Steigen die Bauzinsen gerade?

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Das kann ich für mein Baugebiet nicht bestätigen. Hier sind gefühlt 20% Normalverdiener (keine Akademiker), 70% Gutverdiener (1 Akademiker oder Selbstständige) und 10% Sehr Gutverdiener (2 Akademiker ohne Kinder).
Wenn du das Grundstück von den Eltern bekommst, Brauchst du kein hohes Einkommen. Einfach ein solides kleines Haus drauf stellen, da reichen dann auch 4K netto.
 
Das kann ich für mein Baugebiet nicht bestätigen. Hier sind gefühlt 20% Normalverdiener (keine Akademiker), 70% Gutverdiener (1 Akademiker oder Selbstständige) und 10% Sehr Gutverdiener (2 Akademiker ohne Kinder).
Das haben wir hier auch so ähnlich. Die Verteilung kenne ich nicht, aber ich sehe einen deutlichen Unterschied zwischen uns - 2 Akademiker mit kleinem Kind, IT-Leute mit 2 linken Händen - die alles machen lassen, und diversen Nachbarn die ich schon kennengelernt habe. Die legen alle deutlich mehr Hand an als wir. Die verlegen ihr Pflaster selbst, machen ihren Garten/Terrasse selbst. Einer ist Maurermeister / Bauleiter und hat quasi alles mögliche selbst gemacht. Wir sind hier eher die Ausnahme mit unserem GU und dem Häuschen aus einer Hand.

Was Nordlys meint kann ich aber auch nachvollziehen. Ich telefonieren mit meiner Ma, meine Eltern haben in den 70ern gebaut, und sie kann uns kaum guten Rat geben weil sie "Fertigpreise" überhaupt nicht einschätzen kann. Die haben damals beide nur mittelmäßig verdient, sie sagt heute sie hätten nie bauen können wenn auf'm Dorf nicht jeder jeden gekannt hätte. Da haben sich alle gegenseitig geholfen und es wurde alles selbst gemacht, gekauft hat man da nur Material. Jeder kannte Maurer, Fliesenleger, usw. Das ist heute ganz anders, entsprechend könnte eine Familie mit einem (normalisierten) Verdienst den meine Eltern damals hatten bestimmt kein Eigentum mehr finanzieren.
 
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Was Du beschreibst, ist es gut auf den Punkt gebracht. Und so eine Gesellschaft hatte mehr Zusammenhalt. Weniger Ich, mehr Wir.
Diese moderne Diversifizierung der Gesellschaft in Gruppen, die nichts mehr miteinander zu tun haben, sich in ihre Blase abkapseln, sich nie im Leben begegnen und deren Kinder nie zusammen spielen, das ist nicht gut.
 
Irgendwann nach Corona wird die Zuwanderung aller Art nach DE wohl wieder deutlicher zunehmen- das drückt ganz allmählich die Wohnraumnachfrage- natürlich differenziert in den einzelnen Preissegmenten- allgemein immer weiter nach oben. Preise und Zinsen im Wohnungsbaubereich werden also mittelfristig weiter steigen; Immobilien- und Baustoffaktien sind angesagt...
Ich will die Mär von Zusammenhängen Zuwanderung/Immopreise nicht glauben. Diese Geschichte wird gern erzählt, belastbare Zahlen dazu habe ich noch keine gesehen. Es gibt nicht zu viele Menschen, sondern zu wenig bezahlbaren Wohnraum (v.a. natürlich Eigentum/Grundstücke/Häuser) für die aktuelle Nachfrage. Die Nettozuwanderung spielt doch nicht wirklich statistisch belastbar eine Rolle. Vor allem treiben die Spekulanten in Metropolen die Preise nach oben - und damit die Leute aus den Städten in die Speckgürtel. Hier kann einfach nicht so schnell geliefert werden wie gewünscht.
 
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