitt ist- vielleicht 660.000€ Kredit.

Und damit bekommt man heute ein Haus, was 2014 für 400.000€ zu bekommen war (siehe Diagramme hier im Thread). Inflation war nominell nicht wirklich hoch, und die Lohnsteigerungen haben sicherlich nicht 65% ausgemacht. Dieses Jahr wird das Referenzhaus dann mit 720.000€ im Angebot sein. Da fallen wieder mehr aus dem Erwerberkreis heraus - wie sollen sie es auch ausgleichen? Bei 50% Sparrate schaffen sie "gerade" 36.000€ im Jahr. Selbst EK zerschmilzt hier - egal ob 100.000€ oder gar 200.000€ - wenn es nicht mit 10% p/a verzinst ist, wird es weginflationiert.

Die „Durchschnitts-Bauherren“ werden damit immer mehr zu Exoten, ohne Trendumkehr unweigerlich. In 1-2 Jahren läge der Preis des Referenzhauses bei 800.000 und mehr. Mit Makler und Steuer also fast 900.000€. Selbst mit 200.000€ EK wird da eine Rate von 2500€ und damit mindestens ein Haushaltseinkommen von 7500€ notwendig.
Stimme ich zu 100% zu.

Natürlich kann man die weitere Entwicklung nicht voraussehen, aber WENN es sich auf diesem Niveau weiterentwickelt, wird das EFH in wenigen Jahren zum Elite-Modell werden, sprich vielleicht die reichsten 5% können sich noch eines leisten.

Übrigens: Mit den 6k netto gehört man als Familie in Deutschland bereits zu den Top 10% der einkommensstärksten Familien (mit 1 Kind). "Sicher nicht Durchschnitt" ist da also maßlos untertrieben. Mit 7,5k sind es dann die besagten Top 5%, wobei sich diese höchstwahrscheinlich selbst noch zum Mittelstand zählen würden, wenn man sie fragt. :)
 
Der Traum vom Haus - Wie viel davon kann ich mir leisten?
Bestellen Sie jetzt kostenlos Hauskataloge, Smarthome-Info
Und konnte der Normalverdiener in den 70er und 80er wirklich ein EFH bauen? Ist der zu einer Fertighaus-Firma wie heute gegangen und hat „Schlüsselfertig“ bestellt?
Natürlich konnte er es damals NICHT, es macht wohl das eigene "Leid" kleiner, wenn man behauptet, "früher" wäre Alles immer so einfach gewesen. In Meinem Umgfeld hatten 70% einen Nebenjob, um Geld fürs Haus zu bekommen und das nicht bei einer 35-Std-Woche.
Jammern war damals Unsinn wie heute genauso. Es ist wie es ist, jede Zeit hat ihre Vor- und Nachteile, man nennt es Leben.

Wie schon oft geschrieben leben Hausbauer früher und heute auf verschiedenen Sternen, wenn nicht sogar Galaxien. Oftmals stand das Haus in Ermangelung von Geld Jahre ohne Putz da und man war noch wirklich BauHERR, und zwar jeden Abend und Wochentag, weil man selbst die Schwielen an den Pfoten hatte. Bekam man Hilfe hat man das Gleiche später auch wieder beim Bau des Helfenden geleistet, das gibts heute nur noch selten denke ich.
Worte wie "Bemusterung" habe ich erst in der Neuzeit kennengelernt, vom Ausbaustandard gar nbicht erst zu reden. Jeder aus meinem Umfeld hat damals mind. 5 Jahre und länger SELBST gebaut, meistens wurde man eh nie fertig. Heute ordert man nach ein paar Monaten bereits den Rollrasen-Verlegedienst.......ist doch schön so aber bitte keine unangebrachten Begriffsverwechslungen in diesem Zusammenhang.
Mag daran liegen, dass im 50km Speckgürtel von Stuttgart vielleicht schon immer etwas anders war als in anderen Regionen.
Nö, ist auch woanders so, man muss es eben nur sehen wollen oder können. Letztlich ist es nämlich exakt andersrum ! Nahezu jeder Hausbauer hier könnte einen sehr hohen 5- oder sogar 6-stelligen Betrag aus seinem Projekt rechnen würde er auf nicht nötige Dinge verzichten. Wer macht das schon? Ich nicht, ich jammere aber auch nicht oder träume von problemlosen, alten Zeiten.
 
Natürlich konnte er es damals NICHT, es macht wohl das eigene "Leid" kleiner, wenn man behauptet, "früher" wäre Alles immer so einfach gewesen. In Meinem Umgfeld hatten 70% einen Nebenjob, um Geld fürs Haus zu bekommen und das nicht bei einer 35-Std-Woche.
Jammern war damals Unsinn wie heute genauso. Es ist wie es ist, jede Zeit hat ihre Vor- und Nachteile, man nennt es Leben.

Wie schon oft geschrieben leben Hausbauer früher und heute auf verschiedenen Sternen, wenn nicht sogar Galaxien. Oftmals stand das Haus in Ermangelung von Geld Jahre ohne Putz da und man war noch wirklich BauHERR, und zwar jeden Abend und Wochentag, weil man selbst die Schwielen an den Pfoten hatte. Bekam man Hilfe hat man das Gleiche später auch wieder beim Bau des Helfenden geleistet, das gibts heute nur noch selten denke ich.
Worte wie "Bemusterung" habe ich erst in der Neuzeit kennengelernt, vom Ausbaustandard gar nbicht erst zu reden. Jeder aus meinem Umfeld hat damals mind. 5 Jahre und länger SELBST gebaut, meistens wurde man eh nie fertig. Heute ordert man nach ein paar Monaten bereits den Rollrasen-Verlegedienst.......ist doch schön so aber bitte keine unangebrachten Begriffsverwechslungen in diesem Zusammenhang.

Nö, ist auch woanders so, man muss es eben nur sehen wollen oder können. Letztlich ist es nämlich exakt andersrum ! Nahezu jeder Hausbauer hier könnte einen sehr hohen 5- oder sogar 6-stelligen Betrag aus seinem Projekt rechnen würde er auf nicht nötige Dinge verzichten. Wer macht das schon? Ich nicht, ich jammere aber auch nicht oder träume von problemlosen, alten Zeiten.
Früher waren die Häuser dafür oft doppelt so groß, auch sehr gut ausgestattet (alles Echtholz, Kachelöfen, Naturstein, 3 Bäder usw) und vorallem es reichte zum abbezahlen locker ein Gehalt.

Da der Plan der EU und unserer Regierung aber ist, den Wohlstand auf Niveau der Südländer abzulenken, werden es die nächsten Generationen noch wesentlich schwerer haben.
 
Früher waren die Häuser dafür oft doppelt so groß, auch sehr gut ausgestattet (alles Echtholz, Kachelöfen, Naturstein, 3 Bäder usw) und vorallem es reichte zum abbezahlen locker ein Gehalt.
...
Also ... mein Vater musste ordentlich ‚schuften‘, um seiner Familie ein bescheidenes Eigenheim zu ermöglichen. Leicht war es nie.
Von Echtholz und Naturstein waren wir weit entfernt.
 
Oben