Steigen die Bauzinsen gerade und warum?

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Ja absolut und es ist ein Trend den man von anderen Ländern schon lange kannte, bevor es weltweit ausgerollt wurde.

Auch unsere Banken kämpfen mit fehlender Digitalisierung, bürokratischen Strukturen und vorallem dem klassischen Filialkonzept.

Im Prinzip wie im Einzelhandel, Amazon macht den maximalen Gewinn und Kaufhäuser schließen Reihenweise. Das ist nicht aufzuhalten. Nur Amazon hat sich eben vom Buchgeschäft zu einem Onlineshop und nun zu einem Technologie Unternehmen mit Cloud Service und KI entwickelt. Wahnsinn!

Die Banken drucken die Kontoauszüge immer noch auf das gleiche komische Papier wie vor 30 Jahren. Zum Glück bekommt man es seit einigen Jahren auch online abgerufen. Juhu Innovation!

Bei dem wichtigen Wertpapier Geschäft lässt man Newcomer wie Robinhood, TR und Smartbroker freie Bahn. Muss man halt von den paar Omas leben, die ihre Aktien noch in der Filiale zeichnen lassen. Oh Lord!
 
Klar verdienen Banken nicht mehr soviel an Zinsen, dafür haben sie am Kapitalmarkt Möglichkeiten wie noch nie. Profitgier der Banken haben in der Finanzkrise dem Steuerzahler schon Milliarden gekostet.
Bei der klassischen Retailbank (Volksbanken, ING,...) herrscht in der Bilanz ein gesundes Verhältnis zwischen Einlagen und Krediten an Privatkunden. Die Ausfallraten z.B. bei Immobilienfinanzierungen sind sehr niedrig und damit das Risiko der Bank in diesem Geschäftsfeld traditionell niedrig.

Bei der ING z.B. stehen derzeit etwa 120 Mrd. Forderungen gegen ca. 140 Mrd. Verbindlichkeiten (gegen Kunden)!

Wenn solche Banken wie die ING letztes Jahr beim ersten Corona Crash signifikant höhere Wertpapierquoten gehabt hätten, wären innerhalb weniger Stunden Milliarden an Kundeneinlagen verbrannt worden. Auch hätten wir in diesem Szenario nur davon träumen können, dass sich der Markt so schnell „erholen“ kann da eine Bankenkrise dann in greifbare Nähe hätte rücken können.

Wenn du jetzt also allen Ernstes vorschlägst, es sei die Lösung das Kreditgeschäft zu reduzieren und die Einlagen stattdessen in Wertpapiere zu stecken damit ein Privatkunde 5€ Kontoführungsgebühren sparen kann da ja am Kapitalmarkt „Möglichkeiten wie nie“ herrschen, dann bin ich froh dass du in dieser Branche nichts zu melden hast.
 
Bei der klassischen Retailbank (Volksbanken, ING,...) herrscht in der Bilanz ein gesundes Verhältnis zwischen Einlagen und Krediten an Privatkunden. Die Ausfallraten z.B. bei Immobilienfinanzierungen sind sehr niedrig und damit das Risiko der Bank in diesem Geschäftsfeld traditionell niedrig.

Bei der ING z.B. stehen derzeit etwa 120 Mrd. Forderungen gegen ca. 140 Mrd. Verbindlichkeiten (gegen Kunden)!

Wenn solche Banken wie die ING letztes Jahr beim ersten Corona Crash signifikant höhere Wertpapierquoten gehabt hätten, wären innerhalb weniger Stunden Milliarden an Kundeneinlagen verbrannt worden. Auch hätten wir in diesem Szenario nur davon träumen können, dass sich der Markt so schnell „erholen“ kann da eine Bankenkrise dann in greifbare Nähe hätte rücken können.

Wenn du jetzt also allen Ernstes vorschlägst, es sei die Lösung das Kreditgeschäft zu reduzieren und die Einlagen stattdessen in Wertpapiere zu stecken damit ein Privatkunde 5€ Kontoführungsgebühren sparen kann da ja am Kapitalmarkt „Möglichkeiten wie nie“ herrschen, dann bin ich froh dass du in dieser Branche nichts zu melden hast.
Da muss man sich als Bank eine klare Strategie überlegen, mit was man sein Geld verdienen will. Auch mit Immobilienkrediten lassen sich nach wie vor extrem gute Renditen erwirtschaften bei sehr geringem Risiko. Die Banken bewerten Häuser mit max. 65% des Schätzwertes, nicht des Marktwertes. Das führt beispielsweise dazu, dass eine Bank ein EFH für 850.000 Euro Markwert maximal mit 650.000 Schätzwert und davon 65% ansetzt. Also 430.000 Euro. Das sind reale Zahlen! Das Haus müsste jetzt also fast für 50% verkauft werden, damit die Bank ein Risiko trägt im Fall der Fälle. Das kann vereinzelt passieren, aber sicherlich nicht in der großen Masse.

