Steigen die Bauzinsen gerade und warum?

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Neee mein Freund, so läuft der Hase nicht. Was du aufzählst da stecken richtig Kosten und Leistungen dahinter. Ein Girokonto kostet der Bank heutzutage keinen Cent, da ist auch keine Leistung dahinter. Denn für alles was darum herum passiert wird nochmal ordentlich extra abkassiert.

Banken sind wirklich die letzten Institutionen mit denen man solidarisch sein sollte. Das sind moderne Raubritter.
Auf kurzfristige Einlagen (insbesondere Girokonten) sind Mindestreserven bei der EZB zu hinterlegen. Damit verursacht jedes einzelne Girokonto unmittelbar aufgrund der negativen Einlagenzinsen Kosten für die Bank... Ein Beispiel von vielen.
 
Ich werfe mal einen anderen Punkt ein: Es sind die Kleinbanken (Sparkassen, Volksbanken, Genossenschaftsbanken) die in Deutschland das finanzieren, was uns (noch) von den meisten anderen abhebt: KMUs. Für die Big Player ist das eine Nische.
Nur mal so als Argument dafür, warum sich „Solidarität“ mit Kleinbanken lohnt. Dass trotzdem Modernisierungsbedarf besteht, schließt das ja nicht aus. Aber wie @Jean-Marc geschrieben hat: Modernität macht doch nicht alles gratis?
 
Mir kommen wirklich die Tränen. Ich werde spenden für die armen Banken.

Es ist doch wie in allen Wirtschsaftsbereichen, manche können es oder eben nicht. Commerzbank konnte es noch nie, absolutes Missmanagement. Da helfen auch die Kontogebühren nicht.

Klar verdienen Banken nicht mehr soviel an Zinsen, dafür haben sie am Kapitalmarkt Möglichkeiten wie noch nie. Profitgier der Banken haben in der Finanzkrise dem Steuerzahler schon Milliarden gekostet.

Wenn wir ehrlich sind, haben sich die Banken ihr Grab doch selbst geschaffen.

Vielleicht braucht man nicht mehr soviel Banken und die Konsilidierung ist mehr als überfällig.
 
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Und jetzt meine Frage wir haben für unsere 2 Mädel ganz normale Sparbücher bei der Commerzbank erstellt. Natürlich haben sie auf Girokontonten seit kurzem Gebühren. Wie lange das bei Sparbücher noch kostenlos bleibt ist eine Frage der Zeit.
Was für alternativen habt ihr für eure Kinder?
Ich könnte mir vorstellen, dass Du damit je nach Alter der Kinder eher ein klassisches Sparkonto auch zum Erlernen des Umgangs mit dem Thema Sparen u.a. Dingen um dieses Thema suchst und nicht alleine die bestmögliche Geldvermehrung. Zu diesem Thema hat Stiftung Warentest in 2020 einen Test durchgefürt mit einer Vergleichsmöglicheit. Vlt. hast ja Zugang dazu und findest etwas Passendes.
 
Wenn wir ehrlich sind, haben sich die Banken ihr Grab doch selbst geschaffen.
Manche. V. a. große. Aber die jetzige Geldpolitik (die nicht grundlos ist) erodiert die Ertragssituation im Kerngeschäft des „langweiligen Bankings“. Und trifft damit jene Banken, die den berühmten Deutschen Mittelstand tragen. Das wiederum kann man schlecht den Banken selbst anlasten.
Das Problem ist, dass ein systemisches Problem bei Banken (also kein Missmanagement in Einzelfällen) in einer Geldwirtschaft, die wir nun mal sind, ein Problem des Gesamtsystems wird. Also aller. Ist kacke, ist aber so. Wie damit umgehen? Nicht, dass ich da ein Patentrezept habe. Aber die persönliche Preisoptimierungsstrategie ins System hineinzutragen, trägt dem Bild, dass ich hier angerissen habe, keine Rechnung. Ich prophezeie, dass die wegbrechenden Erträge zunächst als Personalabbau sichtbar werden - hier könnten die Banker im Forum wieder deutlich mehr zu sagen.
 
Das Problem ist, dass ein systemisches Problem bei Banken (also kein Missmanagement in Einzelfällen) in einer Geldwirtschaft, die wir nun mal sind, ein Problem des Gesamtsystems wird.
Ich bin seit 8 Jahren selbstständig, habe große Freiheiten, aber damit auch große Risiken zu tragen. Als Soloselbstständiger bin ich natürlich ein ganz kleiner Fisch. Aber dennoch heißt geschäftlicher Erfolg auch für mich, ständig strukturelle Anpassungen vorzunehmen, wenn Rahmenbedingungen oder Erfordernisse sich ändern. Bei den Banken scheint es mir manchmal so zu sein wie bei Nokia seinerzeit: Jahrzehntelang lief es blendend in der Branche - und jetzt wird rumgeweint, weil sich die Bedingungen geändert. Klar ist es nicht mehr wie früher, als sich auch mit klassischen, kleinen Privateinlegern jede Menge Geld machen ließ. Aber jetzt die Schuld und vor allem die Kosten dieser verpennten Neuaufstellung genau diesen kleinen Privateinlegern überzuhelfen ist nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems. Sinkende Zinsen sind kein Phänomen der letzten Monate, sondern ein Trend der aus meiner Sicht grundlegend ist und bleiben wird.
 
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