Steigen die Bauzinsen gerade und warum?

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Ist wohl einfach der Lauf der Dinge. WENN man Transaktionskosten von Immobilien minimieren minimierte, gäbe es zumindest Hoffnung auf mehr lebensabschittgerechtes Wohnen, also mit Kindern raus, in jungen Jahren und im frühen Alter wieder rein in die Stadt; zur Pflege dann wieder raus. Täte dem Markt und der Gesellschaft gut, etwas mehr Mobilität zu ermöglichen.
Richtig erkannt, genau das ist das Problem in diesem Land. Durchfüttern des Staates mit wahnwitzigen Transaktionskosten und dann wundern, wieso Oma Gerda in ihrer viel zu großen Wohnung/Haus bleibt. Es ist einfach zum kotzen!
 
Ich frage mich halt wie das nach der Corona Geschichte mit dem Besuch von Freunden ist.
Ich habe in meinem Freundeskreis zwei die richtig in den Speckrand gezogen sind und bei beiden schon lange vor Corona.
Die habe ich definitiv nicht mehr so oft besucht wie vorher. Auch umgekehrt bleiben die viel seltener spontan mal auf nen Bier in der Stadt etc.
Mein bester Freund ist auch schon ganz traurig, dass ich etwas rausziehe (wobei ich ja immerhin noch in der Stadt bin).
Das Ding ist ja auch in Berlin ist es durchaus üblich das viele im Bekanntenkreis kein Auto haben und dann schwieriger raus und wieder zurückkommen. Insbesondere spät abends.
Wenn man nen größeres Treffen plant kann man ja cuh nur begrenzt Übernachtungsgäste aufnehmen.
Das sind alles Sachen, die mit der Stadtwohnung halt wesentlich einfacher und spontaner möglich sind.
Kenne ich. Wo ein Wille ist, ist eigentlich auch ein Weg, egal ob 5 oder 500 km. Da sollte dann auch mal Taxi oder Hotel drin sein. Eigentlich. Denn die Wahrheit ist leider, dass die Mehrheit im Laufe der Zeit scheußlich träge wird, erst recht wenn Kinder da sind. Ich hab deswegen bei mir auch schon die ersten Nummern von Bekannten, Schulfreunden etc. aus dem Handy gelöscht. Solange ich zu ihnen in die Stadt gefahren bin, kein Problem. Aber umgedreht waren 15 oder 20 km zu uns aufs Dorf trotz direkter Busanbindung eine offensichtlich unüberwindbare Hürde. Damit muss man also leider rechnen, dass so ein Umzug raus aus dem Kiez auch privat Umbrüche mit sich bringen kann. Das Problem ist weniger Corona, die Distanz oder der ÖPNV, sondern einfach die zunehmende Saturiertheit und Bequemlichkeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wichtiger Punkt bei den Immo Preisen ist wirklich auch die harten Fakten zu berücksichtigen.
Die ganzen Punkte mit Spekulanten, Zinsen usw. sind häufig in beide Richtungen interpretierbar und einem ständigen Auf- und Ab unterworfen.
Es gibt aber auch eine Reihe handfester Kriterien, die bisher nur eine Richtung kannten, die aber in den nächsten Jahren sich ändern werden.
Zwei Punkte: Demografischer Wandel und Haushaltsgröße.

Der erste Punkt ist jedem Bekannt, dank einer starken Zuwanderung können wir die Größe der Bevölkerung mit Glück halten, sonst wird abgebaut.
Und die Haushaltsgröße ist seit 1960 permanent gefallen. Von 20% 1-Personenhaushalten zu aktuell 42%! Das heißt, in fast jeder zweiten Wohnung/Haus lebt aktuell nur 1 Person!
Das Wachstum an Platzbedarf pro Person ist mMn deshalb nicht überwiegend durch Verlangen entstanden, sondern dadurch, dass sich die Haushalte verkleinert haben. Sprich es sind neue Wohnungen hinzugekommen, die durch die Teilung eines Haushaltes dann beide Flächen besetzen. Das ist seit dem Krieg natürlich ein verständliches Verhalten, aber ein Trend der ebenfalls ein Ende hat.
Wir sind aktuell die erste Generation, deren Eltern bereits schon "alles" hatte, und die nicht/wenig durch den Krieg beeinflusst sind. Gleichzeitig lebt noch ein Großteil der Generation die sich diesen Wohlstand das erste mal in Deutschland aufgebaut hat. Hier läuft zur Zeit aus meiner Sicht deshalb NOCH eine Überlagerung 3er Generationen, der demnächst ein Ende hat.

Gleichzeitig verändert sich unsere Gesellschaft: Arbeit MUSS nicht mehr an einem festen Arbeitsplatz ausgeführt werden. Sie KANN. Auch der Anteil der Arbeit die eine Fabrik o.ä. benötigen sinkt. Das hat NOCH nicht zu starken Veränderungen geführt, WENN es aber zu Veränderungen führt, dann nur in eine Richtung.
 
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Richtig erkannt, genau das ist das Problem in diesem Land. Durchfüttern des Staates mit wahnwitzigen Transaktionskosten und dann wundern, wieso Oma Gerda in ihrer viel zu großen Wohnung/Haus bleibt. Es ist einfach zum kotzen!
Das ist witzig...ich habe noch nie eine Oma sagen hören "Na die Makler und Grundbuchkosten kann ich mir nicht leisten...da bleib ich hier lieber wohnen".

Ja, die Kosten in Deutschland sind sehr hoch, aber ich glaube das ist ein Scheinargument und spielt in den Überlegungen zum Umzug keine nennenswerte Rolle.
 
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