Und wenn eine Bank sich mehr auf Wertpapiere und Investmentfonds stützt, dann sollte diese auch das Geschäft beherrschen und die notwendigen Absicherungen durchführen. Langfristig ist hier immer eine Rendite von 5-10% zu erzielen. Das Geld der Girokontos kann doch hierfür genutzt werden.

In Summe führt das alles wieder zum Anfang. Die einen können es, die anderen nicht. Wir Kunden sind sicherlich nicht die Bankenretter und zahlen auch keine 60 Euro!! für ein Girokonto pro Jahr plus Gebühren für Sonderthemen. Probieren können die Banken es, aber ich hoffe es fällt denjenigen ordentlich auf die Füße.

Beispielsweise hat die Bank of America letztes Jahr 18 Milliarden US Dollar Gewinn verbucht. Die deutsche Bank 3,2 Milliarden Euro! diese Bank hat das Dank neuem Management und strategischer Anpassungen geschafft. Sicherlich nicht durch unnötige ausbeuterische Gebühren für Kleinanleger und Girokonten.
 
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Da muss man sich als Bank eine klare Strategie überlegen, mit was man sein Geld verdienen will. Auch mit Immobilienkrediten lassen sich nach wie vor extrem gute Renditen erwirtschaften bei sehr geringem Risiko. Die Banken bewerten Häuser mit max. 65% des Schätzwertes, nicht des Marktwertes. Das führt beispielsweise dazu, dass eine Bank ein EFH für 850.000 Euro Markwert maximal mit 650.000 Schätzwert und davon 65% ansetzt. Also 430.000 Euro. Das sind reale Zahlen! Das Haus müsste jetzt also fast für 50% verkauft werden, damit die Bank ein Risiko trägt im Fall der Fälle. Das kann vereinzelt passieren, aber sicherlich nicht in der großen Masse.
Du sagst es doch: Das Risiko ist in diesem Geschäftsfeld niedrig. Die Bankbilanzen von eben solchen Instituten sind vergleichsweise robust gegenüber Marktvolatilitäten und damit bis zu einem gewissen Grad krisenfest. Aus der Perspektive des Privatkunden kann man sein Geld zur Bank bringen und sich halbwegs sicher sein, dass die Kohle dort nicht verzockt wird.

Beispielsweise hat die Bank of America letztes Jahr 18 Milliarden US Dollar Gewinn verbucht. Die deutsche Bank 3,2 Milliarden Euro! diese Bank hat das Dank neuem Management und strategischer Anpassungen geschafft. Sicherlich nicht durch unnötige ausbeuterische Gebühren für Kleinanleger und Girokonten.
Mal ehrlich. Die amerikanischen Banken haben die Finanzkrise ins Rollen gebracht. Während die BoA mit offenen Händen Steuergelder entgegen genommen hat, hat die Deutsche Bank versucht die Krise aus eigener Kraft zu bewältigen und hat staatliche Hilfen abgelehnt. Heute haben sie mit den Folgen zu kämpfen, dumm gelaufen. Respekt habe ich vor der Entscheidung trotzdem. Ob die BoA heute solche Zahlen schreiben würde hätten Sie nicht großzügig in den Topf gegriffen?

Klar, am Ende entscheidet die Strategie der Bank darüber wie die Kosten gedeckt werden sollen. Ein risikoarmes Geschäftsmodell wird sich dabei renditetechnisch stets hinten anstellen müssen. Hier dann aber andere Einnahmequellen (Kontoführungsgebühren) ins Spiel zu bringen halte ich für mehr als legitim.

Das BoA Konto gibts übrigens auch nicht umsonst...
 
Wir zahlen unserer Voba jeden Monat 7,90 Kontogebühren. 12 mal im Jahr. Wir sind damit sehr zufrieden. wir haben eine Filiale, einen uns persönlich verbundenen Ansprechpartner, wir können beleghaft wie auch online überweisen, Auszüge drucken, apple pay oder visa nutzen, alles für 7,90. Wir sind natürlich Genossen der Bank, sie verdient Geld und zahlt 6% auf jeden Euro Genossenschaftsanteil, leider haben wir nur tausend Anteile und können nicht nachordern.
Nie ginge ich zu so einer online Bank. Sei sie auch noch so verlockend günstig.
 
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